Originaltitel: Les animaux amoureux
Frankreich 2007
Regie: Laurent Charbonnier
Verleih: Universum (24 Bilder)
Im Tierreich wird heftig gebalzt - was für drollige bis haarsträubend komische Verhaltensweisen dabei auftreten, begutachtet diese Natur-Dokumentation: Neben Turteln und Tanzen schwingen sich die Verführer zu allzu menschlichen Allüren auf - ob als selbstbewusste Don Juans, als opportunistische Schaumschläger oder als ungeschickte Verlierer, die zwar keine Chance bei der Partnerwahl haben, aber umso liebenswertere Zeitgenossen sind.
Wer die Balz-Szene des Paradiesvogels in "Unsere Erde" noch im Kopf hat, weiß, wie exaltiert lustig die Natur sein kann: Säugetiere, Amphibien und Insekten auf Partnersuche ergeben einen lebensprallen, tierischen Doku-Spaß von Laurent Charbonnier (Kamera bei "Nomaden der Lüfte").
Aufwendig realisierte Dokumentation über das Verführungs- und Paarungsverhalten der Tiere.
16 Länder hat Laurent Charbonnier bereist, 500 Tage die Kameras aufgestellt und schließlich 80 Tierarten in den finalen Film aufgenommen. Das Ordnungsprinzip ist die Ausrichtung an der Chronologie der Paarungsstrategie, sonst geht es quer durch den Tierpark, zurückhaltend untermalt und gelegentlich auch betont von Philipp Glass' Musik.
Erst macht man sich schick, dann auch akustisch auf sich aufmerksam, schließlich lässt man Taten folgen. Hornträger wie Hirsche gehen auf Crashkurs, Giraffen reiben sich die Hälse, Orang Utans geben sich Küsschen, Steinböcke die Zungen wie einen Quirl kreisen. Vögel plustern sich auf, schillern in betörenden Farben, turnen auf Ästen, wippen sich in Trance und ködern die Damen mit filigranen Nestern, die große Architekten verraten. Hier zeigt sich erstaunliche Vielfalt und deutliche Überlegenheit im Vergleich zum Menschen.
Bei "Nomaden der Lüfte" war Charbonnier noch einer von vielen Kameramännern. "Animals in Love" ist nun sein Regiedebüt, eine in 16 Ländern gedrehte Dokumentation über animalische Paarungsstrategien. In verschiedene Phasen unterteilt, reiht der Film etwas spannungsarm Tier an Tier, arbeitet aber die Vielfalt und die Komik verführerischen Verhaltens gut heraus.
| Sprecher: | Cécile de France | ||
|---|---|---|---|
| Regie: | Laurent Charbonnier | ||
| Produzent: | Jean-Pierre Bailly | ||
| Kamera: | Laurent Charbonnier | ||
| Schnitt: | Axelle Malavieille | ||
| Musik: | Philip Glass | ||
| Ton: | Philippe Barbeau | ||
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