Jennifer Lopez
James Caviezel
Sonia Braga
Regie: Luis Mandoki
Verleih: Warner
Chicago-Cop Sharon Pogue versucht bei einem schlimmen Unfall den schwerverletzten Fahrer bei Bewusstsein zu halten. Ein Jahr später lernt sie einen melancholischen Fremden kennen und verliebt sich in ihn, ohne über seine Vergangenheit bescheid zu wissen. Sie hat außerdem mit familiären Problemen zu kämpfen, sie verhaftete ihren Vater für die Misshandlung der Mutter.

"Wedding Planner" Jennifer Lopez schlüpft in dem romantischen Psychothriller wie einstmals in "Out Of Sight" wieder in die Rolle einer abgebrühten Gesetzeshüterin, die in eine knisternde Romanze verwickelt wird. Damit enden etwaige Parallelen. Statt George Cloney ist es ein geheimnisvoll "Unzerbrechlicher" James Caviezel ("Frequency"), der in Luis Mandokis ("Message in a Bottle") Film den Puls von J.Lo höher schlagen lässt.
Mandoki arbeitet nach "Message in a Bottle" erneut mit Drehbuchautor Gerald DiPego zusammen und wildern zunächst im übernatürlichen Thriller-Territorium eines M. Night Shyamalan und schwanken dann zwischen gefühlvoller Romanze, schwermütig-bleiernem Melodram und durchsichtigem Psychodrama dem Ende entgegen. Der Genremix will sich nicht immer zum homogenen Ganzen zusammenfügen, was sich in mancher Länge niederschlägt. Hauptmanko ist jedoch die Vernachlässigung eines straff gespannten Spannungsbogens, da der Zuschauer der Handlung ab dem Prolog stets ein gutes Stück voraus ist, ohne dass es weitere Überraschungen gibt.
Chicago-Cop Sharon Pogue (Lopez) wird an den Ort einer Unfalltragödie gerufen, wo sie versucht, den schwerverletzten Fahrer bei Bewusstsein zu halten. Angeknüpft wird mit einer "Ein Jahr später"-Einblendung: Ein mysteriöser Fremder im langen Mantel beobachtet Sharon von der Straße aus in einem Cafe. Schnell wird klar, dass es sich um den verletzten Unglücksfahrer handelt, wobei den beiden Protagonisten dieser Umstand erst gegen Ende enthüllt wird. Erste Indizien scheinen darauf hinzudeuten, dass er womöglich wie Bruce Willis in "The Sixth Sense" bereits das Zeitliche gesegnet hat, doch dann stellt sich heraus, dass er die Unfallnacht lediglich verdrängt. Die beiden angeschlagenen Individuen - sie ist vereinsamt und hat Probleme mit ihrer Familie, da sie ihren Vater für die Misshandlung ihrer Mutter verhaften ließ - finden zueinander, auch wenn Sharon kaum etwas über seine Vergangenheit in Erfahrung bringen kann. Ein Besuch in einem Jazzclub, wo Catch sich spontan als exzellenter Trompeter entpuppt, bringt schließlich Licht in sein Gedächtnisschwund-Dunkel, und nach einer kathartischen Familienfeier bei Sharons Eltern kommt es zum Happy End.
James Caviezel bietet erneut eine eindringliche, angedeutet messianische Darstellung wie in "Der schmale Grat", und auch Schauspiel-Leichtgewicht Lopez hält sich vergleichsweise wacker als taffe Polizistin, die die tragische Familientradition von ungezügelter Gewalt in ihrem Job fortzuführen scheint. Die Chemie zwischen den beiden ist, wenn nicht überwältigend, doch glaubwürdig. Die Produktionswerte, vor allem die Kameraarbeit, sind darüber hinaus allemal achtbar. ara.
| Darsteller: | Jennifer Lopez | als Sharon Pogue | |
|---|---|---|---|
| James Caviezel | als Catch | ||
| Sonia Braga | als Josephine Pogue | ||
| Terrence Howard | als Robby | ||
| Jeremy Sisto | als Larry Pogue | ||
| Victor Argo | als Carl Pogue | ||
| Monet Mazur | als Kathy Pogue | ||
| Shirley Knight | als Elanora | ||
| Daniel Magder | als Larry Jr. | ||
| Guylaine St. Onge | als Annie | ||
| Connor McAuley | als Max Pogue | ||
| Jeremy Ratchford | als Ray Micigliano | ||
| Peter MacNeill | als Lt. Dennis Sanderman | ||
| Eldridge Hyndman | als Jamal | ||
| Kari Matchett | als Candace | ||
| Michael Cameron | als Charlie | ||
| Marcello Thedford | als Peebo | ||
| Dave Cox | als K-Dog | ||
| Ron Payne | als Priester | ||
| Grant Nickalls | als Joe | ||
| Regie: | Luis Mandoki | ||
| Drehbuch: | Gerald Di Pego | ||
| Produzent: | Mark Canton | ||
| Elie Samaha | |||
| Koproduzent: | Dawn Miller | ||
| Ausf. Produzent: | Andrew Stevens | ||
| Neil Canton | |||
| Don Carmody | |||
| Kamera: | Piotr Sobocinski | ||
| Schnitt: | Jerry Greenberg | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Dean Tavoularis | ||
| Dennis Davenport | |||
| Kostüme: | Marie-Sylvie Deveau | ||
| Ton: | Owen Langevin | ||
Mel Gibson beweist Steherqualitäten: Der Hollywood-Star möchte seinen Spielfilm über die letzten zwölf Stunden im Leben von Jesus Christus unbedingt in die Tat umsetzen - ungeachtet der Tatsache, dass sich die US-Verleiher nicht gerade darum reißen. Deren vornehme Zurückhaltung ist nicht ganz unverständlich: Gibson plant schließlich, "The Passion" in lateinisch und aramäisch abzudrehen - und möchte sogar auf Untertitel verzichten.
"Offensichtlich möchte sich niemand an einem Film, der in zwei ausgestorbenen Sprachen verfilmt wird, die Finger verbrennen", so Gibson, der erstmals seit "Braveheart" wieder Regie führen wird. "Ich hoffe es gelingt mir, die Sprachbarrieren zu überwinden, indem ich die Bilde sprechen lasse."
Mutig, mutig - doch so unkonventionell das Projekt auch sein mag, so hochkarätig wird aller Voraussicht nach die Besetzung: So soll James Caviezel ("Angel Eyes") die Rolle des Jesus übernehmen, Monica Bellucci ("Der Zauber von Maléna") ist als Maria Magdalena im Gespräch.
Gibsons Schlußwort: "Die denken alle, ich bin verrückt und vielleicht bin ich das auch. Aber vielleicht bin ich auch ein Genie!"
Ihre starke sinnliche Präsenz und erotische Ausstrahlung konnte die langhaarige Brünette mit dem legendären Hinterteil im Film und auf der...
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