Unterhaltsames Monster-Movie, das sich fröhlich aus Genre-Motiven von B-Produktionen bedient. http://images.kino.de/flbilder/max98/em98/em19/e9819013/b150x150.jpg Anaconda

Filmdetails

Anaconda

Unterhaltsames Monster-Movie, das sich fröhlich aus Genre-Motiven von B-Produktionen bedient.


Anaconda
Start: 17.07.1997

Action / Abenteuer

USA 1997
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Jennifer Lopez
Ice Cube
Jon Voight

Regie: Luis Llosa
Verleih: Columbia Tristar

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Eine Expedition bricht in das Amazonas-Gebiet auf, um einen unbekannten Indianerstamm ausfindig zu machen. Stattdessen gerät die bunt zusammengewürfelte Truppe an einen taffen Schlangenjäger und seine überaus gefährliche Beute: Eine monstermäßige Anaconda, die einmal aufgescheucht, ihr Unwesen treibt und die Crew-Mitglieder im Würgegriff dezimiert.


Kritik

Anaconda

Nach Schwärmen blutrünstiger Piranhas und Rudeln verfressener Krokodile treibt nun eine 13 Meter lange animatronische Anaconda in B-Movie-Gewässern ihr Unwesen. Als Fluß des Grauens muß einmal mehr der Amazonas herhalten, in dem ein die komplette Demographie abdeckendes Schauspielerensemble unter der Regie des früheren Roger-Corman-Protegés Luis Llosa ("The Specialist") um ihr Leben hechtet.

Der Titelstar wirkt nicht gerade allzu schreckeinflößend, denn nicht eine Sekunde hat man den Eindruck, tatsächlich ein riesiges Reptil zu beobachten. Deutlich ist das Untier entweder als rasend schnelle, cartoonartige Computergrafik oder Gummiattrappe zu erkennen. Ein bißchen macht das aber auch den betont trashigen Reiz dieser x-ten Variation des "Der weiße Hai"-Themas aus, die sich genußvoll in allen erdenklichen Filmklischees suhlt und damit für ein augenzwinkernd-blendendes Popcorn-Vergnügen sorgt. Insofern ist es auch nicht wichtig, ob "Anaconda" realitätsnah und glaubwürdig ist. Dieser quietschvergnügte Trip durch das seit Jahren auf Videopremieren beschränkte Land des Camp-Horrors sieht sich einzig als Kinoerlebnis.

Wer mit dem Titelhelden unzufrieden ist, der kann sich auf den eigentlichen Star des Monsterthrillers freuen, den nur einmal im besten Moment mit der Wimper zuckenden Jon Voight ("Mission: Impossible"), der es keinesfalls eilig hat, beim Sterben der Erste zu sein. Als der schlangenfangende Ex-Priester Paul Sarone hat er sein persönliches Kapitän-Ahab-Trauma aufzuarbeiten. Dafür zwingt er der gesamten Expeditionscrew, bestehend aus dem Anthropologen Steve Cale (Eric Stoltz, der nach einem Aufeinandertreffen mit Wespen bettlägrig von der Bildfläche verschwindet), der jungen Dokumentarfilmerin Terri (Jennifer Lopez, derzeit im Biopic "Selena"), ihrem "Kameramann aus der Hood" Danny (Rapstar Ice Cube, dessen erste Dialogzeile einer seiner Songtitel ist und der sich hier in wesentlich besserer Form als in "Dangerous Ground" präsentiert), dem Tontechniker-Pärchen Gary und Denise (Owen Wilson aus "Bottle Rocket" und MTV-Girl Kari Wuhrer) und dem golfspielenden Akademiker Westridge (Jonathan Hyde) auf der Suche nach einem legendären Indianerstamm seinen Willen auf. Sarones erklärtes Ziel ist es, die abscheuliche Anaconda lebend zu fangen. Und dabei hat er keine Skrupel, andere als lebende Köder zu benutzen. Doch er hat nicht mit dem ausgeprägten Überlebenswillen von Terri und Danny gerechnet ...

Komplett mit falschem Alarm, unheilvollen Vorzeichen, abgemurkstem Klein- und Großgetier, schwüler Regenwaldatmosphäre, beängstigender Unterwasseraufnahmen und dem obligatorischen Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip zieht Llosa alle Register typischer Horror-Exploitation-Flicks. Dank seiner starken Darstellerriege, allen voran Voight, gelingt es dem Monster-Mischmasch trotz des sehr bewußt kein Klischee auslassendem Drehbuchs von Hans Bauer, Jim Cash und Jack Epps Jr. einen erstaunlich hohen Unterhaltungswert herauszuwinden. ara.

Anaconda

Darsteller:  Jennifer Lopez   als Terri Flotes
  Ice Cube   als Danny Rich
  Jon Voight   als Paul Sarone
  Eric Stoltz   als Dr. Steven Cale
  Jonathan Hyde   als Warren Westridge
  Owen Wilson   als Gary Dixon
  Kari Wuhrer   als Denise Kalber
  Vincent Castellanos   als Mateo
  Danny Trejo   als Poacher
 
Regie:  Luis Llosa  
Drehbuch:  John Mandel  
  Mark Haskell Smith  
  Jack Epps jr.  
  Jim Cash  
Produzent:  Verna Harrah  
  Carole Little  
  Leonard Rabinowitz  
Koproduzent:  Beau E.L. Marks  
  Andy Fickman  
Ausf. Produzent:  Susan Ruskin  
Buchvorlage:  Hans Bauer  
Kamera:  Bill Butler  
Schnitt:  Michael R. Miller  
Musik:  Randy Edelman  
Produktionsdesign:  Kirk M. Petruccelli  
Kostüme:  Kathy Monderine  
Ton:  Douglas B. Arnold  

Hasselhoff jagt Riesenschlangen

Als strahlender Held im schwarzen Superauto, der auch in knallroter Badehose am Baywatch-Strand eine gute Figur machte, schrieb David Hasselhoff einst Serien-Geschichte...

Großansicht Bald wieder in seinem feuchten Element: David Hasselhoff (Foto: Kinowelt)

Bald wieder in seinem feuchten Element: David Hasselhoff (Foto: Kinowelt)

Zuletzt gab "The Hoff", wie ihn Fans liebevoll nennen, jedoch eine gar traurige Figur ab: Bilder eines sabberndern Säufers, der seiner Tochter auf dem Boden eines Hotelzimmers kauernd leere Versprechungen entgegenlallte, gingen um die Welt. Das Video stammte aus der schmutzigen Scheidungsschlacht, die sich Hasselhoff mit Pamela Bach vor Gericht lieferte und machte via Internet die Runde.

Doch nun überrascht der alternde Serienheld zur Abwechslung wieder mit Schlagzeilen als Schauspieler - mit einer Hauptrolle in gleich zwei Filmen. Hasselhoff spielt im Fortsetzungsdoppelpack zu "Anaconda" einen Söldner, der im Auftrag eines Milliardärs eine Riesenschlange einfangen soll, weil diese ein Heilmittel gegen eine tödliche Krankheit liefern könnte.

Besuch aus Mittelerde

Im ersten Film der Würgeschlangen-Reihe tummelten sich 1997 noch Stars wie Jennifer Lopez, Owen Wilson und Ice Cube. Allerdings waren die Kritiken schon damals vernichtend, weswegen für die Fortsetzung "Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee" nur noch Namenlose durch den Dschungel robbten.

Teil drei und vier werden nun übrigens auf einen Schlag gedreht, ganz nach dem Vorbild von "Matrix" und "Der Herr der Ringe". Aus dem Fantasy-Epos ist sogar ein Schauspieler an Bord: John Rhys-Davies, der als griesgrämiger Zwerg Gimli mit den Gefährten zum Schutze Frodos das Schwert schwang, spielt in "Anaconda 3: The Offspring" eine Portion Schlangenfutter. Gefilmt wird demnächst in Rumänien. Ob das glitschige Double-Feature dann auch im Kino zu sehen sein wird, ist aber noch fraglich, möglicherweise landet es auch gleich im DVD-Regal. Aber selbst das ist für "The Hoff" immer noch besser, als die Ausnüchterungszelle.

Star

Jennifer Lopez

Ihre starke sinnliche Präsenz und erotische Ausstrahlung konnte die langhaarige Brünette mit dem legendären Hinterteil im Film und auf der...

Star

Ice Cube

Er gilt als einer DER Gangster-Rapper schlechthin: In den Listen der wichtigsten HipHop-Künstler steht der afroamerikanische Rapper und Schauspieler...

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