Julia Roberts
Catherine Zeta-Jones
Billy Crystal
Regie: Joe Roth
Verleih: Senator
Die unscheinbare Kiki arbeitet als Assistentin für ihre Schwester, den Filmstar Gwen. Seit die von ihrem Mann und Kostar Eddie in Trennung lebt, geht es mit der Karriere bergab. Ihr letzter gemeinsamer Film soll dies ändern, doch zuerst müssen die zerstrittenen Eheleute ein Pressejunket in einem abgelegenen Luxushotel absolvieren.

America's Sweetheart Julia Roberts auf vertrautem Romantikkomödien-Terrain, aber doch ungewohnt: Denn in der ersten Regiearbeit von Revolution-Studios-Chef Joe Roth seit mehr als zehn Jahren spielt die frisch gebackene Oscar-Gewinnerin als gutherzige Schwester eines Superstars zunächst nur die zweite Geige und lässt Catherine Zeta-Jones und John Cusack als verkrachtes Hollywood-Starpaar, das sich für das Pressejunket seines letzten Films noch einmal zusammenraufen muss, den Vortritt. Nicht ohne Charme, aber in der zweiten Hälfte doch arg unfokussiert, schöpft "America's Sweethearts" seine Möglichkeiten einer modernen Screwball-Comedy mit Seitenhieben aufs Showbiz nie aus. Einem Publikum auf der Suche nach leichter Unterhaltung mit Starpower wird's egal sein: Der Erfolg ist vorprogrammiert.
Komplettiert wird das starbesetzte Kleeblatt von Billy Crystal, der zudem das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Peter Tolan ("Reine Nervensache") verfasste, Er steht als gestresster PR-Agent Lee anfangs im Mittelpunkt des Geschehens. Von Studiochef Kingman (Stanley Tucci als wieseliger Choleriker) mit der wenig beneidenswerten Aufgabe betraut, den neuesten Film des Schauspieler-Ehepaars Gwen Harrison und Eddie Thomas zu promoten, hat er so manches Problem zu lösen. Bis dato hat niemand den fertigen Film gesehen, da der exzentrische Regisseur (amüsant: Christopher Walken als Kubrick-Verschnitt) darauf besteht, ihn erstmals vor versammelter Presse zu zeigen. Lee, ein alter Hase im Geschäft, stampft das Junket in einem abgelegenen Luxushotel aus dem (Wüsten)Boden, wo die sensationshungrigen Filmjournalisten (ein Haufen geistiger Tiefflieger und Schmarotzer - schön zu wissen, was Stars von der Presse halten) mit manipulierten Informationen über die skandalumwitterte Ehe der beiden zerstrittenen Kostars abgelenkt werden sollen. Gwens liebenswürdige Schwester Kiki, die von ihr herablassend herumkommandiert wird, ist auf Lees Seite, doch die Dinge verkomplizieren sich zusehends, als sich Eddie und Kiki ineinander verlieben.
Nach elfjähriger Schaffenspause als Regisseur (1990: "Coupe De Ville") sichtlich eingerostet, leidet Joe Roth' zunächst dank Crystals scharfem Witz durchaus komischer Film unter seinem holprigen Rhythmus, wenig kinoreifen Bildern und dem vergeblichen Bemühen, Elemente der klassischen Screwballkomödie mit ätzender Hollywoodsatire unter einen Hut zu bringen. Allzu oft gibt Roth die Zügel aus der Hand und lässt den Dingen freien Lauf, wo es starker Führung bedurft hätte. Anstatt die sich bietenden Möglichkeiten eines solch bizarren Ereignisses, wie es ein Pressejunket allzu oft ist, nach Art von "Notting Hill" auszuschöpfen und so den Druck von Innen und Außen zu erhöhen, flüchtet sich der überforderte Regisseur in niederste Humorgefilde, wenn Crystals Genitalbereich gleich zweimal ausgedehnt von einem bissigen Dobermann abgeschleckt werden muss. Dass der Schuss nicht völlig nach hinten losgeht, hat Roth seinem formidablen Darstellerteam zu verdanken, dass jene Funken, die die Inszenierung vermissen lässt, mit bloßer Präsenz fliegen lässt. Zeta-Jones, Cusack und Roberts ziehen den Karren immer wieder aus dem Dreck und werden von Crystal und - in kleinen Nebenrollen - Hank Azaria als lispelnder spanischer Liebhaber Gwens und Alan Arkin als Eddies geldgieriger New-Age-Guru nach Kräften unterstützt. Der kommerzielle Erfolg wird also nie gefährdet in dieser 46-Mio.-Dollar-Grille, die stets mehr selbstverliebte Nabelschau denn selbstironische Satire ist. ara.
| Darsteller: | Julia Roberts | als Kiki Harrison | |
|---|---|---|---|
| Catherine Zeta-Jones | als Gwen Harrison | ||
| Billy Crystal | als Lee Phillips | ||
| John Cusack | als Eddie Thomas | ||
| Hank Azaria | als Hector | ||
| Stanley Tucci | als Dave Kingman | ||
| Christopher Walken | als Hal Weidmann | ||
| Seth Green | als Danny Wax | ||
| Alan Arkin | als Wellness-Guru | ||
| Scot Zeller | als Davis | ||
| Rainn Wilson | als Kevin O'Hanlon | ||
| Regie: | Joe Roth | ||
| Drehbuch: | Billy Crystal | ||
| Peter Tolan | |||
| Produzent: | Susan Arnold | ||
| Donna Arkoff Roth | |||
| Billy Crystal | |||
| Koproduzent: | Allegra Clegg | ||
| Bruce A. Block | |||
| Ausf. Produzent: | Charles Newirth | ||
| Peter Tolan | |||
| Kamera: | Phedon Papamichael | ||
| Schnitt: | Stephen A. Rotter | ||
| Musik: | James Newton Howard | ||
| Produktionsdesign: | Garreth Stover | ||
| Chris Cornwell | |||
| Denny Dugally | |||
| Kostüme: | Ellen Mirojnick | ||
| Jeffrey Kurland | |||
| Ton: | Robert Eber | ||
Michael Douglas hat sich zu seinem 58. Geburtstag etwas Besonderes einfallen lassen.
Als blonder Rauschgold-Engel erschien der Hollywood-Star mit seiner Gattin Catherine Zeta-Jones, auch erblondet, auf ihrer gemeinsamen Geburtstagsfeier im New Yorker Marriott Marquiz Hotel. Die Hauptdarstellerin aus "America's Sweethearts" erblickte am selben Tag das Licht der Welt. Sie wurde 33. Mit von der Partie war auch "Superman" Christopher Reeve, der sein 50. Wiegenfest feierte.
Blickfang des Abends war aber unbestritten Michael Douglas. Der Star aus "Sag kein Wort" sorgte mit seiner neuen Haarfarbe bei den anderen Gästen des Restaurants für Sprachlosigkeit. Ein Augenzeuge berichtet: "Als Michael den Raum betrat, verstummten die meisten Gespräche. Dann hörte man ein erstauntes Raunen. Es lag an seinen Haaren. Die waren strohblond und er sah damit ganz anders aus als sonst."
Michael scheint die Aufregung aber sichtlich genossen zu haben. Wie berichtet wurde, feierte er mit seinen Gästen ausgelassen bis weit nach Mitternacht.
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