Kompromißloses Drama um Rassismus in einem hyperrealistischen Bildersturm. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf04/b9904025/b150x150.jpg American History X

Filmdetails

American History X

Kompromißloses Drama um Rassismus in einem hyperrealistischen Bildersturm.


American History X
Start: 25.02.1999

Drama

USA 1998
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Edward Norton
Edward Furlong
Fairuza Balk

Regie: Tony Kaye
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Durch die Ermordung dreier Schwarzer, die sein Auto stehlen wollten, wurde Derek (Edward Norton) zum Held für die Skinhead-Szene. Nach seiner Haftentlassung suchen die Skins seine Nähe, darunter auch sein jüngerer Bruder Danny (Edward Furlong). Derek, der sich im Gefängnis von Gewalt und Rassismus gelöst hat, versucht, auch Danny zur Umkehr zu bewegen.

Eindrucksvolles Regiedebüt des britischen Werbefilmers Tony Kaye, der ein heikles Thema zu einem aufrüttelnden Gesellschaftsporträt verwandelt. Edward Norton kann einmal mehr seine Klasse beweisen und wurde völlig zu Recht für den Oscar nominiert.


Kritik

Kompromissloses Drama um Rassismus in einem hyperrealistischen Bildersturm.

Großansicht Derek macht aus seiner rassistischen Einstellung kein Geheimnis (Foto: Kinowelt)

Derek macht aus seiner rassistischen Einstellung kein Geheimnis (Foto: Kinowelt)

Für den 16-jährigen Skinhead Danny (Edward Furlong) ist sein älterer Bruder Derek (Edward Norton) ein Held. Dieser hat drei Schwarze getötet, als sie sein Auto stehlen wollten. Durch diesen Akt der Gewalt ist der junge Mann zu einer Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen. Kaum aus der Haft entlassen, suchen die Ex-Kumpels wieder Dereks Nähe - allen voran Danny.

Keiner weiß aber, dass Derek im Gefängnis Hass, Gewalt und Rassismus abgeschworen hat und nun versucht, wieder im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen. Vor allem liegt ihm jedoch daran, Dannys Seele zu retten.

Großansicht Nach dem Knast ist Derek ein völlig neuer Mensch (Foto: Kinowelt)

Nach dem Knast ist Derek ein völlig neuer Mensch (Foto: Kinowelt)

Heikles Thema

Der britische Werbefilmer Tony Kaye gibt mit diesem brutalen, kompromisslosen Drama über Rassismus, Verblendung und die Wurzeln des Hasses sein visuell faszinierendes und inhaltlich aufregendes Spielfilm-Debüt.

Hyperrealistische Bilder, verschachtelte Rückblenden und ein groß aufspielender Edward Norton, der für seine überzeugende Verkörperung des Derek zu Recht für einen Oscar nominiert wurde, machen "American History X" zu einem beunruhigenden und überaus stimmigen Gesellschaftsporträt, das nicht nur für die USA Gültigkeit besitzt. Ein heikler, schwieriger Film, der nicht nur ein politisch interessiertes Publikum anspricht.

American History X

Darsteller:  Edward Norton   als Derek Vinyard
  Edward Furlong   als Danny Vinyard
  Fairuza Balk   als Stacey
  Beverly D'Angelo   als Doris Vinyard
  Avery Brooks   als Bob Sweeney
  Stacy Keach   als Cameron Alexander
  Jennifer Lien   als Davina Vinyard
  Elliott Gould   als Murray
  William Russ   als William Russ
  Ethan Suplee   als Seth
  Joe Cortese   als Rasmussen
  Guy Torry   als Lamont
  Giuseppe Andrews   als Jason
  Antonio David Lyons   als Lawrence
  Keram Malicki-Sanchez   als Chris
  Jordan Marder   als Curtis
  Nicholas R. Oleson   als Huge Aryan
  Anne Lambton   als Cassandra
  Alex Sol   als Mitch McCormick
  Paul Le Mat   als McMahon
 
Regie:  Tony Kaye  
Drehbuch:  David McKenna  
Produzent:  John Morrissey  
Koproduzent:  Jon Hess  
  David McKenna  
Ausf. Produzent:  Lawrence Turman  
  Steve Tisch  
  Kearie Peak  
  Bill Carraro  
Kamera:  Tony Kaye  
Schnitt:  Jerry Greenberg  
  Alan Heim  
Musik:  Anne Dudley  
Produktionsdesign:  Jon Gary Steele  
  Daniel Olexiewicz  
  James Kyler Black  
Kostüme:  Douglas Hall  
Ton:  Steve Nelson  

Brando geht auf die Palme

Tony Kaye mit zweifelhaftem Humor bei Marlon Brandos Schauspiellehrgang - Auftritt als Osama Bin Laden endet mit Rausschmiss.

Marlon Brando: Despot und Casanova?

Marlon Brando: Despot und Casanova?

Hollywood-Legende Marlon Brando ist bei seinen Schauspielschülern für ungewöhnliche Unterrichtsmethoden bekannt. Diesmal hat allerdings einer seiner Kursteilnehmer kräftig über die Stränge geschlagen: Tony Kaye erschien mit einigen Kollegen zu einer Übungsstunde - verkleidet als Osama Bin Laden. Er bezeichnete seinen Auftritt als "Kunst-Performance, die den anderen Teilnehmern die Angst vor Terrorismus nehmen sollte."

Kaye ist nicht erst seit seinem Rassendrama "American History X" für seine kontroversen Ansichten bekannt. Den Kunstsinn der anderen Teilnehmer traf er mit seiner Aktion aber offenbar nicht. Jon Voight ("Tomb Raider", "Pearl Harbor") dazu: "Das war ein völlig bescheuerter Auftritt und alles andere als lustig!"

Brando reagierte und ließ der Gruppe um Tony Kaye mitteilen, dass ihre Anwesenheit für den Rest des Lehrgangs nicht mehr erwünscht sei.

Das brachte den hitzköpfigen Regisseur auf die Palme. Er sagte, die anderen Kursteilnehmer seien sowieso alle Langweiler gewesen. Auch für Marlon Brando fand er wenig freundschaftliche Worte: "Der soll gleich zu den Taliban gehen, da würde er sich sicher wohl fühlen: 100 Frauen, 14.000 Kinder, keine Musik und keiner darf den Mund aufmachen!"

Star

Edward Norton

Der blonde Schauspieler mit dem Habitus eines Yuppies, der Maske eines Biedermannes, hinter dem sich gefährliche Charaktere verbergen können...

Star

Edward Furlong

Zornige Söhne, verstörte Brüder, junge Rebellen, unangepasste Außenseiter und introvertierte Charaktere bestimmen die Rollen von Edward...

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