Edward Norton
Edward Furlong
Fairuza Balk
Regie: Tony Kaye
Verleih: Studiocanal
Durch die Ermordung dreier Schwarzer, die sein Auto stehlen wollten, wurde Derek (Edward Norton) zum Held für die Skinhead-Szene. Nach seiner Haftentlassung suchen die Skins seine Nähe, darunter auch sein jüngerer Bruder Danny (Edward Furlong). Derek, der sich im Gefängnis von Gewalt und Rassismus gelöst hat, versucht, auch Danny zur Umkehr zu bewegen.
Eindrucksvolles Regiedebüt des britischen Werbefilmers Tony Kaye, der ein heikles Thema zu einem aufrüttelnden Gesellschaftsporträt verwandelt. Edward Norton kann einmal mehr seine Klasse beweisen und wurde völlig zu Recht für den Oscar nominiert.
Kompromissloses Drama um Rassismus in einem hyperrealistischen Bildersturm.
Für den 16-jährigen Skinhead Danny (Edward Furlong) ist sein älterer Bruder Derek (Edward Norton) ein Held. Dieser hat drei Schwarze getötet, als sie sein Auto stehlen wollten. Durch diesen Akt der Gewalt ist der junge Mann zu einer Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen. Kaum aus der Haft entlassen, suchen die Ex-Kumpels wieder Dereks Nähe - allen voran Danny.
Keiner weiß aber, dass Derek im Gefängnis Hass, Gewalt und Rassismus abgeschworen hat und nun versucht, wieder im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen. Vor allem liegt ihm jedoch daran, Dannys Seele zu retten.
Der britische Werbefilmer Tony Kaye gibt mit diesem brutalen, kompromisslosen Drama über Rassismus, Verblendung und die Wurzeln des Hasses sein visuell faszinierendes und inhaltlich aufregendes Spielfilm-Debüt.
Hyperrealistische Bilder, verschachtelte Rückblenden und ein groß aufspielender Edward Norton, der für seine überzeugende Verkörperung des Derek zu Recht für einen Oscar nominiert wurde, machen "American History X" zu einem beunruhigenden und überaus stimmigen Gesellschaftsporträt, das nicht nur für die USA Gültigkeit besitzt. Ein heikler, schwieriger Film, der nicht nur ein politisch interessiertes Publikum anspricht.
| Darsteller: | Edward Norton | als Derek Vinyard | |
|---|---|---|---|
| Edward Furlong | als Danny Vinyard | ||
| Fairuza Balk | als Stacey | ||
| Beverly D'Angelo | als Doris Vinyard | ||
| Avery Brooks | als Bob Sweeney | ||
| Stacy Keach | als Cameron Alexander | ||
| Jennifer Lien | als Davina Vinyard | ||
| Elliott Gould | als Murray | ||
| William Russ | als William Russ | ||
| Ethan Suplee | als Seth | ||
| Joe Cortese | als Rasmussen | ||
| Guy Torry | als Lamont | ||
| Giuseppe Andrews | als Jason | ||
| Antonio David Lyons | als Lawrence | ||
| Keram Malicki-Sanchez | als Chris | ||
| Jordan Marder | als Curtis | ||
| Nicholas R. Oleson | als Huge Aryan | ||
| Anne Lambton | als Cassandra | ||
| Alex Sol | als Mitch McCormick | ||
| Paul Le Mat | als McMahon | ||
| Regie: | Tony Kaye | ||
| Drehbuch: | David McKenna | ||
| Produzent: | John Morrissey | ||
| Koproduzent: | Jon Hess | ||
| David McKenna | |||
| Ausf. Produzent: | Lawrence Turman | ||
| Steve Tisch | |||
| Kearie Peak | |||
| Bill Carraro | |||
| Kamera: | Tony Kaye | ||
| Schnitt: | Jerry Greenberg | ||
| Alan Heim | |||
| Musik: | Anne Dudley | ||
| Produktionsdesign: | Jon Gary Steele | ||
| Daniel Olexiewicz | |||
| James Kyler Black | |||
| Kostüme: | Douglas Hall | ||
| Ton: | Steve Nelson | ||
Tony Kaye mit zweifelhaftem Humor bei Marlon Brandos Schauspiellehrgang - Auftritt als Osama Bin Laden endet mit Rausschmiss.
Hollywood-Legende Marlon Brando ist bei seinen Schauspielschülern für ungewöhnliche Unterrichtsmethoden bekannt. Diesmal hat allerdings einer seiner Kursteilnehmer kräftig über die Stränge geschlagen: Tony Kaye erschien mit einigen Kollegen zu einer Übungsstunde - verkleidet als Osama Bin Laden. Er bezeichnete seinen Auftritt als "Kunst-Performance, die den anderen Teilnehmern die Angst vor Terrorismus nehmen sollte."
Kaye ist nicht erst seit seinem Rassendrama "American History X" für seine kontroversen Ansichten bekannt. Den Kunstsinn der anderen Teilnehmer traf er mit seiner Aktion aber offenbar nicht. Jon Voight ("Tomb Raider", "Pearl Harbor") dazu: "Das war ein völlig bescheuerter Auftritt und alles andere als lustig!"
Brando reagierte und ließ der Gruppe um Tony Kaye mitteilen, dass ihre Anwesenheit für den Rest des Lehrgangs nicht mehr erwünscht sei.
Das brachte den hitzköpfigen Regisseur auf die Palme. Er sagte, die anderen Kursteilnehmer seien sowieso alle Langweiler gewesen. Auch für Marlon Brando fand er wenig freundschaftliche Worte: "Der soll gleich zu den Taliban gehen, da würde er sich sicher wohl fühlen: 100 Frauen, 14.000 Kinder, keine Musik und keiner darf den Mund aufmachen!"
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