In einem spanischen Altbau wartet jede Menge Kohle und noch mehr Ärger auf eine allzu neu- und geldgierige Maklerin. Schwarze Komödie. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf50/b0150105/b150x150.jpg Allein unter Nachbarn - La comunidad

Filmdetails

Allein unter Nachbarn - La comunidad

In einem spanischen Altbau wartet jede Menge Kohle und noch mehr Ärger auf eine allzu neu- und geldgierige Maklerin. Schwarze Komödie.


Allein unter Nachbarn - La comunidad
Start: 10.01.2002

Originaltitel: La comunidad

Komödie / Thriller

Spanien 2000
Laufzeit: 106 Min.

Carmen Maura
María Asquerino
Eduardo Antuña

Regie: Álex de la Iglesia
Verleih: Arsenal

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Action
Humor
Romantik
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Inhalt

Als Maklerin Julia ihr Traumapartment in einem Altbau der Madrider Innenstadt bezieht, ahnt sie noch nicht, in was für eine Raubtierhöhle sie sich begeben hat: Die ganze Hausgemeinschaft ist scharf auf das Vermögen eines einsamen, alten Herren, der direkt über ihr wohnt. Als dieser stirbt und die Jagd auf seine Hinterlassenschaft beginnt, ist es ausgerechnet Julia, bei der die Kohle landet.


Kritik

Allein unter Nachbarn - La comunidad

Zu Besuch in ein ganz und gar nicht ehrenwertes Haus lädt Spaniens neuer Regiestar Alex de la Iglesia in dieser doppelbödigen Mischung aus Sozialgroteske, Kriminalkomödie und surrealer Horrorpoesie. Carmen Maura fällt unter brandstiftende Biedermänner und hat alle Mühe, im verwinkelten Intrigenreigen einer nur scheinbar unscheinbaren Hausgemeinschaft Übersicht, Geld und Leben zu behalten.

An Deutschlands Feuilletons ging seine Existenz bislang fast spurlos vorüber, doch der Horror-, Fantasy- und Thrillergemeinde ist der Regisseur Alex de la Iglesia schon seit einem guten Jahrzehnt ein fester Begriff. In Spanien selbst hat sich der Baske längst aus der Nische des Genrefilmers gelöst und gilt nach einer Serie von nationalen Hits, gekrönt zuletzt von der iberischen "Forrest Gump"-Variante "Dying of Laughter" (die hierzulande noch nicht einmal auf Video erschien), als No.2 des Landes hinter dem regierenden König Pedro Almodovar. Noch. Nachdem die recht amerikanisch gewirkte David-Lynch-Hommage "Perdita Durango" in den internationalen Lichtspielhäusern einen relativen Achtungserfolge erzielte, erblickt nun mit "La Comunidad" erstmals ein typisch spanischer Stoff des Regisseurs deutsche Leinwände. Ein kommerzielles Wagnis, gewiss, doch dürften wohlvertraute Genreelemente, hohe Unterhaltungsqualitäten sowie die von Almodovar ausgeborgte First Lady der spanischen Schauspielzunft, Carmen Maura, wohl dafür sorgen, dass es sich zumindest im Programmkino-Rahmen lohnt.

In einem heruntergekommen wirkenden Altbau in der Madrider Innenstadt verliebt sich Maklerin Julia (Carmen Maura, nicht nur wegen ihres Jobs und des rosafarbenen Kostüm schwer an Annette Bening in "American Beauty" erinnernd) in ein bildschönes Apartment und beschließt kurzerhand, die Immobilie für sich selbst zu requirieren. Beim Probewohnen macht sie noch eine weitere, viel interessantere Entdeckung: In der Wohnung direkt über der ihren liegt nicht nur die halbverweste Leiche eines einsamen, alten Sonderlings, sondern auch, fein säuberlich verpackt und unter Dielenbrettern vergraben, dessen Geldschatz im Schätzwert von 300 Mio. Peseten. Julia zögert keine Sekunde und transportiert den Reichtum Stück für Stück in die eigene Wohnung. Was sie nicht ahnt: Die gesamte Hausgemeinschaft spekuliert schon seit vielen, vielen Jahren auf den Besitz des alten Herren, hat nur auf den Moment seines Ablebens gewartet (weshalb sich der Alte auch kaum noch nach draußen traute) und verspürt nun nicht die geringste Lust, den anvisierten Schatz einer hergelaufenen Vorstadtschnepfe zu überlassen.

Hitchcock und Polanski lassen schön grüßen, wenn eine vergleichsweise traute Umgebung sich schleichend zur beklemmenden Falle entwickelt und vormals gesetzestreue Spießbürger in nackter Gier zu skrupellosen Monstern mutieren. Was wie eine freundliche Gesellschaftssatire mit zarten, schwarzhumorigen Ansätzen beginnt, entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einem wilden Horrortrip, dessen hysterisches Finale über den Dächern von Madrid sich noch am ehesten mit der Slapstick-geladenen Mammon-Hetzjagd aus dem Spencer-Tracy-Klassiker "Eine total verrückte Welt" vergleichen lässt. De la Iglesia entwirft ein schillerndes Panoptikum der schrillen Typen und setzt damit einen wunderbaren Kontrapunkt zum gelackten Casting amerikanischer Genrefilme, in denen selbst die kleinsten Nebenrollen mit glatten Kataloggesichtern besetzt werden. Der mediterrane Genrefilm lebt, und wenn Spanien nun in die Bresche der Italiener springt, soll dies dem Cineasten nur recht sein. ab.

Allein unter Nachbarn - La comunidad

Darsteller:  Carmen Maura   als Julia
  María Asquerino   als Encarna
  Eduardo Antuña   als Charly
  Jesús Bonilla   als Ricardo
  Marta Fernández Muro   als Paquita
  Paca Gabaldón   als Hortensia
  Ana Gabarain   als Karina
  Sancho Gracia   als Castro
  Emilio Gutiérrez Caba   als Emilio
  Kiti Manver   als Dolores
  Terele Pávez   als Ramona
  Roberto Perdomo   als Oswaldo
  Manuel Tejada   als Chueca DA
  Enrique Villén   als Domínguez
  Eduardo Gómez   als García
 
Regie:  Álex de la Iglesia  
Drehbuch:  Jorge Guerricaecheverría  
  Álex de la Iglesia  
Produzent:  Andrés Vicente Gómez  
Koproduzent:  Marco Gómez  
Kamera:  Kiko de la Rica  
Schnitt:  Alejandro Lázaro  
Musik:  Roque Baños  
Produktionsdesign:  José Luis Arrizabalaga  
  Biaffra  
Kostüme:  Paco Delgado  
Ton:  Antonio Rodríguez  

Von Natalie Portman bis Sofia Coppola: Die Highlights der Filmfestspiele in Venedig

Festivalleiter Marco Müller hat in einem äußerst attraktiven Wettbewerb mehrere Goldene-Löwen-Sieger, kraftvolle US-Indies, Weltstars ohne Ende und Blutbäder mit Sogwirkung verpackt. Man darf gespannt sein.

Großansicht Wie gemacht für die Maskenstadt Venedig: Natalie Portman als Ballerina im Mystery-Thriller "Black Swan" - ein Eröffnungsfilm mit Starpower! (Foto: Fox)

Wie gemacht für die Maskenstadt Venedig: Natalie Portman als Ballerina im Mystery-Thriller "Black Swan" - ein Eröffnungsfilm mit Starpower! (Foto: Fox)

BLACK SWAN
Im Anschluss an die Eröffnungsgala
Darren Aronofsky, dessen "The Wrestler" vor zwei Jahren den Goldenen Löwen holte, lässt Natalie Portman als Balletttänzerin auf die Rivalin Mila Kunis treffen, als sie unter dem künstlerischen Leiter des New Yorker Balletts (Vincent Cassel) "Schwanensee" proben. Erstmals stammt das Drehbuch nicht von Aronofsky, sondern von Andreas Heinzel.

LA PECORA NERA
Im ersten der vier italienischen Beiträge im Wettbewerb setzt sich Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Ascanio Celestini in Form einer satirisch unterfütterten Tragikomödie mit der Gesellschaft unter Berlusconi auseinander, beschreibt sie als Gesellschaft von Dieben und wirft einen luziden und poetischen Blick auf die Linke des Landes.

MIRAL
Julian Schnabel, spätestens seit "Schmetterling und Taucherglocke" (Regiepreis Cannes) ein Name, legt ein Drama um eine palästinensische Waise vor, die 1967 am Vorabend des ersten arabisch-israelischen Kriegs aufwächst und in den Konflikt hineingezogen wird. Mit der bildschönen Freida Pinto ("Slumdog Millionär"), der wunderbaren Hiam Abbass ("Lemon Tree"), Willem Dafoe, Vanessa Redgrave und Alexander Siddig. Schnabel, 2000 mit "Before Night Falls" im Wettbewerb, gewann 1996 mit "Basquiat" den Großen Spezialpreis der Jury.

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NORWEGIAN WOOD
Der erste japanische Spielfilm des Exil-Vietnamesen Tran Anh Hung, der 1995 mit "Cyclo" den Goldenen Löwen gewann, basiert auf einem Bestseller von Haruki Murakami. Als er John Lennons Beatles-Song "Norwegian Wood" hört, erinnert sich Toru an sein Leben in den Sechzigern, als sich sein Freund umbrachte und er dessen Freundin Naoko (Rinko Kikuchi) näher kam. Die gemeinsame Trauerarbeit findet ein Ende, als Toru eine andere Frau, Midori, kennenlernt.

HAPPY FEW
Nach seinem in Cannes 2006 vorgestellten, mehrfach ausgezeichneten Debüt "Kalte Duschen", wo er Schüler zwischen Sex und Liebe verfolgte, beleuchtet Antony Cordier die Motivationen, die hinter Liebesaffären stehen können. Die beiden Paare, die in die Versuchsanordnung stolpern, sich finden, verlieben und wieder verlieren, werden von Marina Foïs, Roschdy Zem, Elodie Bouchez und Nicolas Duvauchelle verkörpert.

SOMEWHERE
Nach "Lost in Translation", der in Venedig in einer Nebenreihe entdeckt wurde, kehrt Sofia Coppola wieder mit einem Hotelfilm an den Lido zurück. Schauspieler Marco (Stephen Dorff) wird aus seinem aus Starlets, Sex, Partys und Langeweile am Pool bestehenden Leben gerissen, als seine Tochter (Elle Fanning) auftaucht. Gedreht wurde im berühmten Chateau Marmont Hotel, das Größen wie Jim Morrison, Led Zeppelin, James Dean und den Tod von John Belushi sah.

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OVSYANKI (SILENT SOULS)
Melancholisches Drama über zwei Männer, die mit der Leiche der verstorbenen Frau des einen zu einem Fluss reisen, um sie dort zu begraben. Dort hatte das Paar seine Flitterwochen erlebt. Das Roadmovie ist der dritte Film von Alexei Fedorchenko, der 2005 in Venedig die Doku "Somewhere in the Stars" vorstellte.

POTICHE
Der zwölfte Spielfilm von François Ozon ("Swimming Pool") glänzt mit Starbesetzung. Als der tyrannische Besitzer einer Regenschirmfabrik (Fabrice Luchini) enteignet wird, übernimmt seine Frau (Catherine Deneuve) die Führung der Firma. Vom Ex-Lover (Gérard Depardieu), einem kommunistischen Abgeordneten, unterstützt, erweist sie sich als die bessere Chefin. Bei Ozons Experimentierlust, in die Karin Viard, Judith Godrèche und Jérémie Renier einfallen, darf man gespannt sein.

LA PASSIONE
Surreale Komödie über das Kinobusiness, in der Toskana gedreht. Ein chaotischer, nicht mehr ganz junger Regisseur (Silvio Orlando), einst als neue Hoffnung gefeiert, erhält eine letzte Chance, muss absurde Kompromisse und einen weiblichen TV-Star ("Sisi" Cristiana Capotondi) in Kauf nehmen. Regisseur Carlo Mazzacurati, 2000 mit der Komödie "La lingua del santo" im Wettbewerb, gewann 1999 mit "Ritratti" den Kinderfilmpreis.

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MEEK'S CUTOFF
Western um den legendären Oregon Trail 1845, der härtesten Passage im Wilden Westen, über den der erfahrene Bergführer Stephen Meek (Bruce Greenwood) einen Wagentreck führen soll. Eine Geschichte von Hungersnot, Goldminen und Indianern, inszeniert von Kelly Reichardt, die mit Michelle Williams bereits bei "Wendy and Lucy" (2008) zusammenarbeitete.

DETECTIVE DEE & THE MYSTERY OF THE PHANTOM FLAME
Der nimmermüde Tsui Hark, der das Festival 2005 mit "Die sieben Schwerter" eröffnete, führt mit dem historischen Thriller ins China von 690, als Kaiserin Wu Ze Tran vor der Krönung steht. Als sich eine unerklärliche Todesserie ereignet, holt sie den exilierten Detektiv Dee zu Hilfe. Mit den Hongkong-Stars Andy Lau, Carina Lau und Tony Leung Ka Fai haben Genrefreunde Aussicht auf glänzende Fantasy-Action.

POST MORTEM
Im seltenen 1:2,66-Breitwandformat inszenierte der Chilene Pablo Larrain die um die verhängnisvolle Historie seiner Heimat kreisende Geschichte des 55-jährigen Mario, der in einer Leichenhalle arbeitet und Autopsieberichte schreibt. Er denkt immerzu an seine Nachbarin, Tänzerin Nancy, die auf mysteriöse Weise verschwand. Als auch ihr Bruder und ihr Vater verhaftet werden, macht sich Mario auf, Nancy zu finden. Larrain war 2008 mit dem Thriller "Tony Manero" aufgefallen.

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ESSENTIAL KILLING
Jerzy Skolimowski, Regisseur der Generation Polanski, war bereits drei Mal im Wettbewerb und 2001 Mitglied der Jury. "Essential Killing" ist ein provozierender Thriller fast ohne Dialoge. Von US-Truppen gefangen, landet ein Afghane (Vincent Gallo) in einem namenlosen europäischen Land. Er entkommt und tötet im Überlebenskampf in der Frostlandschaft jeden, der sich ihm in den Weg stellt.

PROMISES WRITTEN IN WATER
Sieben Jahre nach dem Skandal in Cannes mit "The Brown Bunny" macht sich Vincent Gallo wieder ohne festes Drehbuch an die Geschichte um eine Frau am Rand des Todes. Ein junges Mädchen (Delfine Bafort), schwerkrank, geht nicht ins Krankenhaus, sondern will sich umbringen. Damit sie danach verbrannt wird, engagiert sie einen Fotografen, der ihren Wunsch erfüllen soll. Indie-Produktion, die Gallo mit wenigen 100.000 Dollar eigenfinanzierte.

NOI CREDEVAMO
Im Epos von Mario Martone ziehen Luigi Lo Cascio, Valerio Binasco, Anna Bonaiuto und Francesca Inaudi in den Kampf um die nationale Einheit Italiens Mitte des 19. Jahrhunderts, das "Risorgimento". Dazu die Stars Luca Zingaretti und Toni Servillo ("Il Divo", "Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra"). Martone, 1992 mit dem Spezialpreis der Jury für "Tod eines neapolitanischen Mathematikers" und 1994 für "Miracoli" ausgezeichnet, inszenierte den mit 204 Minuten längsten Film im Programm.

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BALADA TRISTE DE TROMPETA
Der durch schwarzhumorige Arbeiten wie "Allein unter Nachbarn - La comunidad" oder "Ein ferpektes Verbrechen" bekannte Álex de la Iglesia beschreibt seinen neuen Film als "groteske Tragödie komödiantischen Horrors" zwischen Zirkus und Milizionären der Franco-Ära: Während des Spanischen Bürgerkriegs 1937 verlieben sich zwei entwurzelte vernarbte Clowns in die schöne Trapezartistin.

ATTENBERG
Marina (Ariane Labed) wächst bei ihrem Vater in einer Küstenstadt auf. Sie hält sich von Menschen fern, hört Songs über Selbstmorde, schaut Dokus über Primaten von Sir David Attenborough. Als ein Fremder in der Stadt auftaucht, ist Marina nicht nur beim Fußballspiel gefordert. Es ist der dritte Film der Regisseurin Athina Rachel Tsangari.

VÉNUS NOIR
Erstmals wendet sich der maghrebinische Regisseur Abdellatif Kechiche, vielfach prämiert für "Couscous mit Fisch", einem historischen, nicht in Frankreich angesiedelten Stoff zu. Erzählt wird die Geschichte der Afrikanerin Sarah Baartman, die Anfang des 19. Jahrhunderts als Sklavin nach England kam und dort als "Hottentotten- Venus" auf Jahrmärkten gezeigt wurde. Als Schausteller ist Olivier Gourmet zu sehen.

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DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN
Nach dem gleichnamigen mit dem Premio Strega ausgezeichneten Bestseller von Paolo Giordano erzählt Regisseur Saverio Costanzo ("Private") von der Liebe zwischen Mattia und Alice, die von Verlusten traumatisiert sind. Mit Luca Marinelli, Shooting-Star Alba Rohrwacher und Isabella Rossellini attraktiv besetzt.

13 ASSASSINS
Als "episches Samurai-Blutbad" legt Japans produktivster und mit Takeshi Kitano innovativster Regisseur, Takashi Miike, einen in der Shogun-Ära angesiedelten Genrefilm vor. Um einen durch Immunität geschützten Warlord zu beseitigen, werden die Samurai des Geheimbunds 13 Assassins angeheuert, ihm in einer Totenstadt im Gebirge einen Hinterhalt zu stellen. Die Belagerung wird zum Gemetzel. Remake des gleichnamigen Schwarz-Weiß-Klassikers von Eiichi Kudo von 1963.

ROAD TO NOWHERE
20 Jahre nach dem 1989 im Wettbewerb gelaufenen Abenteuerfilm "Iguana" (Spezialpreis der Filmkritik) stellt Monte Hellman, 77-jähriger Kultregisseur und Veteran des New Hollywood, einen Film noir vor, der den Titel des berühmten Talking Heads-Songs trägt. Ein junger Filmemacher wird in Verbrechen und Verschwörung verwickelt. Shannyn Sossamon als Femme fatale und Dominique Swain als Bloggerin hoffen wie Hellman aufs Comeback.

Bilder zu "Jûsan-nin no shikaku"

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BARNEY'S VERSION
Die pikareske und bewegende Geschichte eines Exzentrikers bietet Paul Giamatti nach "American Splendor" und "Sideways" wieder eine Rolle nach Maß. In einem furiosen Ritt geht es kreuz und quer durchs Leben von Barney Panofsky, Kampftrinker, Zigarrenraucher, Schandmaul und TV-Produzent, der mit 65 über Exzesse, Erfolge und Niederlagen seines Lebens nachdenkt. Helfer bei der Erinnerungsarbeit sind Dustin Hoffman, Bond-Girl Rosamund Pike ("Stirb an einem anderen Tag") und Minnie Driver. Richard J. Lewis, TV-Regisseur und Produzent von 44 Folgen "CSI", inszenierte.

DREI
Nach einem Jahrzehnt mit internationalen Projekten - von "Heaven" über "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" zu "The International" - kehrt Tom Tykwer zu seinem ersten deutschsprachigen Film seit "Der Krieger und die Kaiserin" und seinem kreativen Zuhause zurück. Er erzählt von einem Paar in den Vierzigern, das schon lange zusammen ist. Beide verlieben sich neu - ausgerechnet in dieselbe Person. Sophie Rois, Devid Striesow und Sebastian Schipper geben die "Drei".

THE TEMPEST
Abschlussfilm, außer Konkurrenz
Julie Taymors eigenwillige spektakuläre Shakespeare-Adaption, anlässlich des 400-Jahre-Jubiläums des mystischen Spätwerks entstanden, macht aus Prospero die Hexe Prospera (Oscar-Preisträgerin Helen Mirren, vorher für "Die Queen" mit dem Darstellerpreis in Venedig geehrt), die lustvoll die Schiffbrüchigen auf ihrer Insel peinigt. Taymor gewann Russell Brand als Narr Trinculo, Alfred Molina, Djimon Hounsou, Chris Cooper, David Strathairn, Felicity Jones und Ben Whishaw für den Mix aus Rache, Romanze und Verrat.

Bilder zu "The Tempest"

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Star

Carmen Maura

Sie war die neue Frau in Spanien nach dem Ende der Franco-Ära und bereitete jungen Schauspielerinnen wie Victoria Abril, Penelope Cruz, Maribel...

Top-Filme der Woche

  • Der Diktator

    Film der Woche: Als selbstherrlicher General Aladeen stellt Sacha Baron "Borat" Cohen lustvoll New York auf den Kopf - und reitet urkomische Attacken gegen alle Tabus

  • Lachsfischen im Jemen

    Filme der Woche: Skurrile Liebeskomödie mit Ewan McGregor, 10.000 Lachsen in der Wüste - und einem Herz an der Angel

  • 21 Jump Street

    Cops der Woche: Die Kultserie als grandiose Action-Comedy mit Jonah Hill und Channing Tatum.

  • Das Hochzeitsvideo

    Komödie der Woche: Sönke Wortmanns Filmspass um eine (Alp-)Traumhochzeit – aus der Sicht des videofilmenden Kumpels

 

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