Will Smith
Jamie Foxx
Jon Voight
Regie: Michael Mann
Verleih: Fox
In den 60ern macht ein junger schwarzer Boxer (Will Smith) von sich reden, der nicht den gängigen Klischees entsprechen will und den Mund gern voll nimmt. Cassius Clay alias Muhammad Ali lässt Sprüchen Taten folgen: Er erobert 1964 den Schwergewichts-Weltmeistertitel, konvertiert zum Islam, wird zur Unperson einer patriotisch gestimmten Heimat und zum Helden des Black-Power-Movement, als er nassforsche Medienvertreter auflaufen lässt und nicht für Uncle Sam Vietnamesen töten mag.
Meisterregisseur Michael Mann ("Heat") konzentriert sich in seinem packenden Dokudrama auf das ereignisreichste Jahrzehnt in Alis Karriere, während ein zum Muskelmann gereifter Will Smith ("Men in Black") dem Titelhelden glaubhafte Gestalt verleiht.
Superstar Will Smith brilliert in einem furiosen Portrait des größten Boxchamps aller Zeiten.
Eleganz, Stil und unglaubliche Dynamik! Diese Qualitäten zeichneten nicht nur Muhammed Ali selbst aus, sondern stehen auch für Michael Manns packendes Biopick über die zehn wichtigsten Jahre im Leben der Boxlegende. Von Alis erstem Schwergewichtstitel 1964 gegen Sonny Liston bis zum legendären "Rumble in the Jungle" 1974 zeichnet "Ali" ein tiefgreifendes Portrait der Person hinter dem ebenso großmäuligen wie charismatischen Champ.
Will Smith nähert sich dabei in seiner bisher besten schauspielerischen Leistung dem Vorbild in Physis, Mimik und Sprache beeindruckend nahe an und verwischt die Grenzen von Realität und Fiktion. Ebenso überzeugend gelingt es Michael Mann, eine Kongruenz zwischen dem dramaturgischen Handlungsbogen, dem exzellenten Soundtrack und den atemberaubenden Bildern von Emmanuel Lubezkis Kamera zu erschaffen.
So ist der Film weit mehr als eine Aneinanderreihung von Ringschlachten. Er schildert die rastlose Suche Alis nach sich selbst, seine Hinwendung zum Islam, Freundschaften und Verhältnisse und seine mehr oder weniger freiwillige Stilisierung zur ersten afroamerikanischen Ikone.
Persönliche Verluste und sportliche Niederlagen, Triumphe, kurz sein ganzes Leben kulminieren dabei im Showdown von Kinshasa. Endlich in der "Heimat" und bei sich selbst angekommen, stellt sich Ali in einem optisch nicht wuchtiger zu inszenierenden Kampf dem damaligen Schwergewichtsweltmeister George Foreman. Damit trifft Ali auf die Personifizierung aller Konventionen und Einschränkungen, denen er permanent und meist durch Außenstehende unterworfen war.
"Flowers for Algernon" räumte 1969 als "Charly" bei den Awards ab.
Schon zweimal wurde Will Smith für den Oscar nominiert: Für "Ali" und "Das Streben nach Glück". Doch nie bekam der Star, der auch Hits wie "I Am Legend" und "Hancock" auf Lager hat, den begehrten Goldjungen. Nun endlich soll es klappen: mit dem Remake einer Literaturverfilmung, die schon einmal groß abräumte: 1969 gewann die Verfilmung von "Flowers for Algernon" den Oscar. Er ging an Cliff Robertson für die beste Hauptrolle.
Das Ganze soll jetzt auch Will Smith gelingen. Er möchte "Flowers for Algernon" von Daniel Keyes neu verfilmen, selbst produzieren und die Hauptrolle spielen. Die Story, die erst eine Kurzgeschichte war und später zum Roman umgeschrieben wurde, erzählt von einem geistig unterbelichtetem Mann namens Charlie Gordon. Charlie wünscht sich aufs Sehnlichste, so schlau zu sein, wie die Menschen um ihn herum. So nimmt er an einem spektakulären Experiment teil, dass seinen IQ mit Hilfe von Abendschule und schlussendlich einer Gehirnoperation in einigen Monaten verdreifachen soll. Das Ganze gelingt - Charlie wird klüger als Einstein und findet sogar die große Liebe - doch dann erfährt er die ganze Wahrheit über das Experiment...
Nun ist davon auszugehen, dass Will Smith den Oscar unbedingt haben möchte und sicher alles daran setzen wird, dieses Projekt umzusetzen. Damit haben sich dann aber vielleicht auch Anfragen für weitere Filme erledigt, in denen Smith mit an Bord sein soll, denn schließlich ist "Hancock 2" auch schon fest in Planung und irgendwann will Will vielleicht auch mal Zeit für seine Frau Jada Pinkett und die Kinderchen haben.
Der Kumpel schlechthin. Frohnatur, Sprücheklopfer mit Herz, frechem Charme und der Fähigkeit, sich mit Leutseligkeit aus jedem Schlamassel...
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