Oliver Stones intime Monumentalbiografie mit Colin Farell als legendärer makedonischer Eroberer, Entdecker und Träumer. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz46/z0446502/b150x150.jpg Alexander

Filmdetails

Alexander

Oliver Stones intime Monumentalbiografie mit Colin Farell als legendärer makedonischer Eroberer, Entdecker und Träumer.


Alexander
Start: 23.12.2004

Historienfilm / Abenteuer

Großbritannien/Deutschland/Niederlande/Frankreich 2004
Laufzeit: 176 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Colin Farrell
Angelina Jolie
Val Kilmer

Regie: Oliver Stone
Verleih: Constantin

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Im vierten Jahrhundert vor Christus schwingt sich der junge Alexander (Colin Farrell) nach branchenüblichem Vatermord auf den Thron der Mazedonen. Unter seiner Führung gelingt es, die Griechen gewaltsam zu einen und die ständige Bedrohung aus Persien in die Schranken zu weisen. Damit noch nicht zufrieden, rücken Alexanders Truppen bis weit nach Kleinasien vor und beherrschen schließlich 95 Prozent der damals bekannten Welt.

Oliver Stone nutzt die Gunst der Monumentalfilmwelle und widmet einem der schillerndsten Eroberer der Antike ein durchaus modernes Portrait. Anthony Hopkins, Angelina Jolie, Jared Leto, Rosario Dawson und Val Kilmer stehen mit auf der Besetzungsliste. Gedreht wurde unter anderem in Marokko, Indien, England und Thailand.


Kritik

Starregisseur Oliver Stone erweckt mit Alexander eine der bedeutendsten Figuren der Weltgeschichte zum Leben - in einem Film der Superlative.

Großansicht Ein Herrscher, der mehr sucht als Mord und Totschlag (Foto: Constantin)

Ein Herrscher, der mehr sucht als Mord und Totschlag (Foto: Constantin)

Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind: Viele Regisseure wollten schon das Leben Alexanders des Großen verfilmen, ob Mel Gibson oder Baz Luhrmann. Aber streng genommen kam nur einer dafür in Frage: Mit "Geboren am 4. Juli" hat Oliver Stone das Vietnam-Trauma Amerikas beleuchtet, mit "JFK" den Moloch Politik.

Jetzt zeigt er in "Alexander" einen der größten Krieger aller Zeiten, der zugleich ein politischer Visionär war. Und sein Film wird den Dimensionen seines Helden, der vor knapp 2300 Jahren den Großteil der bekannten Welt eroberte, in jeder Hinsicht gerecht.

Großansicht Ein dramatischer Wendepunkt im Leben des Herrschers: die Schlacht gegen den indischen König (Foto: Constantin)

Ein dramatischer Wendepunkt im Leben des Herrschers: die Schlacht gegen den indischen König (Foto: Constantin)

Herr der Schlachten

Der dreifache Oscarpreisträger schuf ein Epos von einer Wucht, als wollte er alle Historienfilme Hollywoods von "Ben Hur" bis "Gladiator" in den Schatten stellen. Noch nie waren auf der Leinwand derart intensive Schlachtszenen zu sehen, bestenfalls in "Braveheart".

Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass Stone weitgehend auf digitale Tricks verzichtete. Wenn etwa bewaffnete Krieger in atemberaubenden Szenen gegen ein Heer aus Elefanten anreiten, dann ist das das Ergebnis einer brillanten Regie und einzigartiger Stunts, einer perfekten Schlachten-Choreografie.

Großansicht Vom Vorbild zum Versager: Vater Philipp (Foto: Constantin)

Vom Vorbild zum Versager: Vater Philipp (Foto: Constantin)

Keine Schwäche zeigen

Die unbändige Dynamik, die Stones gesamtes Werk auszeichnet, treibt den Film "Alexander" von einem Höhepunkt zum nächsten. Dabei geht es aber nicht um oberflächliche Actioneffekte. Das Epos führt auch die psychologischen Widersprüche seiner Figur vor, ohne jede Beschönigung.

Der erfolgreiche Stratege und Weltenlenker ist hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Bewunderung für seine Mutter, er bekämpft die eigene Angst vor Schwäche, er liebt Männer und Frauen gleichermaßen und findet doch niemals Erfüllung. Denn auch wenn Alexander als großer Krieger und Eroberer in die Geschichte eingegangen ist, so hatte er doch das Herz eines Forschers.

Großansicht Zum Erfolg braucht es eine perfekte Strategie: Alexander instruiert seine Generäle (Foto: Constantin)

Zum Erfolg braucht es eine perfekte Strategie: Alexander instruiert seine Generäle (Foto: Constantin)

Unersättliches Verlangen

Er war ein ewig Suchender, der, getrieben von Unruhe, Neugier und Verlangen, sein Ziel nie wirklich erreichte. Die Leidenschaft, die in ihm brannte, ließ ihn nach jeder Eroberung die nächste Herausforderung suchen: Ein unstillbares Verlangen.

Dass dieser Alexander so real wird, liegt nicht zuletzt an Hauptdarsteller Colin Farrell. Der irische Nachwuchsstar ("Minority Report") spielt mit einer Verausgabung, als wäre es die Rolle seines Lebens. Das heißt, es ist die Rolle seines Lebens.

Großansicht Die starke Über-Mutter: Olympias zieht die Fäden (Foto: Constantin)

Die starke Über-Mutter: Olympias zieht die Fäden (Foto: Constantin)

Zurück in die Vergangenheit

Regisseur Stone stellt ihm dafür eine Reihe exzellenter Kollegen zur Seite, von Angelina Jolie und Val Kilmer als seine Eltern über den großartigen Anthony Hopkins als geistigen Führer Ptolemäus bis zu den Jungstars Jared Leto als Freund Hephaistion und die wunderschöne Rosario Dawson als Alexanders erste Frau, die persische Prinzessin Roxane.

Dieses grandiose Epos versetzt Stone in Landschaften und Bauten, die eine Jahrtausende alte Epoche mit überwältigender Detailtreue heraufbeschwören. Auf diese Weise verwirklichte er sich nicht nur einen eigenen Kinotraum, er schuf auch einen der außergewöhnlichsten Filme dieses Jahres. Was Alexander für die Welt-, ist Stone für die Filmgeschichte ...

Alexander

Darsteller:  Colin Farrell   als Alexander
  Angelina Jolie   als Olympias
  Val Kilmer   als Philipp
  Sir Anthony Hopkins   als Ptolemaios (alt)
  Rosario Dawson   als Roxane
  Jared Leto   als Hephaistion
  Christopher Plummer   als Aristoteles
  Erol Sander   als Prinz Pharnakes
  Elliot Cowan   als Ptolemaios
  Joseph Morgan   als Philotas
  Jonathan Rhys Meyers   als Cassander
 
Regie:  Oliver Stone  
Drehbuch:  Oliver Stone  
  Christopher Kyle  
  Laeta Kalogridis  
Produzent:  Thomas Schühly  
  Jon Kilik  
  Iain Smith  
  Moritz Borman  
Ausf. Produzent:  Matthias Deyle  
  Gianni Nunnari  
  Fernando Sulichin  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Schnitt:  Thomas J. Nordberg  
  Yann Hervé  
Musik:  Vangelis  
Produktionsdesign:  Jan Roelfs  
  Jonathan McKinstry  
Kostüme:  Jenny Beavan  
Ton:  Jean-Paul Mugel  
Casting:  Billy Hopkins  
  Mark Bennett  
  Lucinda Syson  

Tyler und Kilmer vereint

Ein filmischer Erfolg stünde Val Kilmer mal wieder ganz gut zu Gesicht. Ob sein neues Projekt daran etwas ändern kann, ist fraglich.

Großansicht Ob die zuversichtlich blickende Liv dem skeptischen Val den Rücken stärken kann? (Foto: Kurt Krieger, Warner)

Ob die zuversichtlich blickende Liv dem skeptischen Val den Rücken stärken kann? (Foto: Kurt Krieger, Warner)

"Mindhunters", "Alexander", eine Nominierung für die Goldene Himbeere: Der Karriereknick ist langsam irreparabel. Aber Val Kilmer kämpft tapfer weiter. An der Seite von Liv Tyler, "Triple X"-Sternchen Asia Argento und "Zatoichi"-Star Tadanobu Asano soll er in der Bestseller-Verfilmung "Coin Locker Babies" spielen.

Der literarische Stoff deutet eher auf eine Independent-Produktion als auf einen großen Kassenerfolg hin. Die Hauptfiguren sind zwei Waisen, die als Säuglinge in einander angrenzenden Bahnhofs-Schließfächern gefunden wurden. Obwohl sie das gleiche Schicksal teilen und gemeinsam von Pflegeeltern aufgezogen werden, entwickeln die beiden Männer grundverschiedene Charaktere.

Meine liebe Rabenmutter

Der eine ist ein feinfühliger, bisexueller Rocksänger, der andere ein mordlustiger und drogenkonsumierender Stabhochspringer. Beide machen sich irgendwann auf die rachegeleitete Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Was folgt, ist eine surreale Reise durch eine bizarre Landschaft mit einem atemberaubend wilden Ende.

Noch ist nicht bekannt, welcher Star welche Rolle in dem Coming-of-age-Thriller übernehmen wird. Für die wahrscheinlich rasante Optik wird Michele Civetta sorgen, ein Werbefilm- und Musikvideo-Regisseur. Medienberichten zufolge soll Sean Lennon, Sohn des ermordeten Beatles John Lennon, am Drehbuch mitgeschrieben haben. Dank seiner Mutter Yoko Ono dürfte der ja auf einen durchaus nützlichen surrealen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

Star

Colin Farrell

Ein starker Typ mit männlicher Ausstrahlung, strahlendem Power-Gestus und sofortiger Präsenz, stahl Colin Farrell auf sensationelle Weise den...

Star

Angelina Jolie

Sie ist in jeder Beziehung ein scharfes Kaliber: Angelina Jolie, Shooting Star des Jahres 2000 und Oscar-Preisträgerin für die beste...

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