Colin Farrell
Angelina Jolie
Val Kilmer
Regie: Oliver Stone
Verleih: Constantin
Im vierten Jahrhundert vor Christus schwingt sich der junge Alexander (Colin Farrell) nach branchenüblichem Vatermord auf den Thron der Mazedonen. Unter seiner Führung gelingt es, die Griechen gewaltsam zu einen und die ständige Bedrohung aus Persien in die Schranken zu weisen. Damit noch nicht zufrieden, rücken Alexanders Truppen bis weit nach Kleinasien vor und beherrschen schließlich 95 Prozent der damals bekannten Welt.
Oliver Stone nutzt die Gunst der Monumentalfilmwelle und widmet einem der schillerndsten Eroberer der Antike ein durchaus modernes Portrait. Anthony Hopkins, Angelina Jolie, Jared Leto, Rosario Dawson und Val Kilmer stehen mit auf der Besetzungsliste. Gedreht wurde unter anderem in Marokko, Indien, England und Thailand.
Starregisseur Oliver Stone erweckt mit Alexander eine der bedeutendsten Figuren der Weltgeschichte zum Leben - in einem Film der Superlative.
Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind: Viele Regisseure wollten schon das Leben Alexanders des Großen verfilmen, ob Mel Gibson oder Baz Luhrmann. Aber streng genommen kam nur einer dafür in Frage: Mit "Geboren am 4. Juli" hat Oliver Stone das Vietnam-Trauma Amerikas beleuchtet, mit "JFK" den Moloch Politik.
Jetzt zeigt er in "Alexander" einen der größten Krieger aller Zeiten, der zugleich ein politischer Visionär war. Und sein Film wird den Dimensionen seines Helden, der vor knapp 2300 Jahren den Großteil der bekannten Welt eroberte, in jeder Hinsicht gerecht.
Ein dramatischer Wendepunkt im Leben des Herrschers: die Schlacht gegen den indischen König (Foto: Constantin)
Der dreifache Oscarpreisträger schuf ein Epos von einer Wucht, als wollte er alle Historienfilme Hollywoods von "Ben Hur" bis "Gladiator" in den Schatten stellen. Noch nie waren auf der Leinwand derart intensive Schlachtszenen zu sehen, bestenfalls in "Braveheart".
Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass Stone weitgehend auf digitale Tricks verzichtete. Wenn etwa bewaffnete Krieger in atemberaubenden Szenen gegen ein Heer aus Elefanten anreiten, dann ist das das Ergebnis einer brillanten Regie und einzigartiger Stunts, einer perfekten Schlachten-Choreografie.
Die unbändige Dynamik, die Stones gesamtes Werk auszeichnet, treibt den Film "Alexander" von einem Höhepunkt zum nächsten. Dabei geht es aber nicht um oberflächliche Actioneffekte. Das Epos führt auch die psychologischen Widersprüche seiner Figur vor, ohne jede Beschönigung.
Der erfolgreiche Stratege und Weltenlenker ist hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Bewunderung für seine Mutter, er bekämpft die eigene Angst vor Schwäche, er liebt Männer und Frauen gleichermaßen und findet doch niemals Erfüllung. Denn auch wenn Alexander als großer Krieger und Eroberer in die Geschichte eingegangen ist, so hatte er doch das Herz eines Forschers.
Zum Erfolg braucht es eine perfekte Strategie: Alexander instruiert seine Generäle (Foto: Constantin)
Er war ein ewig Suchender, der, getrieben von Unruhe, Neugier und Verlangen, sein Ziel nie wirklich erreichte. Die Leidenschaft, die in ihm brannte, ließ ihn nach jeder Eroberung die nächste Herausforderung suchen: Ein unstillbares Verlangen.
Dass dieser Alexander so real wird, liegt nicht zuletzt an Hauptdarsteller Colin Farrell. Der irische Nachwuchsstar ("Minority Report") spielt mit einer Verausgabung, als wäre es die Rolle seines Lebens. Das heißt, es ist die Rolle seines Lebens.
Regisseur Stone stellt ihm dafür eine Reihe exzellenter Kollegen zur Seite, von Angelina Jolie und Val Kilmer als seine Eltern über den großartigen Anthony Hopkins als geistigen Führer Ptolemäus bis zu den Jungstars Jared Leto als Freund Hephaistion und die wunderschöne Rosario Dawson als Alexanders erste Frau, die persische Prinzessin Roxane.
Dieses grandiose Epos versetzt Stone in Landschaften und Bauten, die eine Jahrtausende alte Epoche mit überwältigender Detailtreue heraufbeschwören. Auf diese Weise verwirklichte er sich nicht nur einen eigenen Kinotraum, er schuf auch einen der außergewöhnlichsten Filme dieses Jahres. Was Alexander für die Welt-, ist Stone für die Filmgeschichte ...
| Darsteller: | Colin Farrell | als Alexander | |
|---|---|---|---|
| Angelina Jolie | als Olympias | ||
| Val Kilmer | als Philipp | ||
| Sir Anthony Hopkins | als Ptolemaios (alt) | ||
| Rosario Dawson | als Roxane | ||
| Jared Leto | als Hephaistion | ||
| Christopher Plummer | als Aristoteles | ||
| Erol Sander | als Prinz Pharnakes | ||
| Elliot Cowan | als Ptolemaios | ||
| Joseph Morgan | als Philotas | ||
| Jonathan Rhys Meyers | als Cassander | ||
| Regie: | Oliver Stone | ||
| Drehbuch: | Oliver Stone | ||
| Christopher Kyle | |||
| Laeta Kalogridis | |||
| Produzent: | Thomas Schühly | ||
| Jon Kilik | |||
| Iain Smith | |||
| Moritz Borman | |||
| Ausf. Produzent: | Matthias Deyle | ||
| Gianni Nunnari | |||
| Fernando Sulichin | |||
| Kamera: | Rodrigo Prieto | ||
| Schnitt: | Thomas J. Nordberg | ||
| Yann Hervé | |||
| Musik: | Vangelis | ||
| Produktionsdesign: | Jan Roelfs | ||
| Jonathan McKinstry | |||
| Kostüme: | Jenny Beavan | ||
| Ton: | Jean-Paul Mugel | ||
| Casting: | Billy Hopkins | ||
| Mark Bennett | |||
| Lucinda Syson | |||
Ein filmischer Erfolg stünde Val Kilmer mal wieder ganz gut zu Gesicht. Ob sein neues Projekt daran etwas ändern kann, ist fraglich.
Ob die zuversichtlich blickende Liv dem skeptischen Val den Rücken stärken kann? (Foto: Kurt Krieger, Warner)
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Der eine ist ein feinfühliger, bisexueller Rocksänger, der andere ein mordlustiger und drogenkonsumierender Stabhochspringer. Beide machen sich irgendwann auf die rachegeleitete Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Was folgt, ist eine surreale Reise durch eine bizarre Landschaft mit einem atemberaubend wilden Ende.
Noch ist nicht bekannt, welcher Star welche Rolle in dem Coming-of-age-Thriller übernehmen wird. Für die wahrscheinlich rasante Optik wird Michele Civetta sorgen, ein Werbefilm- und Musikvideo-Regisseur. Medienberichten zufolge soll Sean Lennon, Sohn des ermordeten Beatles John Lennon, am Drehbuch mitgeschrieben haben. Dank seiner Mutter Yoko Ono dürfte der ja auf einen durchaus nützlichen surrealen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.
Ein starker Typ mit männlicher Ausstrahlung, strahlendem Power-Gestus und sofortiger Präsenz, stahl Colin Farrell auf sensationelle Weise den...
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