Originaltitel: Alexander the Great
Historienfilm / Monumentalfilm
USA 1956
Richard Burton
Fredric March
Claire Bloom
Regie: Robert Rossen
Verleih: United Artists
König Philip von Mazedonien führt stolz seine Truppen zur Feier der Geburt seines Sohnes Alexander. Als Alexander erwachsen wird, beweist er seinem Vater mit der Zerstörung eines Dorfes seinen Willen zur Macht. Er erobert Griechenland, übernimmt die Armee und bestraft Verräter. Alexander dringt nach Persien vor und tanzt betrunken auf der Siegesfeier (wie sein Vater zwischen den toten Körpern der Griechen). Vor seinem frühen Tod erlebt er moralische Reinigung und Erneuerung und betet um die Einheit der Welt und um Frieden.

Spektakuläres Epos um Alexander von Mazedonien (356 - 323 v. Chr.). Richard Burton in einer großen Rolle lebt mit Schuldvorwürfen, will sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters lösen, was seine besessene Jagd auf Perserkönig Darius erklärt, den er töten muss, solange der Vater Regent ist. Beeindruckend die Massenszenen des von Robert Rossen produzierten, geschriebenen und acht Monate in Spanien gedrehten Monumentalfilms. Höhepunkt ist jedoch Alexanders Zerschlagen des Gordischen Knotens: mit einem einzigen Schwerthieb.
| Darsteller: | Richard Burton | als Alexander | |
|---|---|---|---|
| Fredric March | als Philipp von Mazedonien | ||
| Claire Bloom | als Barsine | ||
| Stanley Baker | als Attalus | ||
| Harry Andrews | als Darius | ||
| Danielle Darrieux | als Olympias | ||
| Barry Jones | als Aristoteles | ||
| Regie: | Robert Rossen | ||
| Drehbuch: | Robert Rossen | ||
| Produzent: | Robert Rossen | ||
| Kamera: | Robert Krasker | ||
| Musik: | Mario Nascimbene | ||
Aufreizend, verrucht und zu allem fähig - so hatte sich Nicole Kidman zuletzt bevorzugt im Kino gezeigt. Doch jetzt tauscht sie Mieder gegen Babyrassel und versucht sich in einer echten Mutterrolle.
In Baz Luhrmanns Historienspektakel "Alexander der Große" will sie die Olympia spielen, Mutter des Titelhelden, den wiederum kein geringerer als Leonardo DiCaprio verkörpert.
Olympia war der Sage nach eine höchst emotionale und außergewöhnlich stolze Frau. Ihr Einfluss auf Alexander soll maßgeblich dazu beigetragen haben, dass aus ihm der größte Feldherr aller Zeiten und der Wegbereiter der gesamten westeuropäischen Kultur wurde.
Keine leichte Aufgabe also für die sexy Australierin und möglicherweise der Beginn eines neuen Karriereabschnitts: In "The Others" hatte Nicole zwar auch schon als Mutter mit Gluckenkomplex geglänzt, doch waren ihre Schützlinge da bedeutend jünger. Leo selbst ist auch längst vom Teeniestar zum gestandenen Darsteller gereift, dem mancher Regisseur die Kidman durchaus auch als Love Interest zur Seite gestellt hätte.
Doch scheinbar richtet sich Nicole sicherheitshalber schon mal häuslich auf dem Olymp der Elternfiguren ein. Man wird ja schließlich nicht jünger...
Apropos: Das Drehbuch von Ted Tally ("Das Schweigen der Lämmer", "Roter Drache") sieht vor, dass Olympia ihren Sohn vom Kind zum Manne reifen sieht - also selbst im Verlauf des Films deutlich altert. [Hier bitte einen sarkastischen Kommentar dazu einsetzen.]
Den Deal mit Nicole will Mastermind Dino de Laurentiis nach Neujahr abschließen, damit wie geplant Anfang März die erste Klappe fallen kann.
Davor gab es allerdings noch einige "Umstrukturierungen": Der Film wird nun nicht mehr von Fox produziert, sondern von Steven Spielbergs DreamWorks. Martin Scorsese, der selbst ein Projekt zum Thema (ebenfalls mit DiCaprio in der Hauptrolle) geplant hatte, wurde als ausführender Produzent mit an Bord geholt.
Pikantes Detail des 150 Mio. Dollar teuren Jahrhundertprojekts: Alexander der Große fühlte sich zu Frauen wie Männern gleichermaßen hingezogen, verschmähte auch Eunuchen nicht.
Einen Ödipuskomplex hatte er aber definitiv nicht.
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