Romantische Komödie über einen schreibblockierten Autor, den im wörtlichen Sinn die Muse küsst. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz17/z0417123/b150x150.jpg Alex & Emma

Filmdetails

Alex & Emma

Romantische Komödie über einen schreibblockierten Autor, den im wörtlichen Sinn die Muse küsst.


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Inhalt

Alex Sheldon (Luke Wilson) hat keinen roten Heller auf dem Konto, 100.000 Dollar Spielschulden bei der kubanischen Mafia und die härteste Schreibblockade, die sich ein Berufsschriftsteller eralbträumen kann. Nach dem ihm ruppige Gangster ihre Ungeduld demonstrieren, hat er auch keinen Computer mehr. Deshalb bittet er die junge Stenotypistin Emma (Kate Hudson), sein in dreißig Tagen druckreifes Manuskript per Hand zu Papier zu bringen. Nach einigem Zögern willigt Emma ein und schlägt gleich ein paar inhaltliche Verbesserungen vor...

Lose basierend auf Dostojewskis "Der Spieler" kredenzt Geschlechterkampf-Fachmann Rob Reiner ("Harry und Sally") eine gutgelaunte Beziehungskomödie auf doppelter dramatischer Ebene: Auch der in den 20ern spielende Roman wird in Flashbacks bebildert, während er im Film gerade entsteht (Doppelrollen demnach auch für Wilson/Hudson).


Kritik

Alex & Emma

Kate Hudson ("Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?"") übernimmt zunehmend Meg Ryans angestammte Rolle als American Sweetheart. Sie ist der größte Lichtblick in der neuen romantischen Komödie vom "Harry und Sally"-Regisseur Rob Reiner, in der sie gewohnt gewinnend eine espritvolle Stenografin mimt, die einen Schriftsteller in Nöten kennen- und lieben lernt. Dieser wird im Vergleich zu seiner spritzigen Partnerin farblos von Luke Wilson verkörpert.

Das Drehbuch von Jeremy Leven ("Don Juan DeMarco") basiert lose auf den Umständen, unter denen Dostojewski "Der Spieler" verfasste. Er verliebte sich in seine Stenografin, als er ihr unter Zeitdruck seine Novelle diktierte. In der Filmfassung, die in der Gegenwart angesiedelt ist und mit in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angesiedelten Fantasiesequenzen versetzt ist, wird der junge Schriftsteller zum Belletristikautoren Alex Sheldon umfunktioniert. Er steckt in der Bredouille, da er bei zwei kubanischen Gangstern 100.000 Dollar Spielschulden in 30 Tagen zurückzahlen muss. Dies könnte er, sobald er seinem Verleger (Regisseur Reiner in einem Cameoauftritt) seinen neuen Roman abliefert. Doch nicht nur leidet er unter Writer's Block, die beiden Gangster verbrennen auch noch seinen Computer. In einer weiteren etwas absurden Wendung beschließt Alex daraufhin die Stenografin Anna zu engagieren. Sein Roman entfaltet sich schließlich in Rückblenden mit Off-Erzählung, in denen Alex sich als sein Protagonist Adam Shipley sieht. Er arbeitet als Lehrer für die Kinder der schönen Society-Dame Polina (Sophie Marceau), in die er sich unsterblich verliebt. Da sie in Geldnöten steckt, wird sie wohl jedoch ihren reichen Verehrer John Shaw (David Paymer) heiraten. Ihre Affäre mit Adam gipfelt in einer überzogenen Sexszene, die die Cartoonhaftigkeit der Romanfiguren unterstreicht. Gleichzeitig beginnt er eine Beziehung mit dem Au-Pair-Mädchen, das sich der Autor in Gestalt seiner naseweisen Stenographin Emma vorstellt. Ihre Nationalität wechselt im Verlauf des Romans von Schwedin, Deutscher, Spanierin und schließlich Amerikanerin und wird in dem Maße, wie er sich in Emma verliebt, sympathischer skizziert. Doch wie im Roman entspinnt sich auch im wahren Leben eine emotionale Dreieckskonstellation, als die Inspiration für Alex' Polina in Fleisch und Blut aufkreuzt.

Die Doppelplot-Struktur hat durchaus ihren Reiz, wirkt auf Dauer aber vorhersehbar. Die wandelnden Klischees sind teils beabsichtigt, dennoch kann es Reiner mit seiner Inszenierung nicht immer vermeiden, stereotyp zu wirken. Das größte Manko ist, dass nur begrenzt herzhaft gelacht werden kann. Die Lacher gehen vorrangig auf das Konto der Protagonistin. Hudson, die mit Wilson eine passable Chemie verbindet, tritt hier als Brünette auf. (Komödien-)Blondinen scheinen nicht nur mehr Spaß zu haben, sondern auch viel mehr Spaß zu machen. ara.

Alex & Emma

Darsteller:  Kate Hudson   als Emma Dinsmore/Ylva/ Elsa/Eldora/Anna
  Luke Wilson   als Alex Sheldon/Adam Shipley
  Sophie Marceau   als Polina Delacroix
  David Paymer   als John Shaw
  Rob Reiner   als Wirtschafter
  François Giroday   als Croupier
  Lobo Sebastian   als Bobby/ Flamencotänzer 1
  Chino XL   als Tony/ Flamencotänzer 2
  Cloris Leachman   als Großmutter
  Rip Taylor   als Polinas Vater
  Alexander Wauthier   als André
  Leili Kramer   als Michele
  Gigi Birmingham   als Madame Blanche
  Jordan Lund   als Claude
  Robert Costanzo   als Busfahrer
  Danica Sheridan   als Empfangsdame
  Jordi Caballero   als Flamencotänzer
  Michael Rappaport   als Kasinobesitzer
 
Regie:  Rob Reiner  
Drehbuch:  Jeremy Leven  
Produzent:  Todd Black  
  Alan Greisman  
  Rob Reiner  
  Jeremy Leven  
  Elie Samaha  
Koproduzent:  Joseph Merhi  
  James Holt  
  Adam Scheinman  
Ausf. Produzent:  Jeffrey Stott  
  Peter Guber  
  Steve Tisch  
  Jason Blumenthal  
Buchvorlage:  Fjodor M. Dostojewski  
Kamera:  Gavin Finney  
Schnitt:  Alan Edward Bell  
  Robert Leighton  
Musik:  Marc Shaiman  
Produktionsdesign:  John Larena  
  Helen Harwell  
Kostüme:  Shay Cunliffe  
Ton:  Robert Eber  
Casting:  Janet Hirshenson  
  Jane Jenkins  

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