Im 17. Jahrhundert beginnt das spanische Weltreich an seiner Korruption zu zerfallen. Der verwegene Flandern-Veteran Captain Diego Alatriste (Viggo Mortensen) ist für seinen Mut berühmt. Einem sterbenden Kameraden verspricht er, sich um dessen Sohn Inigo (Nacho Perez) zu kümmern. Als er für den Inquisitor Bocanegra (Blanca Portillo) daheim einen Hinterhalt durchführen soll, weigert er sich den feigen Befehl auszuführen. Mit seinem Freund, dem Duke of Guadalmedina (Eduardo Noriega), muss er zur Strafe zurück nach Flandern.
Der teuerste spanische Film aller Zeiten über einen beliebten Volkshelden ist ein monumentales Epos geworden, das mit Pyrotechnik und Musketier-Romantik überwältigt. "Der Herr der Ringe"-Aragorn Viggo Mortensen gibt eine überzeugende Darbietung als Swashbuckler.

Die mit einem Budget von mehr als 25 Mio. Dollar realisierte Produktion ist der teuerste spanische Film aller Zeiten und basiert auf der Roman-Serie "Las aventuras del Capitan Alatriste". Das kolossale Epos ist ein wuchtiger Mix aus Pyro-Action und Mantel-und-Degen-Romantik, Überwältigungskino vom Allerfeinsten, das mit Viggo Mortensen auch noch über einen charismatischen Hauptdarsteller verfügt.
| Darsteller: | Viggo Mortensen | als Diego Alatriste y Tenorio | |
|---|---|---|---|
| Eduardo Noriega | als Graf von Guadalmedina | ||
| Unax Ugalde | als Íñigo de Balboa | ||
| Ariadna Gil | als María de Castro | ||
| Elena Anaya | als Angélica de Alquézar | ||
| Alex O'Dogherty | als Lope de Balboa | ||
| Nacho Perez | als Íñigo, jung | ||
| Juan Echanove | als Francisco de Quevedo | ||
| Enrico Lo Verso | als Gualterio Malatesta | ||
| Blanca Portillo | als Fray Emilio Bocanegra | ||
| Javier Cámara | als Herzog de Olivares | ||
| Regie: | Agustín Díaz Yanes | ||
| Drehbuch: | Agustín Díaz Yanes | ||
| Produzent: | Álvaro Augustín | ||
| Antonio Cardenal | |||
| Cristina Zumárraga | |||
| Ausf. Produzent: | Belén Atienza | ||
| Íñigo Marco | |||
| Buchvorlage: | Arturo Pérez-Reverte | ||
| Kamera: | Paco Femenía | ||
| Schnitt: | José Salcedo | ||
| Musik: | Roque Baños | ||
| Produktionsdesign: | Benjamín Fernández | ||
| Kostüme: | Francesca Sartori | ||
| Ton: | Pierre Gamet | ||
| Casting: | Luis San Narciso | ||
Viggo Mortensen ist trotz seines Erfolgs, der ihn in die erste Liga Hollywoods katapultiert hat, natürlich und gelassen geblieben. Und obwohl er sich alles andere als heroisch gibt, spielt er im spanischen Monumentalepos "Captain Alatriste" wieder einen echten Helden.
"Captain Alatriste" wird durch den blutigen Krieg in Spanien zum Volkshelden: Viggo Mortensen (Foto: 3L)
» Wie schwierig war es für Sie, sich in Spanien zurechtzufinden?
VIGGO MORTENSEN: Ich bin als Kind mit meinen Eltern und meinen beiden jüngeren Brüdern oft umgezogen. Wir lebten lange Jahre auch in Südamerika, in Venezuela und Argentinien. Ich lernte Spanisch also genauso wie Englisch von klein auf, nicht nur in der Schule, sondern auch vor Ort auf dem Land. Die Kultur ist ein Teil von mir geworden. Daher gab es für mich eigentlich keine sprachliche Hürde, obwohl ich doch nervös war, weil ich es perfekt machen wollte.
» Was hat Sie an der monumentalen Thematik von "Captain Alatriste" gereizt?
Auch wenn sich das jetzt wie eine abgedroschene Phrase anhört: Das Drehbuch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Als ich es las, baute sich vor meinen Augen eine Welt auf, die mich faszinierte. Ich kannte die Romanvorlage von Arturo Perez-Reverte nicht, hatte aber vorher schon ein anderes Buch über "Alatriste" gelesen. Als ich dann noch den unglaublich leidenschaftlichen Regisseur Agustin Diaz Yanes persönlich traf, war ich restlos überzeugt, dass das für mich ein echtes Abenteuer werden könnte.
» Dabei spielen Sie wieder den Helden ...
Aber es ist viel mehr als das. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick so einfach, doch wenn man richtig in die Erzählung eintaucht, dann spürt man, wie komplex jede einzelne Figur ist und wie die gesamte Geschichte in alle Richtungen aufblüht. Da ist nichts eindimensional, jeder ist miteinander verbunden.
» Der Film hat in Spanien alle Rekorde gebrochen, woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Der Film erzählt Weltgeschichte aus einer ungewohnten Perspektive. Spaniens Geschichte wurde bisher aus der britischen und der Sichtweise Hollywoods erzählt. Doch Spanien war ein Riesenreich, und wir haben vergessen, dass sie von Großbritannien, Dänemark und Holland angegriffen wurden. Normalerweise werden die Spanier in Hollywood-Filmen als bemitleidenswert dargestellt, aber unser Film zeigt sie, wie sie waren: die größte Macht der Welt.
Kantig, hart gegen sich selbst, sportlich, gelegentlich mit Kernbeißerattitüde, diszipliniert und als "Offizier und Gentleman" vielseitig...
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