Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält. http://images.kino.de/flbilder/max02/bf02/bf06/b0206999/b150x150.jpg A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Filmdetails

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält.


A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn
Start: 28.02.2002

Originaltitel: A Beautiful Mind

Drama

USA 2001
Laufzeit: 135 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Russell Crowe
Jennifer Connelly
Ed Harris

Regie: Ron Howard
Verleih: Paramount

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Inhalt

John Nash (Russell Crowe) beginnt 1947 das Studium in Princeton. Von den Kommilitonen wird er zwar als Sonderling betrachtet, doch seine Forschungen bringen ihm eine Anstellung. Er verliebt sich in eine Mitstudentin und wird vom Verteidigungsministerium zum Codeknacken engagiert. Doch seine Paranoia, Teil einer russischen Verschwörung zu sein, treibt ihn immer tiefer in die Schizophrenie.

Faszinierendes Biopic über den schizophrenen Nobelpreisträger John Forbes Nash Jr., den Russell Crowe ("Gladiator") in einer Oscar-reifen Leistung darstellt. Regisseur Ron Howard versteht es, bei seiner cleveren Inszenierung mit visuellen Kunstgriffen die Denkprozesse des Genies zu verdeutlichen und eine Balance zwischen Kopf und Herz her zu stellen.


Kritik

Faszinierendes Biopic über das schizophrene Mathegenie John Nash, dessen Frau über Jahrzehnte der Krankheit zu ihm hält.

Großansicht John Nash gilt in der Uni als Außenseiter (Foto: UIP)

John Nash gilt in der Uni als Außenseiter (Foto: UIP)

John Forbes Nash, Jr. (Russell Crowe) steht vor einer glänzenden Karriere als Wissenschaftler: Mit einem Stipendium an der Elite-Universität Princeton erfüllt sich der Traum des Jungen aus einfachen Verhältnissen, der ganz allein eine "Spiel- und Entscheidungstheorie" entwickelt, die ihn in das renommierte MIT katapultiert.

Des Guten nicht genug, verliebt sich der schüchterne Mann des Geistes in die lebenslustige Alicia (Jennifer Connelly). Doch gerade als er das Glück mit Händen greifen kann, kommt der Schicksalsschlag - paranoide Schizophrenie. Stimmen und Halluzinationen hämmern sich in sein Gehirn, die Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahn verwischt sich. Aber mit Hilfe seiner Frau kämpft er gegen die Dämonen im Kopf. Und gewinnt.

Großansicht Zahlen und Formeln bestimmen sein Leben (Foto: UIP)

Zahlen und Formeln bestimmen sein Leben (Foto: UIP)

Russells Schultern

Oscar-Preisträger Ron Howard ("Apollo 13") beweist mit "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" einmal mehr seinen untrüglichen Instinkt für menschlich spannende Themen. Das auf einer wahren Geschichte basierende Drama geht an Herz und Nieren. Die Reise des einsamen Genies durch die Abgründe der Finsternis in die Höhen des Lichts ist ein einziger Alptraum - und eine Ode an die Kraft des unbeugsamen Willens.

Russell Crowe trägt diesen furiosen Film auf seinen "Gladiator"-Schultern, driftet in einer außergewöhnlichen Performance in fiebriges Chaos ab. Wenn der Exzentriker sich in der Zeit des Kalten Krieges einbildet, als Code-Dechiffrierer in gefährlichem Einsatz zu sein, glaubt man dem Gejagten die "mission impossible", versinkt mit ihm im Gewühl von Zetteln und Zeichen. Nicht eine Sekunde Larmoyanz oder Langeweile. Hier dominiert das Prinzip Hoffnung. Und das lieben wir.

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Darsteller:  Russell Crowe   als John Nash
  Jennifer Connelly   als Alicia Larde Nash
  Ed Harris   als William Parcher
  Christopher Plummer   als Dr. Rosen
  Paul Bettany   als Charles Herman
  Adam Goldberg   als Sol
  Josh Lucas   als Hansen
  Vivien Cardone   als Marcee
  Anthony Rapp   als Bender
  Jason Gray-Stanford   als Ainsley
  Judd Hirsch   als Helinger
  Austin Pendleton   als Thomas King
 
Regie:  Ron Howard  
Drehbuch:  Akiva Goldsman  
Produzent:  Brian Grazer  
  Ron Howard  
Koproduzent:  Maureen Peyrot  
Ausf. Produzent:  Karen Kehela  
  Todd Hallowell  
Buchvorlage:  Sylvia Nasar  
Kamera:  Roger Deakins  
Schnitt:  Mike Hill  
  Dan Hanley  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Wynn Thomas  
  Robert Guerra  
Kostüme:  Rita Ryack  
Ton:  Allan Byer  

Paltrow schlechteste Oscar-Gewinnerin

Mal räumt oberflächliches Popcorn-Kino reihenweise Goldjungs ab, mal werden unausgegorene Nischenfilme mit Oscars bedacht.

Großansicht Liebling der Juroren, aber nicht der Fans: Gwyneth Paltrow (Foto: Kurt Krieger)

Liebling der Juroren, aber nicht der Fans: Gwyneth Paltrow (Foto: Kurt Krieger)

Keine Frage, die Entscheidungen der Academy haben bei Kinofreunden schon oft für Stirnrunzeln und Kopfschütteln gesorgt. Über die nach Fanmeinung krassesten Fehlentscheidungen hat nun eine amerikanische Internetseite abstimmen lassen - und die Ergebnisse sind zum Teil verblüffend.

Dass Gwyneth Paltrow die Liste der zu Unrecht Geehrten anführt, leuchtet noch ein. Sie gewann einen Oscar als beste Hauptdarstellerin für "Shakespeare in Love", ein belangloses, pseudo-historisches Gefühlsgedusel um die Romanze zwischen dem großen englischen Dichter und der schönen Viola (Paltrow). Außer in wallenden Gewändern hübsch auszusehen und ab und zu einen Schmollmund zu ziehen, hatte Gwyneth wenig geleistet. Ihre legendäre Tränensintflut bei der hochpeinlichen Dankesrede dürfte sie bei den Fans kaum beliebter gemacht haben.

Über die Fähigkeiten von Halle Berry, die Zweiplatzierte der Anti-Liste, kann man geteilter Meinung sein. In ihrem Oscar-Film "Monster's Ball" war sie als Witwe, die sich in den Henker ihres hingerichteten Mannes verliebt, zumindest guter Durchschnitt. Doch der anschließende Megaflop "Catwoman" hat sie zur Lachnummer gemacht, zudem heulte sie auf der Oscar-Bühne ebenfalls hemmungslos.

Ohrfeige für Leinwandikonen

Unverständlich ist allerdings, dass auch Helen Hunt für "Besser geht's nicht" und Nicole Kidman für "The Hours" abgestraft wurden. Wie Hunt mit ironischem Charme das Super-Ekel Jack Nicholson umgarnte, war absolut reizvoll und Kidman verkörperte die große Literatin Virginia Woolf sehr überzeugend.

Hunts Partner Nicholson findet sich übrigens für "Besser geht's nicht" auf der Liste der unverdienten männlichen Oscar-Gewinner - ebenso wie Russell Crowe in der Rolle des tragischen Mathe-Genies John Nash im ergreifenden Drama "A Beautiful Mind". Unangefochten Platz eins bei den Männern belegt dabei völlig zurecht Jack Palance: Warum der Veteran für seine Rolle als kauziger Viehtreiber im unsäglichen Klamauk "City Slickers" 1992 einen Goldjungen verdient haben soll, weiß wirklich nur die Academy selbst.

Da die Geschmäcker nun mal verschieden sind, wird sicher auch bei der diesjährigen Oscar-Verleihung in der Nacht zum Montag über manche Jury-Entscheidung die Nase gerümpft werden.

Star

Russell Crowe

Skeptisch wie Bogart, rabiat, hartnäckig, energisch, lakonisch, verschlossen: Ein sensibler Einzelgänger mit rauer Schale und einem Hang zum...

Star

Jennifer Connelly

Eine der schönsten Oscar-Preisträgerinnen Hollywoods. Mit ihrem verträumten Blick, den dichten Augenbrauen und den langen braunen...

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