Originaltitel: Taken
Frankreich 2008
Liam Neeson
Maggie Grace
Leland Orser
Regie: Pierre Morel
Verleih: Fox
Ex-Topagent Bryan Mills (Liam Neeson) hat den Dienst quittiert, weil seine Ehe mit Lenore (Famke Janssen) deshalb zerbrach. Nun will er wenigstens bei seiner Tochter Kim (Maggie Grace) wieder Land gewinnen und zieht in ihre Nähe nach Los Angeles. Als die 17-Jährige bei ihrem Urlaub in Paris mit ihrer Freundin Amanda (Katie Cassidy) verschleppt wird, handelt der entsetzte Vater sofort. Mit aller Härte geht er gegen albanische Mädchenhändler vor.
Ungewöhnlich rabiater Nahkampf-Thriller, in dem Jedi-Ritter Liam Neeson den überzeugend hartgesottenen Rächerpart gibt. Für die intensive Action bürgt Hit-Garant Luc Besson, der mit dem "Transporter"-Autor Robert Kamen das Drehbuch schrieb und auf glaubwürdigen Druck statt Explosionen setzt.
Liam Neeson sucht seine entführte Tochter in Paris und macht mit den Kidnappern kurzen Prozess.
Er war lange der Mann fürs Grobe und lebt jetzt zurückgezogen. Bryan Mills (Liam Neeson), früher CIA-Agent, nimmt noch manchmal Personenschutz-Aufträge für Popstars an, aber das war's dann auch schon. Viel lieber kümmert er sich um seine Tochter Kim (Maggie Grace), die bei der Ex und deren reichem neuen Ehemann lebt.
Als die 17-Jährige mit einer Freundin nach Paris reisen will, sagt er erst mal kategorisch nein, weiß er doch, was alles passieren kann. Als liebevoller Vater lässt er sich dann doch zu einem Ja erweichen. Eine Zustimmung mit fatalen Folgen: Kaum sind die lebenslustigen Mädchen in Frankreich angekommen, werden sie von Mitgliedern der albanischen Mafia brutal gekidnappt. Hilflos muss Bryan per Telefon die Entführung seiner Tochter mitanhören.
Der nächste Flug bringt ihn an den Tatort und auf die Spur der Gangster. Exakt 96 Stunden bleiben ihm, um die Opfer aus den Händen der Kidnapper zu befreien. Danach, weiß er, sind sie für immer unauffindbar. Er ermittelt in der Pariser Unterwelt und in der feinen Society mit ihren Schmutzgeschäften, nutzt alte Kontakte mit zwielichtigen Gestalten und Figuren mit scheinbar weißer Weste, besorgt sich einen offiziellen Polizeiausweis und wird zum ultimativen Albtraum der Entführer. Bald pflastern Leichen seinen Weg, bei der atemlosen Selbstjustiz-Tour erwischt es ein Mitglied der Bande nach dem anderen.
Die Seine-Stadt mal nicht romantisch, sondern als eine Art französischer Bronx. Held dieses rasanten Actionthrillers ist Liam Neeson mit Dreitagebart, der die Entführer gnadenlos und unnachgiebig jagt, um seine Tochter wieder in die Arme schließen zu können.
Ein adrenalinstarker Rache-Thriller mit fulminanten Verfolgungsjagden und Kampf-Choreographien, die das Blut in den Adern gefrieren lassen und den Action-Fans Zucker geben. Für Zuschauer mit Nerven wie Drahtseile genau das Richtige.
| Darsteller: | Liam Neeson | als Bryan | |
|---|---|---|---|
| Maggie Grace | als Kim | ||
| Leland Orser | als Sam | ||
| Jon Gries | als Casey | ||
| Katie Cassidy | als Amanda | ||
| David Warshofsky | als Bernie | ||
| Goran Kostic | als Gregor | ||
| Holly Valace | als Sheerah | ||
| Famke Janssen | als Lenore | ||
| Regie: | Pierre Morel | ||
| Produzent: | Luc Besson | ||
| Pierre-Ange Le Pogam | |||
| Ausf. Produzent: | Didier Hoarau | ||
| Kamera: | Michel Abramowicz | ||
| Schnitt: | Frédérick Thoraval | ||
| Musik: | Nathaniel Mechaly | ||
| Produktionsdesign: | Hugues Tissandier | ||
| Casting: | Ferne Cassel | ||
Sly bucht um: Es geht nicht nach Mexiko und dort gegen Drogen- und Menschenhändler, wie es ursprünglich hieß. "Rambo V" spielt dort, wo für den Haudegen alles begann, im Nordwesten der USA. Aber die Story klingt ziemlich untypisch ...
Actionveteran: Sylvester Stallone beginnt im Frühjahr mit seiner fünften "Rambo"-Mission (Foto: Warner)
Wissenschaftler manipulieren an Soldaten herum und erschaffen Monster. Die geraten prompt außer Kontrolle. Held stürmt herbei. Klappe zu, Monster tot. Verkürzt ist das in etwa die Story von "Rambo V", deren Dreh nun abgesegnet wurde. Ursprünglich war von einer Rettungsmission nach "96 Hours"-Art in Mexiko die Rede, mit Drogen- und Menschenhändlern als Gegenspieler. Abgehakt. Jetzt ist es eine Science Fiction-Mission, in die Rambo geschickt werden soll. Die Story hört sich erstmal stark nach einem Aufguß von "Universal Soldier" oder Star Force Soldier (mit Kurt Russell), oder noch schlimmer, Uwe Bolls Gameverfilmung "Far Cry" an und wird in Webforen entsprechend hitzig bis spöttisch kommentiert. Ganz genau weiß es nur Sylvester Stallone, denn der ist Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion.
Bei der US-Website "Ain't it cool" hat er sich nun zu Wort gemeldet, um die Spötter zum schweigen zu bringen: "Es geht natürlich nicht um Supersoldaten, wie sie von Jean-Claude van Damme und Dolph Lundgren verkörpert wurden", macht Sly deutlich, "sondern um ein Biest, ein 'Ding', eine Verbindung aus animalischer Wut und Intelligenz. So war der Mensch, bevor er human wurde. Es ist unmenschlich. Mit seinem Überlebenswillen kann sich nur der von Rambo messen." Das erinnert nun an "Predator", aber Stallone läßt einen Vergleich mit der Idee von "Alarm im Weltall" eher gelten. Drehbeginn für "Rambo V: The Savage Hunt", die "brutale Jagd", ist im Frühjahr.
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