Herrlich bonbonfarbenes Musical, in dem acht Frauen in einem eingeschneiten Haus als Mörder des Hausherren in Frage kommen. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz22/z0222039/b150x150.jpg 8 Frauen

Filmdetails

8 Frauen

Herrlich bonbonfarbenes Musical, in dem acht Frauen in einem eingeschneiten Haus als Mörder des Hausherren in Frage kommen.


8 Frauen
Start: 11.07.2002

Originaltitel: 8 femmes

Komödie / Musical

Frankreich 2002
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Catherine Deneuve
Isabelle Huppert
Emmanuelle Béart

Regie: François Ozon
Verleih: Constantin

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Humor
Romantik
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Inhalt

Die mondäne Matriarchin Gaby (Catherine Deneuve) holt ihre in England studierende Tochter Suzon (Virginie Ledoyen) am Bahnhof ab und bringt sie zurück ins Herrenhaus, wo Suzons Großmama (Danielle Darrieux), ihre unternehmungslustige kleinere Schwester Catherine (Ludivine Sagnier) und ihre Tante, das zickige, biestige, verklemmte Mauerblümchen Augustine (Isabelle Huppert), auf sie warten. Dazu gesellen sich eine Mamsell mit Geheimnis (Firmine Richard), ein neues, durchtriebenes Zimmermädchen (Emmanuelle Béart) sowie wenig später Gabys verruchte Schwägerin Pierette (Fanny Ardant). Als kurz darauf die Leiche des Hausherrn (Dominique Lamure) entdeckt wird, steht fest: Eine der acht Frauen muss die Mörderin sein. Von der Außenwelt abgeschnitten, wollen sie selbst den Fall aufklären.

Herrlich bonbonfarbenes Musical von Frankreichs Regiewunderkind François Ozon ("Unter dem Sand"), der die Tradition von Jacques Demy mit Elemente von Agatha Christie und Douglas Sirk belebt.


Kritik

Ein Mord und acht potenzielle Täterinnen: Catherine Deneuve und Co. lassen's in dieser Krimi-Komödie krachen.

Jede der drei könnte die Mörderin sein

Jede der drei könnte die Mörderin sein

Verloren im Schnee tiefster Provinz ein Haus, das entfernt an "Psycho" erinnert. Draußen weit und breit Ödnis, drinnen Zeter und Mordio und Mord. Frankreichs Top-Schauspielerinnen geben sich ein Stelldichein. Schon Namen wie Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert oder Emmanuelle Béart zergehen auf der Zunge.

Während die Damen - von der trinkfesten Großmama über die elegante Hausherrin und deren Töchter bis zur liebestollen Schwägerin und den Dienstbotinnen - sich wie Panther umkreisen und Bösartigkeiten an den Kopf werfen, liegt der Pater Familias dahingemeuchelt im Kämmerlein.

Wer war's? Das Oktett taumelt von einem hysterischen Anfall in den nächsten. Genüsslich werden die dunklen Flecken auf der weißen Weste des Lebens ans Tageslicht gezerrt - peinliche Affären, lesbische Beziehungen, knallharte Erpressungen, hinterhältige Intrigen.

Die wilden Weibsbilder kennen kein Pardon, toppen sich in Heimtücke und falscher Herzlichkeit. Wehe wenn sie losgelassen. Bei diesem perfiden Kabinettstückchen von François Ozon würde sogar Agatha Christie vor Neid erblassen.

8 Frauen

Darsteller:  Catherine Deneuve   als Gaby
  Isabelle Huppert   als Augustine
  Emmanuelle Béart   als Louise
  Fanny Ardant   als Pierrette
  Virginie Ledoyen   als Suzon
  Danielle Darrieux   als Mamy
  Ludivine Sagnier   als Catherine
  Firmine Richard   als Madame Chanel
  Dominique Lamure   als Ehemann Marcel
 
Regie:  François Ozon  
Drehbuch:  François Ozon  
  Marina de Van  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
Buchvorlage:  Robert Thomas  
Kamera:  Jeanne Lapoirie  
Schnitt:  Laurence Bawedin  
Musik:  Krishna Levy  
Produktionsdesign:  Arnaud de Moléron  
Kostüme:  Pascaline Chavanne  
Ton:  Pierre Gamet  
  Jean-Pierre Laforce  

"Man weiß nie, wann sie abdrückt"

Regisseur Francois Ozon hat den Aufstieg vom Wunderkind zum Regiestar geschafft. Mit Filmen wie "8 Frauen" oder "Swimmingpool" erregte er bei Filmfestivals Aufsehen. Im zweiten Teil seiner Triologie, "Die Zeit die bleibt", befasst er sich wieder mit dem Thema Tod.

Großansicht Nur bei seiner Großmutter findet der krebskranke Romain Halt (Foto: Prokino (Fox))

Nur bei seiner Großmutter findet der krebskranke Romain Halt (Foto: Prokino (Fox))

» Was interessiert Sie so am Tod?

FRANCOIS OZON: Die Zeit. Die Zeit, die einem Menschen bleibt, und die Trauer, dieses ganz persönliche Experiment der Konfrontation mit dem Tod.

In "Die Zeit die bleibt" ist es ein junger Mann, der sich erst wütend gegen das Schicksal auflehnt und es dann akzeptiert. Zu Beginn wirkt er nicht gerade sympathisch, doch nach und nach beginnt man ihn zu lieben, beobachtet seine Veränderung und versteht ihn am Ende. Das Kino braucht Figuren, die eine Entwicklung durchmachen und uns bewegen.

Großansicht Regisseur Ozon beschäftigt sich schon zum zweiten Mal mit dem Thema Tod (Foto: Prokino (Fox))

Regisseur Ozon beschäftigt sich schon zum zweiten Mal mit dem Thema Tod (Foto: Prokino (Fox))

» Mussten Sie trotz des Erfolgs von "8 Frauen" noch Überzeugungsarbeit leisten?

Und wie! Beim ersten Drehbuchentwurf bekamen die Produzenten kalte Füße. Finanziers möchten gern Sequels, glauben sich damit auf der sicheren Seite. "8 Frauen 2, 3 oder 4" kommt für mich nicht in Frage. Tod als Thema macht im Kino eben Angst. Da "Unter dem Sand" beim Publikum gut ankam, schenkten mir meine Produzenten dann schließlich auch bei diesem Projekt Vertrauen.

» Muss man in bestimmten Abständen einen Kassenhit vorweisen, um wieder einen oder zwei Filme in Ruhe machen zu können?

Da ist was dran. Ich folge meinem Instinkt und dem Lustprinzip; bisher hatte ich Glück damit. Man kann keinen Erfolgsfilm planen, um den Rücken frei zu haben. Dass "8 Frauen" so gut funktionierte, war vorher nicht abzusehen.

Star

Catherine Deneuve

Die schönste Frau Frankreichs, die Sphinx mit der Aura der Unnahbarkeit - mit dem makellosen Äußeren, mit dem Flair der Verruchtheit...

Star

Isabelle Huppert

Unter den französischen Schauspielerinnen ist sie das Chamäleon, ein Talent mit vielfältigen Facetten, die aufregend zwischen Anmut und...

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