Originaltitel: 30 Minutes or Less
USA 2011
Jesse Eisenberg
Danny McBride
Aziz Ansari
Regie: Ruben Fleischer
Verleih: Sony Pictures
Der arglose Pizzabote Nick gerät in die Fänge des Ganovenduos Dwayne und Travis. Um die für einen Auftragskiller benötigten 100.000 Dollar zu besorgen, schnappen sich die beiden ausgerechnet Nick, stecken ihn in eine mit einer Bombe versehene Weste und zwingen ihn, für sie eine Bank auszurauben. Er bekommt zehn Stunden Zeit. Sonst wird er in die Luft gesprengt.

Für seinen zweiten Film legt Ruben Fleischer, der mit seinem Debüt "Zombieland" eine Kultkomödie verbuchte, mit einer temporeichen Krimi-Buddykomödie nach.
Erneut mit an Bord ist "Zombieland"-Star Jesse Eisenberg, der zwischenzeitlich eine Oscar-Nominierung für "The Social Network" erhielt. Nach dem Drehbuch des Skript-Novizen Michael Dilberti mimt Eisenberg Pizzabote Nick, der seine besten Zeiten in der Highschool hatte. Nicks bester Freund ist der indische Aushilfslehrer Chet (Aziz Ansari bringt ein gewisses "Harold und Kumar"-Flair ins Spiel), in dessen Zwillingsschwester Nick seit langem verliebt ist. Parallel werden Dwayne (Danny McBride aus "Your Highness" schwelgt in seiner gewohnten Trailer-Trash-Masche) und sein devotes Anhängsel Travis vorgestellt. Dwayne will seinen autoritären Vater (Fred Ward als Macho-Marine) loswerden und heuert einen Hitman an. Um ihn bezahlen zu können, benötigt er 100.000 Dollar. So hecken Dwayne und sein Kumpan den Plan aus, einen Fremden in eine mit einer Bombe versehende Weste zu stecken und ihn zu einem Banküberfall zu zwingen. Dieser Unglücklicher ist kein anderer als Nick, der zufällig den Weg der beiden sadistischen Slacker-Spitzbuben kreuzt. Nick hat zehn Stunden Zeit eine Bank auszurauben oder er geht wortwörtlich in die Luft.
Fleischer inszeniert souverän einen frenetischen Wettlauf gegen die Zeit mit zahlreichen Komplikationen, zu denen hartnäckige Cops und ein gereizter Auftragskiller gehören. Besonders unterhaltsam sind die Actionsequenzen, die sich durch trockenen Humor auszeichnen. Desweiteren haben beide Buddy-Paare ein angespanntes Verhältnis miteinander, was ebenfalls für einige Lacher gut ist. Unterlegt ist die saloppe Bromance im schmutzig-verwaschenen Budget-Look mit einem eklektisch zusammengestellten Soundtrack, dessen Songs von den Beastie Boys über Billy Squier hin zu R. Kelly reichen. In den ohne Musik angelegten Szenen kommen die improvisiert klingenden Dialoge mehr zum Tragen. In dieser Hinsicht fühlt man sich an den insgesamt nicht unähnlichen "Ananas Express" (in dem sich McBride ebenfalls die Ekel-Ehre gab) erinnert. Allerdings ist die Lauflänge mit 83 Minuten im Vergleich wesentlich kompakter ausgefallen und somit leicht zu genießen. ara.
| Darsteller: | Jesse Eisenberg | als Nick | |
|---|---|---|---|
| Danny McBride | als Dwayne | ||
| Aziz Ansari | als Chet | ||
| Nick Swardson | als Travis | ||
| Michael Peña | als Chango | ||
| Fred Ward | als Der Major | ||
| Dilshad Vadsaria | als Kate | ||
| Bianca Kajlich | als Juicy | ||
| Regie: | Ruben Fleischer | ||
| Drehbuch: | Michael Diliberti | ||
| Matthew Sullivan | |||
| Produzent: | Stuart Cornfeld | ||
| Jeremy Kramer | |||
| Ben Stiller | |||
| Ausf. Produzent: | Monica Levinson | ||
| Brian Levy | |||
| Buchvorlage: | Michael Diliberti | ||
| Kamera: | Jess Hall | ||
| Schnitt: | Alan Baumgarten | ||
| Musik: | Ludwig Goransson | ||
| Produktionsdesign: | Maher Ahmad | ||
| Kostüme: | Christie Wittenborn | ||
| Casting: | Nicole Abellera | ||
| Jeanne McCarthy | |||
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