Originaltitel: Charlie's Angels
USA 2000
Cameron Diaz
Drew Barrymore
Lucy Liu
Regie: McG
Verleih: Columbia Tristar
Die Engel sind drei perfekte Privatdetektivinnen, die für den Playboy Charlie gefährliche Missionen erfüllen. Von Charlie erhalten sie den Auftrag, ein entführtes Computergenie zu finden und zu befreien. Ein Bösewicht plant, mit dessen Hilfe eine Software zu lancieren, die den Nutzern jegliche Privatsphäre stehlen soll. Doch die Engel sind zur Stelle, um für das Gute zu kämpfen.

This is pop: Nachdem Charlies kampfsportgewandte Amazonen das Fernsehen der späten siebziger Jahre popkulturell um Errungenschaften wie Löwenmähnen, Stretchjeans und Farrah Fawcett-Majors bereicherten, gelingt der Kultserie nun ein verblüffend effektiver Sprung auf die Leinwand. Mit Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore in den Hauptrollen und der unschlagbaren Kombination aus einer nimmer enden wollenden Parade hautenger Vinyl- und Stretchtops und "Matrix"-Style-Kickbox-Action ist McG's postmodern-selbstironisches Weltrettungsabenteuer ein fröhlich-unbeschwertes Pop-Pourri aus Bild, Ton und Attitüde geworden, die fröhlich überdrehte Girl-Power-Antwort auf "M:I-2".
Selten hat es so viel Spaß bereitet, sich nicht ernst zu nehmen. Dass "Drei Engel für Charlie" ausschließlich auf Planet Pop angesiedelt ist, in dem Fantasy stets den Vorzug vor Realität erhält, verdeutlicht gleich die erste Szene an Bord eines Flugzeugs, in der sich zunächst ein Pärchen auf die Toilette verdrückt und dann im Bordkino "T.J. Hooker - The Movie" läuft. Hier ist alles erlaubt - auch die Bemerkung eines Fluggasts, dass er Serienadaptionen im Kino hasst. Der wiederum wird von Rapstar LL Cool J gespielt, der sich in einem netten "M:I-2"-Zitat als verkleidete Drew Barrymore entpuppt und gleich darauf in freiem Fall zu den Hardrock-Klängen von Mötley Crües "Live Wire" einen Gauner dingfest macht, wobei ihr die Kolleginnen zu Hilfe kommen. Atemlosigkeit, so merkt man gleich, ist hier Stilprinzip - und zwar während der gesamten Laufzeit.
Der furiose Einstieg ist purer Bond - die Vorstellung der Mädels "Charlie's Angels" pur: In den Büros des Milliardärs Charlie Townsend kommen Dylan, Natalie und Alex zusammen, um von ihrem Chef in Gegenwart von Sekretär Bosley (Bill Murray einmal mehr genial) neue Aufträge zu erhalten. Die Engel haben Charlie noch nie gesehen; er kommuniziert nur via Sprechanlage mit ihnen. Was allerdings danach folgt, hat mit der traditionellen Serie so viel zu tun, wie die Engel anno 2000 mit Farrah Fawcett-Majors, Kate Jackson und Jaclyn Smith. Der wild in alle Richtungen explodierende Film ist eher wie "Kobra, übernehmen Sie!" als Spice-Girls-Videoclip oder wie man sich womöglich Quentin Tarantinos fiktive "Fox Force Five"-Serie aus "Pulp Fiction" vorstellt, in der die Detektivinnen allesamt auf einzelne Bereiche spezialisiert sind. Barrymore, Diaz und Liu entsprechen dieser Idee, sind vor allem eine Girl Group: Dylan, Scary Angel, der Kopf der Engel, die als wilde, mopsige Wild-Trash-Göre vorgestellt wird; Natalie, Baby Angel, eine leicht schusselige, super sexy Martial-Arts-Expertin, deren Lächeln jeden zum Schmelzen bringt; und Alex, Posh Angel, ein High-Tech-Crack mit Silberblick und aus reichem Haus.
Im Film müssen sie einen entführten Computer-Yuppie wieder ausfindig machen, dessen von ihm entwickelte Software in den falschen Händen eine Katastrophe herbeiführen könnte. Obwohl durchaus existent, reduziert sich die Handlung bald schon ganz von selbst zum roten Faden, an dem eine unglaubliche Szene nach der anderen aufgereiht wird: die Engel mit Bosley im Robert-Evans-Look auf einer dekadenten High-Society-Party; alle drei Engel im Karatekampf mit dem exaltierten Crispin Glover, der wirkt wie aus einem David-Lynch-Film entflohen; ein vergnüglicher Einbruch in ein Computerzentrum; ein wildes Formel-1-Rennen, das auf einer Rennstrecke beginnt, und sich dann auf der Straße fortsetzt; ein absurder Showdown in einem Schloss am Strand und und und. Dazu kommen Zitate, Songs aller Stile und aus allen Epochen, Gastauftritte (Matt LeBlanc, Tom Green etc.), gewitzte Gags und immer wieder Engel, Engel, Engel: in Zeitlupe, in Posen, irren Kostümen und Verkleidungen - der ultimative Egotrip für die Leading Ladies des Young Hollywood. Jetzt schon darf man gespannt sein, was sich die Macher des besten Sommerfilms, der je im Winter an den Start geschickt wurde, für die Fortsetzung alles einfallen lassen. ts.
| Darsteller: | Cameron Diaz | als Natalie | |
|---|---|---|---|
| Drew Barrymore | als Dylan | ||
| Lucy Liu | als Alex | ||
| Bill Murray | als Bosley | ||
| Sam Rockwell | als Eric Knox | ||
| Tim Curry | als Roger Corwin | ||
| Kelly Lynch | als Vivian Wood | ||
| Crispin Glover | als Thin Man | ||
| Matt LeBlanc | als Jason | ||
| LL Cool J | als Mr. Jones | ||
| Tom Green | als Chad | ||
| Luke Wilson | als Pete | ||
| Regie: | McG | ||
| Drehbuch: | Ryan Rowe | ||
| Edward Solomon | |||
| John August | |||
| Ivan Goff | |||
| Ben Roberts | |||
| Produzent: | Leonard Goldberg | ||
| Drew Barrymore | |||
| Nancy Juvonen | |||
| Ausf. Produzent: | Betty Thomas | ||
| Jenno Topping | |||
| Joseph M. Caracciolo | |||
| Kamera: | Russell Carpenter | ||
| Schnitt: | Wayne Wahrman | ||
| Peter Teschner | |||
| Musik: | Edward Shearmur | ||
| Produktionsdesign: | J. Michael Riva | ||
| David Klassen | |||
| Richard F. Mays | |||
| Kostüme: | Joseph G. Aulisi | ||
| Ton: | Willie D. Burton | ||
Zeit ist Geld.
Justin Timberlake angelt sich die Hauptrolle im feinen SciFi-Thriller "I'm Mortal" (Foto: Kurt Krieger)
Im SciFi-Thriller "I'm Mortal" wird das zur brutalen Wahrheit. Zwar haben Wissenschaftler das menschliche Gen deaktiviert, das den Alterungsprozess auslöst. Doch obwohl dadurch eigentlich alle unsterblich sind, droht irgendwann trotzdem das Lebensende: Denn damit die Erde nicht übervölkert wird, müssen Menschen für ihre Bedürfnisse nicht mehr mit Geld bezahlen, sondern mit Lebenszeit!
Endlich mal wieder eine wirklich intelligente Filmidee, die da in Hollywood ersonnen wurde. Für Popstar Justin Timberlake könnte sie zum Karriere-Sprungbrett werden. Nach kleineren, aber stets von der Kritik gelobten Auftritten in Filmen wie "Alpha Dog" und "Edison" und einer Hauptrolle in der starken Videopremiere "The Open Road" spielt Justin Timberlake in dem ambitionierten SciFi-Projekt die Titelrolle.
"I'm Mortal" ist dabei als aufwändige Großproduktion geplant: Regie führt Andrew Niccol, von dem "Die Truman Show" stammt, und der mit "Gattaca" Maßstäbe im SciFi-Genre setzte. Niccol schreibt auch das Drehbuch. Zudem steht Justin Timberlake mit "Mamma Mia!"-Schönheit Amanda Seyfried ein derzeit schwer angesagter weiblicher Star zur Seite.
Während über Seyfrieds Part noch nichts Näheres bekannt ist, klingen die Details zu Justin Timberlakes Figur extrem spannend: Denn in der Welt, in der Lebenszeit die tägliche Währung ist, mit der die Menschen daher natürlich auch Handel treiben, kommt er unverhofft an eine große Menge Lebenszeit. Das geschieht aber zu spät, um seine bereits sterbende Mutter noch zu retten. Nach einigen Wirrungen sieht er sich plötzlich von einer korrupten Polizei-Truppe verfolgt, den "Time Keepers".
Inhaltlich nimmt "I'm Mortal" dabei natürlich Anleihen beim Klassiker "Flucht ins 23. Jahrhundert", der in den 70ern das Auslaufen von Lebenszeit thematisierte und Farrah Fawcett so bekannt machte, dass später eine der "3 Engel für Charlie" wurde. Im Kino-Update der 2000er wurde sie dann von Justin Timberlakes Ex Cameron Diaz beerbt. Timberlake selbst ist zudem ab 7. Oktober in dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Drama "The Social Network" über die Facebook-Gründer zu sehen.
Hollywoods härteste und heißeste Blondine seit Sharon Stone ist ein Kraftpaket purer Körperlichkeit, wenn sie als Partnerin von Jim Carrey...
"Nach Hause telefonieren" machte sie an der Seite von Knuddel-Alien "E.T." berühmt. Aus der Hollywood-Schauspielerfamilie Barrymore (...
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