Cillian Murphy
Naomie Harris
Christopher Eccleston
Regie: Danny Boyle
Verleih: Fox
Wohlmeinende Tierschützer statten dem Schimpansengehege im Militärlabor einen Besuch ab und erleben dabei eine unschöne Überraschung. 28 Tage später erwacht in einem Londoner Krankenhaus der Fahrradkurier Jim (Cillian Murphy) aus dem Koma und steht als einer der letzten Überlebenden einer rasenden Zombie-Invasion gegenüber. Ein gesicherter Militärkomplex, in den sich Jim mit den letzten beiden Frauen Englands flüchtet, ist keine wesentliche Verbesserung.
Danny "Trainspotting" Boyle und Dogma-Kameramann Anthony Dodd Mantle greifen zum Horrorwellen-Surfboard, bedienen sich mit beiden Händen bei Genre-Papi Romero und servieren auf preiswertem DV-Format den Splatterschocker des Jahres. Nix für Zartbesaitete.
Postapokalyptischer Horrortrip von Danny Boyle, in dem ein Virus namens "Wut" ganz England in blutrünstige Zombies verwandelt.
In einem Labor setzen Tierschützer versehentlich ein streng bewachtes tödliches Virus frei. 28 Tage später erwacht Koma-Patient Jim (Cillian Murphy) in einem Krankenhaus im völlig verwüsteten London.
Um ihn herum wimmelt es nur so von blutrünstigen Infizierten, die sich zusammengerottet haben, um alles zu töten, was ihnen in den Weg kommt.
Gemeinsam mit den letzten drei Gesunden rettet sich Jim aus der menschenleeren Metropole in ein Militärcamp im Norden des Landes. Doch dort geht der Albtraum erst richtig los...
Danny Boyle legt nach "The Beach" endlich wieder tolles Kino jenseits von Mainstream und Gefälligkeit vor. Sein atemberaubender Virus-Horror im Gefolge von Klassikern wie "Die Nacht der lebenden Toten" begeistert durch die düsteren, zwischen Rasanz und Elegie pendelnden Digicam-Bilder von Anthony Dodd Mantle ("Das Fest").
Neben den beachtlich aufspielenden Jungdarstellern, allen voran Cillian Murphy als Jim, sorgt zudem John Murphys sakral anmutender Score für gepflegten Grusel. Ein echter Nervenschocker!
| Darsteller: | Cillian Murphy | als Jim | |
|---|---|---|---|
| Naomie Harris | als Selina | ||
| Christopher Eccleston | als Henry | ||
| Megan Burns | als Hannah | ||
| Brendan Gleeson | als Frank | ||
| Noah Huntley | als Mark | ||
| Chris Dunne | als Jims Vater | ||
| Emma Hitching | als Jims Mutter | ||
| Alexander Delamere | als Mr. Bridges | ||
| Kim McGarrity | als Mr. Bridges Tochter | ||
| Luke Mably | als Private Clifton | ||
| Stuart McQuarrie | als Sergeant Farrell | ||
| Ricci Harnett | als Corporal Mitchell | ||
| Leo Bill | als Private Jones | ||
| Junior Laniyan | als Private Bell | ||
| Ray Panthaki | als Private Bedford | ||
| Sanjay Rambaruth | als Private Davis | ||
| Marvin Campbell | als Private Mailer | ||
| David Schneider | als Wissenschaftler | ||
| Toby Sedgwick | als Infizierter Priester | ||
| Justin Hackney | als Infiziertes Kind | ||
| Jukka Hiltunen | als Aktivist | ||
| Bindu de Stoppani | als Aktivist | ||
| Alex Palmer | als Aktivist | ||
| Regie: | Danny Boyle | ||
| Drehbuch: | Alex Garland | ||
| Produzent: | Andrew Macdonald | ||
| Kamera: | Anthony Dodd Mantle | ||
| Schnitt: | Chris Gill | ||
| Musik: | John Murphy | ||
| Produktionsdesign: | Mark Tildesley | ||
| Mark Digby | |||
| Patrick Rolfe | |||
| Kostüme: | Rachael Fleming | ||
| Ton: | John Rodda | ||
| Casting: | Gail Stevens | ||
Bald werden wir Abraham Lincoln mit ganz neuen Augen sehen - und Tim Burton hilft uns dabei.
Auch Präsidenten haben ihre Hobbies: Barack Obama pokert in seiner freien Zeit, Kremlchef Dmitri Medwedew knipst, George W. Bush war begeisterter Jäger, Abraham Lincoln erledigte Vampire. Jedenfalls wenn man Autor Seth Grahame-Smith Glauben schenken will - und seinem Roman "Abraham Lincoln: Vampire Hunter". Der lässt den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten in einem völlig neuen Licht erstrahlen und schildert einen Abe Lincoln, der diesmal weniger die Sklaverei sondern eher Untote abschaffen will.
Solch zugegeben etwas abstruser Gedanke hat offenbar sofort Tim Burton fasziniert - Hollywoods Koryphäe für Schräges aller Art. Der tut sich noch schnell mit Timur Bekmambetow zusammen, der bereits in "Wanted" das Regiezepter schwang - und fertig ist das schlagkräftige Kreativ-Team. Noch dazu ein bewährtes, da die beiden im Puppen-Thriller "" sowohl viel Spaß hatten als auch ein extrem gelungenes Ergebnis erzielen konnten. Sogar mit der Suche nach Geld wollen die beiden sich offenbar nicht lange aufhalten - und nehmen der Einfachheit halber ihr eigenes.
Jane Austen meets Zombieland
Da gerade sensible historische Stoffe eine möglichst werksgetreue Verfilmung erfordern, hat man gar den Autor mit an Bord geholt. Grahame-Smith höchstselbst wird sich am Drehbuch versuchen. Was eine ziemlich gute Nachricht ist, da der Autor und Produzent nämlich schon in seiner Parodie "Stolz und Vorurteil und Zombies" extrem schrägen Humor und ziemlich viel Stil bewiesen hat.
Diese Kreuzung aus Jane Austen und "28 Days Later" wird übrigens ebenfalls verfilmt. Mit Natalie Portman als Hauptdarstellerin und Produzentin. Freunde des unkonventionellen Filmgenusses - da kommt was auf euch zu. Und doch bleibt eine Frage: Wenn Präsident Lincoln Vampiren das untote Lebenslicht ausblies - was macht wohl Angela Merkel in Ihrer Freizeit? Mit bloßen Händen Werwölfe erledigen?
Der Unberechenbare. Mit seinen flirrenden unruhigen Augen und der beherrschten Körpersprache ist der Ire Cillian Murphy ausgezeichneter...
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