Starbesetztes, knallhartes Großstadtdrama von Spike Lee über einen Drogendealer, der beschließt, seine Karriere zu beenden. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz15/z0315500/b150x150.jpg 25 Stunden

Filmdetails

25 Stunden

Starbesetztes, knallhartes Großstadtdrama von Spike Lee über einen Drogendealer, der beschließt, seine Karriere zu beenden.


25 Stunden
Start: 15.05.2003

Originaltitel: 25th Hour

Drama

USA 2002
Laufzeit: 135 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Edward Norton
Barry Pepper
Philip Seymour Hoffman

Regie: Spike Lee
Verleih: Buena Vista

So werten die bisherigen Besucher:

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

24 Stunden bleiben Drogendealer Monty Brogan (Edward Norton), bevor er eine siebenjährige Haftstrafe anzutreten hat. In dieser Zeit will er sich mit seinem Vater (Brian Cox) aussöhnen, der mit Hilfe von Montys Drogengeld ein Pub aufziehen konnte. Abschließend möchte Monty mit seinen besten Freunden Frank und Slaugherty noch einmal um die Häuser ziehen. Slaugherty (Barry Pepper) ist ein mit allen Wassern gewaschener Broker geworden, der schüchterne Frank (Philip Seymour Hoffman) hat sich als Lehrer in seine minderjährige Schülerin (Anna Paquin) verliebt. Am Morgen konfrontiert Monty alle mit einer radikalen Überraschung...

Spike Lee ist fleißiger denn je: Mit diesem fesselnden Drama um drei junge New Yorker im Kampf um die richtige Entscheidung bringt er nach Meinung vieler Kritiker sein bestes Werk seit langem auf die Leinwand.


Kritik

Der Countdown läuft: Nach einem Leben auf der Überholspur droht Drogendealer Edward Norton Gefängnis - eine packende Reise ans Ende der Nacht.

Großansicht Wie verbringt man die letzten Stunden in Freiheit, fragt sich Monty Brogan

Wie verbringt man die letzten Stunden in Freiheit, fragt sich Monty Brogan

Was tun, wenn man nur noch 24 Stunden hat und dann für sieben Jahre in den Knast muss? Edward Norton alias Drogendealer Monty Brogan verabschiedet sich von den Menschen, die ihm etwas bedeuten - der verführerischen Freundin, die ihn vielleicht bei der Polizei angeschwärzt hat, den Kumpels, mit denen er noch einmal einen draufmacht, seinem Vater, mit dem er ins Reine kommen will. Er stürzt in Selbstzweifel, lässt seine Existenz Revue passieren, mal überfällt ihn Angst, dann packt ihn wieder der Mut.

Spike Lee zeigt die Stationen eines langen Tages und einer noch längeren Nacht und tobt dabei seine Hassliebe zu New York in Wahnsinnsbildern aus. Die Stadt, die niemals schläft - ein glitzernder und gleichzeitig düsterer Vorhof der Hölle, eine eigene Figur, die wie Monty lernen muss, mit einer schwierigen Situation umzugehen. Lee ("Do the Right Thing") jedenfalls ist mit seinem 14. Spielfilm ein Meisterwerk gelungen.

25 Stunden

Darsteller:  Edward Norton   als Monty Brogan
  Barry Pepper   als Francis Xavier Slaughtery
  Philip Seymour Hoffman   als Jakob Elinsky
  Rosario Dawson   als Naturelle Riviera
  Anna Paquin   als Mary D'Annunzio
  Brian Cox   als James Brogan
  Tony Siragusa   als Kostya Novotny
  Levani Outchaneichvili   als Onkel Nikolai
  Mischa Kuznetsow   als Senka Valghobek
  Isiah Whitlock jr.   als Agent Flood
  Michael Genet   als Agent Cunningham
  Tony Devon   als DEA-Agent Allen
  Paul Diomede   als Simon
  Aaron Stanford   als Marcuse
 
Regie:  Spike Lee  
Drehbuch:  David Benioff  
Produzent:  Spike Lee  
  Jon Kilik  
  Tobey Maguire  
  Julia Chasman  
Ausf. Produzent:  Nick Wechsler  
Buchvorlage:  David Benioff  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Schnitt:  Barry Alexander Brown  
Musik:  Terence Blanchard  
Produktionsdesign:  James Chinlund  
  Nicholas Lundy  
Kostüme:  Sandra Hernandez  
Ton:  Rolf Pardula  
Casting:  Aisha Coley  

Ich will selber denken

Vom Cityguerillero über den verliebten Priester und den geläuterten Neonazi bis zum Cop, der Hannibal Lecter zur Strecke brachte. In "25 Stunden" spielt Ed Norton einen New Yorker Drogendealer und musste sich dabei noch einmal mit dem 11. September auseinandersetzen.

Großansicht Norton weiß, was Serienkiller wünschen

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» Die Ereignisse des 11.09. sind in "25 Stunden" omnipräsent. Ist der Film als politisches Statement zu verstehen?

EDWARD NORTON: Für uns New Yorker ist der 11. September in erster Linie eine emotionale Realität. Außer Barry Pepper leben alle Beteiligten des Films in New York. Der Kontext einer kollektiven Krise erschien uns angemessen, um eine Geschichte über Menschen in der Krise darin anzusiedeln. Es geht um Verlust, um einen Mann, der sein Leben als selbstverständlich betrachtet und schlagartig alles verliert.

» Was hat Sie am Drehbuch von "25 Stunden" fasziniert?

Der Film zeigt, dass jeder selbst die Verantwortung für sein Handeln trägt. In einer Periode von 24 Stunden sind die Figuren gezwungen, ihr Handeln zu überdenken. Ich finde es schade, dass so wenige Tragödien gedreht werden, in denen ein tragischer Held dramatisch scheitert, wie in einem klassischen griechischen oder einem Shakespeare-Drama. Monty ist ein Drogendealer, der sich in eine Krise manövriert. Gleichzeitig ist er intelligent, charmant und charismatisch, so dass sich der Zuschauer leicht mit ihm identifizieren kann. Dasselbe gilt auch für die anderen Figuren.

Großansicht Als Nelson Rockefeller lässt er Dollars für den Künstler Diego Rivera springen, den Mann von "Frida" Kahlo

Als Nelson Rockefeller lässt er Dollars für den Künstler Diego Rivera springen, den Mann von "Frida" Kahlo

» Suchen Sie sich Ihre Rollen nach den Regisseuren aus?

In etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle hängt mein Entschluss vom Drehbuch ab. Bei "Larry Flynt" gefiel mir das Buch z.B. anfangs nicht besonders. Aber Milos Forman ist einer meiner Idole, also habe ich zugesagt. Auch bei "The Score" war das Skript zunächst nicht in der besten Form. Den Ausschlag gab hier die Aussicht, einmal mit Robert De Niro und Marlon Brando zu drehen. Bei "Roter Drache" war das ähnlich: Ich hatte drei Monate Leerlauf und Anthony Hopkins, den ich enorm bewundere, war mit dabei. Wenn das Angebot von "25 Stunden" zur selben Zeit gekommen wäre, hätte ich "Roter Drache" nicht gemacht.

Großansicht Nachdenklich als Drogendealer Monty in "25 Stunden"

Nachdenklich als Drogendealer Monty in "25 Stunden"

» Gab bei "25 Stunden" Regisseur Spike Lee oder das Drehbuch den Ausschlag, den Film zu machen?

Beides. Ich hätte jeden Film mit Spike gedreht. Jahrelang habe ich ihn bei jeder Gelegenheit gelöchert, mal etwas zusammen zu machen. Es wurde fast schon ein Running Gag zwischen uns. Doch selbst wenn nicht er, sondern ein anderer Regisseur mir "25 Stunden" vorgeschlagen hätte, wäre ich dabei gewesen. Es war einer der seltenen Fälle, in denen du ein Buch liest, das dich sofort auf einer emotionalen Ebene fesselt. Die Kombination aus Skript und Regisseur war natürlich optimal.

Großansicht In "American History X" mimt Norton einen Neofascho made in USA

In "American History X" mimt Norton einen Neofascho made in USA

» Sie haben bei "Frida" am Skript mitgeschrieben. Werden Sie sich nun verstärkt als Autor betätigen?

Bei den Drehbüchern, die mir als Schauspieler vorlagen, habe ich zum Teil erhebliche Veränderungen vorgenommen, z.B. bei "Larry Flint", "American History X" und "The Score". Im Fall von "Frida" bin ich stolz auf meine Arbeit. Aber ich habe keinen Credit bekommen, denn die Autorengewerkschaft hat da sehr strenge Regeln. Grundsätzlich ist für mich die Arbeit am Drehbuch jedoch nur ein Mittel zum Zweck.

» Wie wurde "25 Stunden" bislang aufgenommen?

Der Film hat eine starke Reaktion in der Presse ausgelöst. Für mich ist das ein Zeichen, dass wir es richtig gemacht haben. Spike hat sein Publikum schon immer herausgefordert, schwierige Fragen selbst zu beantworten. Ich finde, das gelingt ihm ziemlich gut. Ich mag Filme nicht, die dem Zuschauer alles bis ins kleinste Detail erklären, die dir vorgeben, was du zu denken hast. Ich bin erwachsen und will mir selbst einen Reim auf die Dinge machen.

Star

Edward Norton

Der blonde Schauspieler mit dem Habitus eines Yuppies, der Maske eines Biedermannes, hinter dem sich gefährliche Charaktere verbergen können...

Star

Barry Pepper

* 04.04.1970

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