Bruce Willis
Mos Def
David Morse
Regie: Richard Donner
Verleih: Warner
Seiner Trinkgewohnheiten und der frechen Klappe wegen ist der heruntergekommene New Yorker Cop Jack Mosley (Bruce Willis) den Vorgesetzten schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Nun soll der müde Veteran den farbigen Junggauner Eddie Bunker (Rapper Mos Def) nur mal schnell die 16 Blocks vom Untersuchungsknast zum Gericht bringen, wo dieser dann seine als brisant eingestufte Aussage in einem Fall von Polizeikorruption machen soll. Doch wie durch Zufall finden sich allerhand Hindernisse am Wegesrand ...
In der Tradition des Eastwood-Klassikers "Der Mann, der niemals aufgibt" kommen sich Rassen und Generationen im gemeinsamen Kampf gegen den Rest der Welt näher. Genreveteran Richard Donner ("Legal Weapon") inszenierte.
Bruce Willis und Mos Def wandeln in Richard Donners Echtzeit-Thriller auf den Spuren von Nick Nolte und Eddie Murphy.
Was hat der Mann schon leiden müssen! Barfuss ist er in "Stirb langsam" über Glasscherben gelaufen, musste dann in der Hit-Fortsetzung ein rassistisches Plakat durch Harlem tragen, war der "Last Man Standing" und opferte sich in "Armageddon", um die Menschheit zu retten: Bruce Willis.
Er ist und bleibt Hollywoods treffsicherste und gleichzeitig beliebteste Allzweckwaffe. Schütteres Haar, trauriger Dackelblick und leichter Bauchansatz. Trotzdem: Kein Schurke, den er nicht zu besiegen, keine Falle, der er nicht zu entkommen weiß.
Da mutet sein aktueller Auftrag doch eigentlich recht läppisch an. Ganze sechzehn Blocks soll er als desillusionierter New Yorker Cop Jack Mosley den geschwätzigen Eddie Bunker (Mos Def) von der Polizeizelle in den Gerichtssaal bringen. Wo der Kleinganove gegen einen Haufen korrupter Polizisten aussagen will - was diese mit allen Mitteln zu vereiteln suchen.
Kennen wir ... siehe "Nur 48 Stunden", siehe "Midnight Run". Stimmt. Aber nur vom Ansatz her. Der Rest ist Variation, verantwortet von Regisseur Richard Donner ("Zwei stahlharte Profis") und dessen Autor Richard Wenk.
Obwohl die Handlung von "16 Blocks" in Echtzeit abläuft, nehmen sie sich Zeit, ihre Charaktere zu zeichnen. Bauen zwischen dem Alkoholiker Jack und der Nervensäge Eddie eine Art Freundschaft auf. Während ein zutiefst fieser, aalglatter David Morse als Jacks Ex-Partner sie mit seinen Helfershelfern gnadenlos durch Manhattans Straßenschluchten hetzt.
Da wird dann auch aus allen Rohren geschossen, ein voll besetzter Bus gekapert und über Hochhausdächer geturnt. Das Blut fließt und die Zeit rinnt den ungleichen Buddys durch die Finger ...
| Darsteller: | Bruce Willis | als Jack Mosley | |
|---|---|---|---|
| Mos Def | als Eddie Bunker | ||
| David Morse | als Frank Nugent | ||
| Jenna Stern | als Diane Mosley | ||
| Casey Sander | als Captain Gruber | ||
| Cylk Cozart | als Jimmy Mulvey | ||
| David Zayas | als Robert Torres | ||
| Regie: | Richard Donner | ||
| Drehbuch: | Richard Wenk | ||
| Produzent: | Avi Lerner | ||
| Arnold Rifkin | |||
| Randall Emmett | |||
| Jim van Wyck | |||
| John Thompson | |||
| Ausf. Produzent: | George Furla | ||
| Boaz Davidson | |||
| Danny Dimbort | |||
| Trevor Short | |||
| Hadeel Reda | |||
| Kamera: | Glen MacPherson | ||
| Schnitt: | Steve Mirkovich | ||
| Musik: | Klaus Badelt | ||
| Kostüme: | Vicki Graef | ||
Ob deutsche Highlights wie "Das Parfum", US-Perlen wie "Brokeback Mountain" oder Realsatire á la "Borat": Das Kinojahr 2006 hatte Einiges zu bieten.
Hollywoods große Blockbuster mussten auch erzählerisch zum Äußersten greifen anno 2006, um die hohen Erwartungen der Fans zu erfüllen und wirklich noch etwas Spannung aus ihren sattsam bekannten Szenarien zu kitzeln.
"Mission: Impossible III", "Casino Royale" und "Superman Returns" standen nicht allein in der Wahl extremer Mittel. Johnny Depp wurde am Schluss von "Fluch der Karibik 2" vom Wal verschluckt (da er jedoch auch im dritten Teil die Hauptfigur darstellt, darf davon ausgegangen werden, dass er überlebt), "X-Men 3" verabschiedete mit Patrick Stewart und Famke Janssen gleich zwei lang gediente Superhelden und "Poseidon" ging auch nicht zimperlich mit dem Leben seiner Protagonisten um.
Neben Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" trägt Bruce Willis das bekannteste verschwitzte und zerrissene Unterhemd der Filmgeschichte. In...
Der HipHop-Musiker und Schauspieler Mos Def (auch: Mighty Mos Def, The Freaky Night Watchman, Boogie Man, Black Dante, Dante Beze, Pretty Flaco, Flaco...
Film der Woche: Als selbstherrlicher General Aladeen stellt Sacha Baron "Borat" Cohen lustvoll New York auf den Kopf - und reitet urkomische Attacken gegen alle Tabus
Filme der Woche: Skurrile Liebeskomödie mit Ewan McGregor, 10.000 Lachsen in der Wüste - und einem Herz an der Angel
Cops der Woche: Die Kultserie als grandiose Action-Comedy mit Jonah Hill und Channing Tatum.
Komödie der Woche: Sönke Wortmanns Filmspass um eine (Alp-)Traumhochzeit – aus der Sicht des videofilmenden Kumpels