Deutschlands erste Piratenkomödie entstaubt rockig den Mythos um Klaus Störtebecker und feiert das Motto Freiheit für Friesland. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz42/z0942509/b150x150.jpg 12 Meter ohne Kopf

Filmdetails

12 Meter ohne Kopf

Deutschlands erste Piratenkomödie entstaubt rockig den Mythos um Klaus Störtebecker und feiert das Motto Freiheit für Friesland.


12 Meter ohne Kopf
Start: 10.12.2009

Abenteuer / Komödie

Deutschland 2009
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ronald Zehrfeld
Matthias Schweighöfer
Franziska Wulf

Regie: Sven Taddicken
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Klaus Störtebecker und sein bester Freund Gödeke Michels genießen das Piratenleben mit Wein, Weib, Schlägern und Shopping in den von ihnen aufgebrachten prall gefüllten Handelsschiffen der Hanse. Nachdem Störtebecker aber niedergestochen wird, verändert sich alles. Der Anführer mutiert zum Angsthasen, will mit der hübschen Bille seßhaft werden. Das treibt seinen Kumpel in die Depression, die Mannschaft in die Meuterei. Und doch gibt es ein großes Comeback, das die Hanse fast in die Knie und zu einer gefährlichen Reaktion zwingen wird.


Kritik

12 Meter ohne Kopf

Mit einer Komödie über den Fluch der Nord- und Ostsee, über die Freibeuter Störtebecker und Michels, inszeniert Sven Taddicken erneut unorthodoxes Genrekino.

"12 Meter ohne Kopf" soll der geköpfte Klaus Störtebecker der Legende nach noch gelaufen sein. Ein Mythos, der im Titel signalisiert, dass es "Deutschland erster Piratenkomödie", so Stefan Schubert von Wüste Film, nicht um historische Fakten, sondern um heiteres Fabulieren geht. Im Drehbuch von Matthias Pacht ist die Hinrichtung Störtebeckers im Jahr 1401 ein echtes Gaunerstück. Ein Jahr geht der Film von dort aus zurück, zeigt, wie aus coolen Piraten ein jämmerlicher Haufen, mit Hilfe einer neuen Waffe aber schließlich der Schrecken der Hanse wurde. Immer im Fokus ist das Spaß-orientierte Freibeuterleben zwischen Kampftrinken, Schlägereien und Gelegenheitssex. Alles ändert sich, als Störtebecker niedergestochen wird und sich vom charismatischen Rabauken zum ängstlichen Versteher mit Parolen wie "Gewalt ist keine Lösung" wandelt: Schlecht für einen Anführer, der nach dem Respekt durch Meuterei auch seine Mannschaft verliert. Schlecht auch für die Freundschaft, weil Störtebecker nun mit Alleinerzieherin Bille seßhaft werden will und damit Kumpel Michels die Lebensfreude nimmt. Einen (kläglich gescheiterten) Selbstmordversuch später wird aber das große Comeback, die Kampfansage an die Hanse, eingeleitet, die nach herben Verlusten zur Jagd auf die Bilanzsaboteure bläst.

Kaum überraschend, dass mit einem Budget von sechs Millionen Euro karibische Kämpfe mit üppigen Digitaleffekten nicht geleistet werden können, dass "12 Meter ohne Kopf" mehr ein Film der Gesichter als der Action ist. Taddicken, der zuvor unorthodoxe Familienkomödien ("Mein Bruder, der Vampir") und Liebesgeschichten ("Emmas Glück") inszenierte, konzentriert sich auf seine Buddies, mit Engagement gespielt von Newcomer Ronald Zehrfeld und Matthias Schweighöfer, und auf Situationskomik, die nicht immer zündet, obwohl der Verlust von Störtebeckers Mojo, seine Entmännlichung, mehr Munition geboten hätte. Im Kielwasser von Captain Sparrow sind Piraten erneut die Rockstars ihrer Zeit. Anachronismus ist dabei Stilprinzip. Die Ausstattung führt in die Vergangenheit, die Sprache in die Moderne, während die Musik der etwas gemächlich dahinschaukelnden Story mit Glam Rock und Punk Dampf macht. Gedreht wurde größtenteils auf See, mit drei nachgebauten Koggen. Geopfert wurde für dieses Herzensprojekt von Seiten der Macher viel, nicht zuletzt der eigene Widerstand, wenn Schweighöfer, schlafend, Zehrfelds Zehen lutschen und dieser, hungernd, eine krabbelnde Spinne essen muss. kob.

12 Meter ohne Kopf

Darsteller:  Ronald Zehrfeld   als Klaus Störtebeker
  Matthias Schweighöfer   als Gödeke Michels
  Franziska Wulf   als Bille
  Oliver Bröcker   als Lupe
  Hinnerk Schönemann   als Keule
  Jacob Matschenz   als Nolle
  Sascha Reimann   als Beule
  Jana Pallaske   als Okka
  Devid Striesow   als Simon von Utrecht
  Peter Kurth   als Keno Tom Brooke
  Alexander Scheer   als Herman Lange
  Milan Peschel   als Nicolaus Schocke
  Detlev Buck   als Waffenhändler
  Achim Reichel   als Henker Rosenfeld
  Simon Gosejohann   als Fokko Johannson
 
Regie:  Sven Taddicken  
Drehbuch:  Matthias Pacht  
Produzent:  Stefan Schubert  
  Björn Vosgerau  
  Ralph Schwingel  
  Uwe Kolbe  
Koproduzent:  Nina Bohlmann  
  Babette Schröder  
Schnitt:  Andreas Wodraschke  
  Alexander Dittner  
  Florian Miosge  
Musik:  Christoph Blaser  
  Steffen Kahles  
Produktionsdesign:  Peter Menne  
Kostüme:  Nicole Fischnaller  
Maske:  Barbara Kreuzer  
Ton:  Steffen Graubaum  
Casting:  Simone Bär  

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