Originaltitel: Ten Canoes
Australien 2006
Crusoe Kurddal
Jamie Gulpilil
Richard Birrinbirrin
Regie: Rolf de Heer
Verleih: Alamode (24 Bilder)
Vor etwa 1000 Jahren siedelten nur die Aborigines in Australien. Die Männer eines Stamms brechen auf, um durch die Arafura-Sümpfe zu wandern, Bäume zu fällen, aus den Rinden zehn Kanus für die Jagd zu bauen und sich Geschichten zu erzählen. Von Ridjimiraril (Crusoe Kurddal) zum Beispiel, dessen junger Bruder Yeeralparil (Jamie Gulpilil) seine jüngste Frau (Cassandra Malangarri Baker) begehrt. Der Stamm gerät in Unruhe, als ein Fremder (Michael Dawu) auftaucht und Ridjimirarils zweite Frau (Frances Djulibing) verschwindet.
Der Holländer Rolf de Heer schuf mit dem Australier Peter Djigirr eine nur mit Aborigine-Laien besetzte Filmcollage. Deren vielschichtige Episoden laden zu einer poetisch-mystischen Reise zu den verschiedenen, untergegangenen Epochen des fünften Kontinents ein.
Drama mit verschiedenen Erzählebenen um einen Jagdausflug einer Aborigines-Gruppe.
"Zehn Kanus" erzählt die parabelhafte Geschichte zweier Aborigine-Männer mit familiären Verwicklungen. Angesiedelt in einer Zeit vor etwa 1.000 Jahren, handelt sie von einem jungen, unverheirateten Mann, der die dritte und jüngste Frau eines Älteren begehrt.
Der Stamm bricht auf zu einer Wanderung, um Bäume zu fällen und zehn Kanus aus Borke für die Jagd zu bauen. Der junge Mann nimmt zum ersten Mal teil und muss viel lernen. Vor allem auch Geduld, um die Geschichte anzuhören, die der ältere ihm von den Vorfahren erzählt.
Neuland betrat Regisseur Rolf de Heer mit seinem elften Film: Erstmals wurde ein Projekt im entlegenen Arnhem Land mit Aborigine-Laien-Darstellern in einheimischen Dialekten verwirklicht.
Seine hinreißende Filmcollage aus verschiedenen Epochen einer untergegangen Zeit ist eine poetisch-mystische Reise in die Vergangenheit, voller Humor und mit der Leichtigkeit eines Traums und besticht durch gutes Timing, lustige Episoden und gekonntes Ineinanderweben der Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen.
| Darsteller: | Crusoe Kurddal | als Ridjimiraril | |
|---|---|---|---|
| Jamie Gulpilil | als Dayindi/ Yeeralparil | ||
| Richard Birrinbirrin | als Birrinbirrin | ||
| Peter Minygululu | als Minygululu | ||
| Frances Djulibing | als Nowalingu | ||
| David Gulpilil | als Erzähler | ||
| Sonia Djarrabalminym | als Banalandju | ||
| Johnny Buniyira | als Kanute/Krieger | ||
| Peter Djigirr | als Kanute/Opfer/Krieger | ||
| Philip Gudthaykudthay | als Der Hexer | ||
| Michael Dawu | als Kanufahrer/ Der Fremde | ||
| Bobby Bununggurr | als Kanufahrer/ Der Onkel | ||
| Regie: | Rolf de Heer | ||
| Drehbuch: | Rolf de Heer | ||
| Produzent: | Domenico Procacci | ||
| Julie Ryan | |||
| Rolf de Heer | |||
| Ausf. Produzent: | Bryce Menzies | ||
| Sue Murray | |||
| Domenico Procacci | |||
| Kamera: | Ian Jones | ||
| Schnitt: | Tania Nehme | ||
| Produktionsdesign: | Beverley Freeman | ||
| Ton: | James Currie | ||
| Tom Heuzenroeder | |||
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