Originaltitel: 10 Things I Hate About You
USA 1998
Heath Ledger
Julia Stiles
Joseph Gordon-Levitt
Regie: Gil Junger
Verleih: Buena Vista
Die beliebte, attraktive Bianca hat ein Problem. Eine Familienregel verbietet es ihr, sich mit Jungs zu treffen, bis ihre rebellische, beim männlichen Geschlecht ausgesprochen unbeliebte Schwester Kat an den Mann gebracht worden ist. Um freien Weg zum Herzen Biancas zu haben, versucht Joey den geheimnisvollen Patrick mit Kat zu verkuppeln.

William Shakespeare erweist sich als nicht totzukriegender Hollywood-Dauerbrenner, der nach dem Oscar-Triumpf von "Shakespeare In Love" wieder in aller Munde ist. Im Zuge des aktuellen Teenkomödientrends erfährt nun mit "Der Widerspenstigen Zähmung" eines der beliebtesten Stücke des Dichters ein jugendliches Update. Die talentierte Hauptdarstellerin Julia Stiles konnte sich mit dem Film, der im Fahrwasser des im Ton nicht unähnlichen "Eine wie keine" auf Interesse stoßen wird, schon für ihre folgenden Rollen in "Hamlet" und der Othello-Adaption "O" vorbereiten.
Die kratzbürstige Kat Stratford ist der Schrecken ihrer schnieken Eliteschule in Seattle. Sie steht auf feministische Literartur, Girlrockbands und schert sich einen feuchten Schmutz, was ihre Mitschüler von ihr halten. Ihre jüngere Schwester Bianca ist das genaue Gegenstück und würde gerne mit dem reichen Modelboy Joey anbandeln. Das Problem ist der alleinerziehende Vater Stratford, der als Geburtsarzt Angst hat, daß seine Töchter frühzeitige Mütter werden könnten. Somit lautet seine Auflage, daß Bianca erst dann einen Freund haben darf, sobald die unpopuläre Kat Anhang findet. Biancas Verehrer Cameron setzt daraufhin alle Hebel in Bewegung, Kat unter die Haube zu bringen. Lediglich Schulrebell Patrick Verona (Aussie-Export Heath Ledger sticht positiv hervor, steht gerade mit Mel Gibson in "The Patriot" vor der Kamera), der angeblich eine lebende Ente verspeist haben soll, ist für hartes Bargeld bereit, die undankbare Aufgabe Kat zu umwerben zu übernehmen. Doch er hat nicht mit seinen eigenen aufkeimenden Gefühlen gerechnet.
Die Grundidee mag in Shakespeare verwurzelt sein (einige Originalzitate werden untergebracht und der Abschlußball verbeugt sich mit elisabethanischen Motto vor dem Meister). Noch deutlicher lassen sich Parallelen zum Teenhit "Eine oder keine" ausmachen. Wieder ist die Protagonistin zunächst eine Nonkonformistin, die in "10 Dinge die ich an dir hasse" allerdings kein nennenswertes äußerliches Makeover über sich ergehen lassen muß. Erneut ist eine Wette mit im Spiel, mit der die Nichtsahnende von ihrem möglichen Lover hintergangen wird, ihm grollt und er sich für ihre Vergebung mächtig ins Zeug werfen muß. Zudem sorgt ein hohlköpfiger, ultraeingebildeter Narziß für Lacher. Verulkt wird auch der Lehrkörper mit einer schrulligen Schulpsychologin, die einen Erotikroman verfaßt, und einem Englischlehrer, der sich als Rapper versucht. Das Geschehen wird, sorgfältig beleuchtet und fotografiert, ebenfalls ins Milieu der Wohlhabenden verlegt und dieser Materialismus sorgt wie bei "Eine wie keine" für ein gewisses 80er-Jahre-Flair. Erwartungsgemäß wurde die romantisch-espritvolle Liebeskomödie mit einem schmissigen Soundtrack ausgestattet und der No-Doubt-Klon Letters To Cleo tritt mehrmals unter eigenem Namen auf. ara.
| Darsteller: | Heath Ledger | als Patrick Verona | |
|---|---|---|---|
| Julia Stiles | als Katarina Stratford | ||
| Joseph Gordon-Levitt | als Cameron James | ||
| Larisa Oleynik | als Bianca Stratford | ||
| David Krumholtz | als Michael Eckman | ||
| Andrew Keegan | als Joey Donner | ||
| Susan Pratt | als Mandella | ||
| Gabrielle Union | als Chastity | ||
| Larry Miller | als Walter Stratford | ||
| Daryl Mitchell | als Mr. Morgan | ||
| Allison Janney | als Ms. Perky | ||
| David Leisure | als Mr. Chapin | ||
| Regie: | Gil Junger | ||
| Drehbuch: | Karen McCullah Lutz | ||
| Kirsten Smith | |||
| Produzent: | Andrew Lazar | ||
| Koproduzent: | Jody Hedien | ||
| Ausf. Produzent: | Jeffrey Chernov | ||
| Seth Jaret | |||
| Kamera: | Mark Irwin | ||
| Schnitt: | O. Nicholas Brown | ||
| Musik: | Richard Gibbs | ||
| Produktionsdesign: | Carol Winstead Wood | ||
| Gilbert Wong | |||
| Kostüme: | Kimberly A. Tillman | ||
| Ton: | James Bayard Carey | ||
Eine Weile war es still geworden um die einst gefeierte Newcomerin Julia Stiles. Außer einer Rolle in "Die Bourne Identität" gab es wenig zu berichten.
Dafür kehrt die "10 Dinge"- Darstellerin nächstes Jahr um so häufiger zurück auf die Leinwand. Die Hauptrollen in "A Guy Thing", "Carolina" und "Mona Lisa Smile" hat sie bereits in der Tasche. Nun laufen auch die Verhandlungen für "The Prince and the Freshman".
In der Liebeskomödie wird sie eine College-Studentin spielen, die sich in den britischen Prinz Frederick verliebt. Der hat sich ein Jahr Auszeit gegönnt, um den normalen Studentenalltag kennen zu lernen. Doch die junge Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als die Beziehung publik wird.
"Rambling Rose"-Regisseurin Martha Coolidge wird "The Prince and the Freshman" inszenieren. Sie hält Julia Stiles für eine wunderbare Besetzung, denn erstens habe sie schon immer viel für Romantik übrig gehabt und zweitens dank einer Reihe von Shakespeareverfilmungen schon Erfahrung mit britischem Hochadel.
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