Remake von Joseph L. Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern", in dem ein gehörnter Krimischriftsteller seinen jungen Rivalen mit einem raffinierten Plan um die Ecke bringen will.
Remake von Joseph L. Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern", in dem ein gehörnter Krimischriftsteller seinen jungen Rivalen mit einem raffinierten Plan um die Ecke bringen will.
Andrew Wyke (Michael Caine) ist durch das Verfassen von Krimis zu Reichtum gekommen. Der selbstgerechte Mann hat alles, was man sich erträumen kann. Aber er weiß auch, dass seine Frau ihn wegen des arbeitslosen Schauspielers Milo Tindle (Jude Law) verlassen hat.
Wyke lädt den jüngeren Rivalen zu sich in sein entlegenes Anwesen ein und heuchelt Verständnis für die Situation, weist aber auch darauf hin, dass seine Frau Luxus gewöhnt ist und weiterhin einfordern wird. Um ihr ein schönes Leben bieten zu können, soll Milo die Juwelen Wykes stehlen und zu Geld machen. Milo geht auf das Angebot ein, ahnt allerdings nicht, dass Wyke Perfides im Schilde führt.
Remake mit Besetzungs-ClouRemake von Joseph L. Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern" aus dem Jahr 1972, das auf dem Theaterstück von Anthony Shaffer basiert. Nach einem Drehbuch des gefeierten Autors Harold Pinter haucht Kenneth Branagh dem zeitlosen Zweikampf zwischen zwei von Grund auf verschiedenen Männern neues Leben ein.
Ein besonderer Clou ist natürlich die Besetzung: Michael Caine spielte im Original die Rolle des Milo Tindle und schlüpft hier in den Part von Laurence Olivier, während Jude Law, der bereits im Remake von "Alfie" eine von Caine berühmt gemachte Figur verkörperte, als Milo zu sehen ist. Ein pikanter, raffinierter Krimigenuss.
von bf
veröffentlicht am 30-11-2007 um 10:57
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Kurztext:
Ein intellektuelles Duell um eine Frau, ein Gefecht um Überlegenheit und Demütigung, denn nur in jener erkennt man die Stärke seines Gegenübers. Dieser Film ist die vorbildliche Kino-Adaption eines Kammerspiels, und mit Michael Caine und Jude Law treffen hier zwei geniale Schauspieler, beide die besten Vertreter ihrer Generation, auf einander. Das nuancenreiche Spiel der Mimik sowie eine unglaubliche Kulisse regen die Schaulust wie den Intellekt bei der Enträtselung dieses gegenseitigen Fallenspiels an - spannend bis zur letzten Minute.
Jurybegründung:
Wer ist hier Täter, wer Opfer? Wer trickst gerade oder legt sein wahres, tiefstes Inneres frei? Wo verläuft die Grenze zwischen Gut und Böse, zwischen Genie und Wahnsinn?
Dieser Film ist die vorbildliche Kino-Adaption eines Kammerspiels; geschickt werden Elemente des Theaterspiels mit den Tricks und Raffinessen des Kinos bereichert. Schon mit der Eingangssequenz wird bildlich und sprachlich eine Aussicht auf Kinokunst auf höchster Ebene in Aussicht gestellt - und der Zuschauer wird in seiner hohen Erwartung nicht enttäuscht.
Mit Michael Caine und Jude Law treffen hier zwei geniale Schauspieler, beide die besten Vertreter ihrer jeweiligen Generation auf einander. Hier spielt keiner den anderen an die Wand, sondern sie treiben sich gegenseitig zu schauspielerischer und rezitativer Höchstleistung an.
Das nuancenreiche Spiel der Mimik ist selbst in kleinsten Gesten und beiläufigen Bewegungen derart ausgefeilt, dass die Schaulust ebenso angeregt wird wie der Intellekt bei der Enträtselung dieses gegenseitigen Fallenspiels. So gelingt es der Regie und den beiden Darstellern, die Zuschauer über die gesamte Länge des Films bei der Stange zu halten, ohne Ermüdungserscheinungen aufkommen zu lassen.
Ein Genuss für Ohren, Augen und Geist, wie er selten im Kino zu sehen ist.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Als der arbeitslose Schauspieler Milo Tindle (Jude Law) die Einladung des steinreichen Krimiautors Andrew Wyke (Michael Caine) annimmt, hätte er es besser wissen müssen. Der selbstgerechte Wyke hat sich alle materiellen Träume erfüllt - nur seine Frau geht mit Tindle fremd und hat ihn verlassen. Nun heuchelt er Interesse für den jüngeren Rivalen und schlägt ihm einen illegalen Deal vor: Tindle soll Wykes Juwelen rauben, um seiner Freundin ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen.
Der perfide Plan eines gehörnten Krimischriftstellers soll das Leben eines Rivalen beenden - das reimt sich auf Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern", dessen elegant-bissiges Remake ein pikantes Kräftemessen mit Besetzungs-Clou und Harold-Pinter-Script bietet.
| Originaltitel | Sleuth |
| OV | Ja |
| OmU | - |
| Genre | Thriller / Kriminalfilm |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | 12.10.2007 |
| Kinostart (D) | 20.12.2007 |
| Besucher (D) | 63.509 |
| Einspielergebnis (D) | € 384.474 Bes. (EDI) 63.509 Bes. (FFA) 60.693 |
| FSK | ab 12 Jahre |
| WWW | Link |
Jude Law
Produzent
Simon Halfon
Produzent
Tom Sternberg
Produzent
Marion Pilowsky
Produzent
Sir Kenneth Branagh
Produzent
Simon Moseley
Produzent
Martin Shafer
Ausf. Produzent
Anthony Shaffer
Buchvorlage
Tim Harvey
Produktionsdesi gn
Haris Zambarloukos
Kamera
Neil Farrell
Schnitt
Patrick Doyle
Musik
Alexandra Byrne
Kostüme
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