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Zugvögel... einmal nach Inari (1998)

Zugvögel... einmal nach Inari Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Zugvögel... einmal nach Inari: Gekonnte Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und Roadmovie mit Kaurismäki-Touch.

Der gutmütige Bierfahrer Hannes brütet jede freie Minute über Bahn-Kursbüchern. Als ihm sein neuer Chef den Sonderurlaub für den Wettbewerb der Kursbuchleser im fernen Finnland verweigert, setzt er ihn k.o. und tuckert mit Zug, Schiff und Bus ans Ziel seiner Wünsche – nach Inari. Auf dem Weg trifft er eine Finnin, die sein Herz erobert und andere skurrile Typen. Außerdem heftet sich ein Kommissar an seine Fersen.

Der Dortmunder Bierfahrer Hannes hat ein ungewöhnliches Hobby – er studiert Zugfahrpläne. Deshalb möchte der verschlossene Einsiedler auch um jeden Preis am 1. Internationalen Wettbewerb der Kursbuchspezialisten im nordfinnischen Inari teilnehmen. Als man ihm jedoch für seinen Traum-Trip keinen Urlaub genehmigen will, geht mit dem sonst so diensteifrigen Hannes der Gaul durch. Kurzerhand quittiert er seinen Job, setzt seinen Boss mit einem Faustschlag k.o. und sich selbst in den nächsten Zug, um Kurs zu nehmen auf Skandinavien.

Bierfahrer Hannes begegnet auf dem Weg zum Kursbuchleserwettbewerb in Inari einer beherzten Finnin und jede Menge skurriler Typen. Ein hartnäckiger Inspektor ist ihm auf den Fersen. Gekonnte Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und Roadmovie mit Kaurismäki-Touch.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Weit entfernt vom lauten Komödienrummel zeichnet Peter Lichtefeld in diesem Kino-Kleinod eine Reise in den hohen Norden Europas. Im finnischen Inari, wo sich Elch und Ren gute Nacht sagen, treffen sich ein paar Fahrplan-Freaks zum 1. Internationalen Wettbewerb der Kursbuchleser. Das eindrucksvolle Erstlingswerk mit Kaurismäki-Touch erhielt prompt eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis.

    Einem eigenartigen Hobby frönt der Bierfahrer Hannes (Joachim Król) in dieser lakonischen Kriminalkomödie. Der schüchterne Kerl bemerkt nicht, wie die Kollegin ihm schöne Augen macht, er hat nur eine Leidenschaft: Zugfahrpläne. Jede freie Minute brütet er über Bahn-Kursbüchern, als Belohnung hofft er auf den Sieg beim 1. Internationalen Wettbewerb der Kursbuchleser im fernen Finnland. Als ihm sein neuer Chef den Sonderurlaub verweigert, rastet der gutmütige Kumpel aus, setzt den Unsympath mit einem Faustschlag k.o. und tuckert mit Zug, Schiff und Bus ans Ziel seiner Wünsche – nach Inari, dem nördlichsten und verlorensten Zipfel Europas. Auf dem beschwerlichen Weg trifft er eine Finnin, die sein Herz erobert, einen in undurchsichtige Geschäfte verstrickten Schlafwagenschaffner und jede Menge skurriler Typen. Ohne daß er es weiß, heftet sich ein deutscher Kommissar an seine Fersen (Peter Lohmeyer), denn Hannes wird des Mordes an seinem Boss verdächtigt. Aber immer wieder gelingt es ihm, seinem Verfolger zu entkommen, der plötzlich auch dem seltsamen Reiz von Zugverbindungen verfällt. Als kurz vor Beginn des Wettbewerbs die Handschellen zuschnappen, scheint der Traum vom Sieg ausgeträumt. Doch selbst der härteste Kommissar zeigt manchmal Nachsicht und Verständnis…

    Wer den lakonischen Humor eines Mika oder Aki Kaurismäki schätzt, kommt bei diesem Trip ins lappländische Nirgendwo voll auf seine Kosten, zumal Kaurismäki-Muse Outi Mäenpää (“Das Mädchen aus der Strichholzfabrik” und “Wolken ziehen vorüber”) als Reisegefährtin mit sprödem Charme bezaubert. Peter Lichtenfeld, der als Aufnahme- und Produktionsleiter bei Filmen wie “Der Erdnussmann” oder “Die tödliche Maria” Erfahrungen sammelte, erzählt mit Sentiment aber ohne Sentimentalität von Liebe und Einsamkeit, von Marotten und ein wenig Menschlichkeit in einer kalten Welt. Seine wortkargen Helden schlagen sich tapfer durchs Leben, das ihnen übel mitspielt. Nach und nach entwickelt der Film eine stille Faszination, und irgendwann findet man es äußerst spannend, wenn Król mit schelmischen Lächeln die kürzeste Zugverbindung von A nach B, oder München nach Inari austüftelt. Als der Protagonist am Ende kapiert, daß es auch noch etwas anderes als Fahrpläne gibt, freut man sich mit ihm. Die gekonnte Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und Railroad-Movie, angereichert durch ausgesuchte Filmzitate und ausdrucksstarke Bilder (Kamera: Frank Griebe) gehört zu den Glücksfällen eines mit neuen Ideen nicht gerade gesegneten deutschen Kinos und sollte zumindest in Programmkinos ein aufmerksames Publikum finden. mk.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Galileo: Neuheiten im November 2005

    Galileo Medien hat für den November eine ganze Reihe von DVD-Veröffentlichung angekündigt. Die Aufstellung der geplanten Titel enthält Wiederveröffentlichungen, wie z.B. “Die Geschichte der O.” oder “Zugvögel – Einmal nach Inari”, sowie Neuveröffentlichungen wie “Pusher 2: Respect” und “Paris”. Die fünf Filme der Reihe “Die Geschichte der O.” erscheinen in zwei Box-Sets, die jeweils aus Metall bestehen. Ab sofort...

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