Zu scharf um wahr zu sein (2009)

Originaltitel: She's Out Of My League
Zu scharf um wahr zu sein Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Zu scharf um wahr zu sein: Komödie über einen unauffälligen, aber sensiblen Durchschnittstypen, der nicht glauben kann, dass ihn eine Traumfrau als beziehungstauglich auserwählt hat.

Kirk ist ein sensibler Durchschnittstyp, der seiner bissigen Ex Marnie verzweifelt hinterherläuft. Hübsche Frauen, die sich mit ihm einlassen, sind schließlich Mangelware. Sein geringes Selbstbewusstsein sabotiert schließlich fast einen unglaublichen Glücksfall. Ausgerechnet Molly, die perfekte Symbiose aus Sex und Seele, erkennt in Kirk eine liebenswerte Alternative zu den typischen Aufreißern, die sich sonst um sie scharen. Doch wie kann der Auserwählte sein Glück festhalten, wenn Freunde, Familie und auch er selbst nicht daran glauben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kirk ist Teil einer Vierer-Kumpels-Clique, in der sexuelle Aktivitäten wie auch Peinlichkeiten eingehend besprochen werden – allesamt sind sie Durchschnittstypen und, was den Erfolg beim anderen Geschlecht angeht, Verlierer. Von daher weht ein Hauch „American Pie“-Notgeil-Versagensangst in den Film herein. Der andererseits mit Hauptfigur Kirk einen nervös-neurotischen, unkoordiniert-linkischen, charmant-schussligen, mitunter selbstironisch-witzigen Typen aufbietet, der in Richtung Woody Allen weist. Wobei sich alles um die männliche Verunsicherung im Angesicht der Frau aller Träume dreht.

    Nach Molly sieht sich jeder um, und sie pickt sich ausgerechnet Kirk raus. Sie ist schön, sexy, intelligent, reich, erfolgreich, selbstbewusst – und nimmt sich das kleinste Würstchen, das sie am Wegrand findet. Das kann nicht gut gehen, meint Kumpel Stainer, denn Kirk ist allenfalls eine 5, Molly dagegen eine astreine 10 – das passt nicht. Und Kirk ist eigentlich auch dieser Meinung, auch wenn alle Fakten dagegen sprechen. Er findet sich viel zu niedrig, selbst als Molly und er tatsächlich ein Paar werden.

    Aus dieser Reibung aus paradiesischer Wirklichkeit und einer Selbstsicht, die aus ständiger Eigendemütigung, Unsicherheit und vermeintlicher Unzulänglichkeit besteht, bezieht der Film seinen dramatischen Konflikt – nicht sehr viel eigentlich. Das ist das Problem, was die Dramaturgie betrifft. Denn erstens: Wirkliche Fallhöhe kann dadurch nicht entstehen, schon gar keine komische; weil die Ungläubigkeit gegenüber den realen Verhältnissen, die alle von Kirks Träumen wahr werden lassen, nicht ausreicht, den Film zu tragen. Zweitens: Der Film erklärt eben trotz allem nie, warum sich nun Molly und Kirk tatsächlich finden; vor allem nicht, was Kirk hat, das Molly anzieht. Er bringe sie zum Lachen, sagt sie einmal – und sonst? Was an ihm witzig ist, ist ja eher die ständige tollpatschige Art, sich selbst anderen unterzuordnen und dabei ab und an Witze auf eigene Kosten zu reißen.

    Dennoch gibt es witzige Situationen und Konstellationen. Insbesondere mit den Nebenfiguren des Films, die weniger wirkliche Charaktere als Karikaturen sind: Von Kirks Freunden ist einer der Angeber, der andere ein verheiratetes Weichei; Mollys Freundin ist eine zynische Zicke; Kirks Familie und seine Ex sind ausgemachte Prolls, die sich mit dem Billigsten zufrieden geben und Kirk ständig runtermachen. Konfliktstoff oder komische Funken ergeben sich hauptsächlich in diesen Randbereichen der Handlung – wobei mitunter die Herkunft von Debütfilmer Jim Field Smith durchscheint, der von der Werbefilm- und Sketchregie kommt, wenn er Molly, die Traumfrau, in Hochglanz zeigt oder wenn Gags und Witzaufbau sich an den eher statischen, dialogreichen Sitcom-Standards orientieren.
    Immerhin gibt es zwei gut herausgespielte Szenen um Sex und Peinlichkeit – eine Hosenejakulation und eine Sackrasur; daran kann man sich erfreuen. Ebenso an einer Riege guter Jungschauspieler, die Sinn für Timing beweisen und die Feigheit vor dem Weib und vor dem eigenen Versagen gut rüberbringen. Und: Der Film vermeidet zum Glück die Derbheit von „American Pie“-Ablegern oder Farrelly-Filmen zugunsten einer eben doch ziemlich klaren Charakterkomik, die geerdet ist im ganz normalen Leben eines jeden, der seine Traumfrau sucht.

    Fazit: Komödie um die Traumfrau und die männliche Versagensangst im Angesicht weiblicher Perfektion – wobei Schärfe von Komik, Konflikt und Charakterzeichnung fehlen.
  • Maskulines Mittelmaß darf sich Hoffnung machen, denn in Jim Field Smiths Komödie wird gutmütig, unauffällig und etwas linkisch mit der Gunst einer Traumfrau belohnt.

    1979 gab es noch richtige Männer. Dudley Moore war nicht größer als ein aufgestellter Koffer, doch kaum hatte er die Witterung von Bo Derek in “Zehn – Die Traumfrau” aufgenommen, wusste er: will ich, verdiene ich, kriege ich. Von solchem Selbstbewusstsein sind die Hauptfiguren im Regiedebüt von Jim Field Smith Galaxien entfernt.

    Kirk (Jay Baruchel, Nicolas Cages Zauberlehrling in “Duell der Magier”) und seine drei besten Freunde, alles Experten in der Kategorie viel erträumt, wenig erreicht, reden pausenlos über Frauen, doch diese eben selten über sie. Magnetismus sieht anders aus, weshalb Kirk unterwürfig Ex-Freundin Marnie zurückzugewinnen versucht, die sich mit seiner prolligen Familie besser versteht als er selbst. Als Powerblondine Molly (Alice Eve, bereits in “Crossing Over” Objekt der Begierde), die mit dem obligatorischen Slow-Motion-Walk eingeführt wird, den schüchternen Sicherheitsmann als Date-tauglich auserwählt, kann es Kirk nicht fassen – und sein komplettes Umfeld ebenfalls nicht.

    Aus dieser Prämisse entwickeln die Drehbuchautoren Sean Anders und John Morris, bewandert in Teenagersex (“Spitztour”) und Zeitreisen mit Whirlpools (“Hot Tub Time Machine”), eine Komödie über Unsicherheiten, Peinlichkeiten und wahre Liebe. Originell ist, dass es einmal nicht um Eroberung, sondern Bewahrung geht, dass der rote Teppich eigentlich längst ausgelegt ist, Kirk sich aber nicht würdig empfindet, ihn tatsächlich auch zu betreten. Romantik spielt trotzdem eine untergeordnete Rolle, denn Komik dominiert. Generiert wird sie durch eine Gruppe von Nerds, die ständig über Sex reden, ihn aber in ähnlicher Frequenz nicht haben, durch Konfrontationen mit den Familien des Paars, die jede auf ihre Art peinlich sind, und durch Auftritte von Kirks bissiger Ex, die zu den witzigsten des Films zählen.

    Etwas von den Nehmerqualitäten des Protagonisten, der nicht nur eine Intimrasur durch einen Kumpel ertragen muss, braucht man auch als Zuschauer, sofern man lieber etwas subtiler lacht. Wer aber erleben will, wie Schattengewächse auch von Lichtgestalten wahrgenommen werden, wer die erste Ehe von Julia Roberts mit Lyle Lovett als Beweis für die auch hier vertretene These sieht, dass sich die schönsten Frauen einsam fühlen und sich nach sanften Seelen sehnen, dem erfüllt diese Komödie seine Fantasien und Wünsche. kob.

Darsteller und Crew

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