Wuthering Heights - Emily Brontës Sturmhöhe (2011)

Originaltitel: Wuthering Heights
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Filmhandlung und Hintergrund

Wuthering Heights - Emily Brontës Sturmhöhe: Strenge, atmosphärisch beeindruckende Verfilmung von Emily Brontës Romanklassiker des 19. Jahrhunderts über eine große, selbstzerstörerische Liebe.

Wärme ist auf der Earnshaw-Farm im Hochmoor von Yorkshire nicht nur klimatisch selten. Distanziert fügt sich jeder in den freudlosen Alltag ein. Mit ihrer wilden Sinnlichkeit wirkt die junge Earnshaw-Tochter Catherine wie ein Fremdkörper in ihrer Familie, bis ihr Vater den Waisenjungen Heathcliff aufnimmt und sie in ihm eine verwandte Seele entdeckt. Als die Heranwachsenden sich verlieben, sabotiert nicht der Hass von Catherines Bruder das mögliche Glück, sondern ihre eigene, nicht von Gefühlen geleitete Entscheidung.

Im Liverpool des frühen 19. Jahrhunderts liest der Gutsbesitzer Earnshaw den Waisenknaben Heathcliff auf und nimmt ihn mit aufs Land, um ihn an der Seite seiner Kinder Hindley und Catherine großzuziehen. Nach dem Tod des alten Earnshaw wird Heathcliff zur Zielscheibe des eifersüchtigen Bruders und beschließt, zu fliehen, obwohl ihn mit Catherine eine heftige, jedoch unstatthafte Liebe verbindet. Jahre später kehrt Heathcliff als reicher Mann in die Heimat zurück, um abzurechnen mit Freund und Feind gleichermaßen.

Verbotene Liebe zwischen Stiefgeschwistern verschiedener Rassen und Klassen im frühindustriellen England. Naturalistische Verfilmung von Emily Brontes klassischem Gesellschaftsroman durch Andrea Arnold (“Fish Tank”).

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Andrea Arnolds Verfilmung von Emily Brontës Literaturklassiker betont die Lebensfeindlichkeit des englischen Hochmoors und die Destruktivität einer großen Liebe.

    Von allen Adaptionen des Romans, der mit seinen als Identifikationsfiguren kaum tauglichen Protagonisten noch nie Schonkost war, ist Arnolds Version atmosphärisch die authentischste und beeindruckendste. Das Leben auf der isolierten, sturmumtosten Earnshaw-Farm ist Gottes tägliche Strafe, man existiert in der Repetition eines freudlosen Alltags, bei dem Wärme ausgespart ist wie das Wort. Mit ihrer wilden Sinnlichkeit wirkt die Earnshaw-Tochter Catherine wie ein Fremdkörper in ihrer Familie, bis sie in Heathcliffe, einen Waisenjungen, den ihr Vater mit nach Hause gebracht hat, eine verwandte Seele findet. Nach dem Tod seines Beschützers wird Heathcliffe zum Ziel des Hasses von Catherines Bruder, findet nur in der Liebe zu Catherine, mit der er gemeinsam die Sexualität entdeckt, Halt. Als sich Catherine aber für Stabilität, Wohlstand und den jungen Erben eines Herrenhauses entscheidet, verlässt Heathcliffe gebrochen das Moor, kehrt ein paar Jahre später als reicher Mann zurück, um Catherine zurückzugewinnen und Rache für ein Leben voller Demütigungen zu nehmen.

    Wie schon in “Fish Tank”, ihrem internationalen Durchbruch, inszeniert Arnold im 1.33:1-Format, das einst den Stummfilm prägte. Gesprochen wird auch in “Wuthering Heights” wenig, dessen Tonspur ohne den gewohnten Begleitsoundtrack natürliche Geräusche dominieren. Das authentische Konzept spiegelt auch die Besetzung zentraler Rollen durch Laien oder Neulinge wider, die fehlende darstellerische Erfahrung mit Natürlichkeit kompensieren. Verstörend und das vielleicht mit voller Absicht, um die veränderten Rollen zu reflektieren, ist, dass die jüngeren und älteren Darsteller der beiden Hauptfiguren trotz weniger trennender Jahre äußerlich kaum Gemeinsames erkennen lassen. Dabei bleibt Arnold aber, mehr als ihre Vorgänger, im Alter der Protagonisten nah an der Vorlage, wirft immer den Blick von außen auf innen, betont Heathcliffes Außenseiterstatus zusätzlich durch die Entscheidung, diese selbstzerstörerische, rücksichtslose, aber auch bedingungslos leidenschaftliche Figur erstmals von einem schwarzen Darsteller verkörpern zu lassen. Und mutig folgt die Britin auch den Andeutungen des Romans, dass Heathcliffes Liebe auch sexuell über den Tod hinausgehen könnte. kob.

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