Wolken ziehen vorüber (1996)

Originaltitel: Kauas pilvet karkaavat
Wolken ziehen vorüber Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Wolken ziehen vorüber: Gefühlvolles Drama über eine Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Die Besitzerin des Restaurants “Dubrovnik” ist wegen Geldmangel dazu gezwungen ihren Laden aufzugeben. Ilona, die Oberkellnerin des rennomierten Restaurants steht nun auf der Straße und muß gemeinsam mit ihrem Ehemann Lauri der harten Realität der Arbeitslosigkeit ins Auge sehen. Als sie Melartin, den ehemaligen Portier des “Dubrovnik” trifft, überzeugt er Ilona, selbst ein Lokal zu eröffnen. Lediglich das Geld fehlt…

Nach dem Verkauf des Nobelrestaurants “Dubrovnik” steht die Oberkellnerin Ilona plötzlich auf der Straße. Da auch ihr Ehemann Lauri erst vor kurzem seinen Job als Trambahnfahrer verloren hat, gerät das Paar in große finanzielle Schwierigkeiten. Dann trifft Ilona zufällig Melartin, den Ex-Portier des “Dubrovnik”, der ihr vorschlägt, selbst ein Lokal zu eröffnen. Die verzweifelte Frau ist begeistert. Jetzt gilt es nur noch das Kapital für dieses gewagte Unternehmen aufzutreiben.

Nach Lauri ist nun auch seine Frau Ilona, die in einem Restaurant kellnerte, arbeitslos geworden. Mit einem ihrer Ex-Kollegen versuchen Ilona und Lauri ein eigenes Restaurant aufzumachen. Mit viel Witz und Musik angereicherter, poetischer und ungewöhnlich optimistischer Film von Aki Kaurismäki.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der finnische Ausnahmeregisseur Aki Kaurismäki scheint den allzu frühen Tod seines Lieblingsschauspielers Matti Pelonpää zumindest auf künstlerischer Ebene verdaut zu haben. Sein neues Werk ist eine waschechte Tragikomödie, mit der der filmische Minimalist eindrucksvoll an seine früheren Erfolge anknüpfen kann.

    Obwohl die Geschichte um einen Trambahnfahrer und eine Kellnerin alle Ingredienzen vom spärlichen Dialog bis hin zum staubtrockenen Humor enthält, die Kaurismäkis Handschrift ausmachen, geht der Finne dieses Mal mit seinen Figuren weitaus liebevoller um, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Zudem packt er durch sein Räsonnieren über das Arbeitslosenproblem ein brandaktuelles und grenzüberschreitendes Thema an.

    Zehn Jahre ist es her, daß der finnische Regisseur gemeinsam mit Matti Pelonpää als Mülllastwagenfahrer, Kati Outinen als Supermarkt-Kassiererin und deren spröder Love Story “Schatten im Paradies” in Europa salonfähig wurde. Es folgten Meisterwerke wie “Ariel” und “Das Mädchen aus der Streichholzfabrik”. Nachdem sich Kaurismäki in letzter Zeit vornehmlich damit beschäftigt hatte, die schräge Kult-Musikformation Leningrad Cowboys auf Zelluloid zu verewigen, war er nun wieder bereit für einen abendfüllenden Spielfilm. In “Wolken ziehen vorüber” spielt Kati Outinen die Oberkellnerin Ilona, die in dem Lokal “Dubrovnik” gewissenhaft ihrem Beruf nachgeht. Als das einstmals renommierte Restaurant aus wirtschaftlichen Gründen seine Pforten schließen muß, steht Ilona ebenso auf der Straße wie ihr Ehemann Lauri, der soeben seinen Job als Straßenbahnfahrer verloren hat. In der Folge versuchen die beiden erfolglos sich mit den unterschiedlichsten Methoden über Wasser zu halten. Am Ende droht gar der Verlust der eigenen vier Wände. Doch da beschließt Ilona, ihr eigenes Lokal zu eröffnen. Einziges Problem: Man muß sich bei der Bank einen – nicht zu knappen – Kredit verschaffen…

    Wie kaum ein anderer Filmemacher versteht es Kaurismäki, mit minimalsten Mitteln größtmögliche Wirkung zu erzielen. Eine knappe Kameraeinstellung, ein kurzer Dialog, eine winzige Geste, und seine Figuren werden zum Leben erweckt. Neben den beiden wunderbar emotionslos dreinblickenden Hauptdarstellern präsentiert der Regisseur mit dem Türsteher Melartin, einem wortkargen, sanften Riesen, und dem begnadeten, aber leider depressiven und alkoholsüchtigen Koch Lajunen auch noch großartige Nebencharaktere. Darüber hinaus zeichnet “Wolken ziehen vorüber” eine spartanische, aber treffende Ausstattung, die ruhige, unmißverständliche Bildgestaltung des langjährigen Kaurismäki-Kameramannes Timo Salminen sowie die perfekt angewandte Dramaturgie der Farben aus. Es versteht sich von selbst, daß Kaurismäki diesen Film Matti Pelonpää gewidmet hat. Zudem ist es ihm gelungen, sich selbst folgenden Wunsch zu erfüllen: “Es war immer eine geheime Ambition von mir, Filme zu machen, aus denen der Zuschauer ein bißchen glücklicher rausgeht, als er ins Kino reingegangen ist.” lasso.

Darsteller und Crew

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