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Windtalkers (2001) Film merken

Windtalkers Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Windtalkers: Aufwändiges Weltkriegsspektakel von John Woo über junge Navajo-Indianer, deren Sprache von der US-Armee als Code gegen Japan eingesetzt wird.

Im Zweiten Weltkrieg stellen Mitglieder des Navajo-Indianervolks mit ihrem seltenen, von den Japanern nicht entschlüsselten Sprachdialekt den harten Kern der amerikanischen Codetalker. Der junge Yahzee (Adam Beach) ist einer von ihnen. Sein Schicksal ist auf Gedeih und Verderb verbunden mit dem des Elitekriegers Enders (Nicolas Cage), zugleich sein bester Freund und schlimmster Feind: Sollte Yahzee gefangen genommen werden, hat Enders gemäß der Logik des Krieges die Aufgabe, ihn zu töten, bevor der Sprachcode in die Hände des Feindes fällt…

John Woo

Der Navajo-Indianer Ben wird in die US-Army einberufen, um die amerikanischen Kriegsbemühungen beim Kampf gegen Japan mit seinem seltenen Dialekt zu unterstützen, der als unknackbarer Code eingesetzt wird. Ihm zur Seite steht der abgebrühte Marine Enders, der im Fall der Gefangennahme Bens mit allen Mitteln dafür sorgen muss, dass der Code geschützt wird.

Im Pazifikkrieg werden die Marines Joe Enders und “Ox” Henderson per Geheimbefehl abgestellt, um als Leibwächter der Funker Ben Yahzee und Charlie Whitehorse zu fungieren. Die beiden Navajos beherrschen einen auf ihrer Sprache basierenden Code, der auf keinen Fall in Feindeshände gelangen darf. Die erbitterten Kämpfe um die Insel Saipan schweißen die Männer zusammen. Aber werden die “Schatten” der beiden Indianer wirklich bis zum Äußersten gehen, wenn es gilt, den Code zu schützen?

Die Marines Joe Enders und “Ox” Henderson sollen im Pazifikkrieg zwei Navajos beschützen, um zu verhindern, dass der auf ihrer Sprache basierende Code in Feindeshände gerät. Actionreicher Antikriegsfilm von John Woo, der im Kern vom Wesen wahrer Freundschaft handelt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mehr als zehn Jahre nach seinem erschütternden Vietnam-Schocker “Bullet in the Head” zieht John Woo (“M:I-2″) erstmals auch in Hollywood in den Krieg: Aufhänger für seine gewohnt virtuos und spektakulär realisierte Geschichte über Mut, Entschlossenheit und brüderliche Freundschaft sind eine kleine Gruppe von Navajo-Indianern, die von der amerikanischen Armee im Zweiten Weltkrieg aufgrund ihres höchst seltenen Sprache als Codespezialisten im Kampf gegen Japan eingesetzt wurden. Obwohl die Abenteuer der Codetalker und der ihnen zugeordneten Beschützer des Codes all jene hochemotionalen Zutaten beinhalten, für die Woo bekannt ist, will sich die große Magie von Hongkongs Action-Maestro erst im letzten Drittel einstellen. Eine offensichtlich drastisch gekürzte Exposition und die nicht immer überzeugende Darstellung von Woos “Im Körper des Feindes”-Star Nicolas Cage hemmen den ansonsten prachtvollen Film bis dahin.

    “Ihre Aufgabe ist es, den Codetalker zu beschützen. Wenn der Codetalker in die Hände des Feindes fällt, müssen Sie den Code beschützen, koste es, was es wolle.” Die simplen (und authentisch belegten) Direktiven von Oben umreißen bereits genau das Dilemma, auf das John Woo in seinem ganz klassisch erzählten Heldenepos abzielt: In all dem Gemetzel des um sie tobenden Krieges müssen die Beschützer damit leben, unter Umständen den Mann zu töten, mit dem sie davor durch Dick und Dünn gegangen sind. Wer Woos berühmte Ballistikballetts (von “Der City-Wolf” bis “M:I-2″) kennt, der ahnt, was dieses Dick und Dünn bedeuten könnte, wenn man den vermutlich einflussreichsten und stilbildendsten Actionregisseur der letzten 20 Jahre mit der Inszenierung von gewaltigen Schlachtszenarien beauftragt. Man weiß aber auch, dass die Kriegsszenen in den Hintergrund treten werden, wenn Woo den Weg unweigerlich dahin geht, wo es – emotional – weh tut. Wie immer in seinen großen Filmen lotet er die Grenzen von Brüderlichkeit und Freundschaft aus, sucht den Punkt, wo sie in tödlichen Hass umschlagen und treibt den Konflikt frenetisch auf die Spitze.

    Einzig, es vergeht eine ganze Weile, bis “Windtalkers” seine Emotionalität entfalten kann, bis die Bilder mehr als nur Bewunderung für die schiere Größe des Ganzen auslösen. Nach einem wunderbaren ersten Bild, in dem tiefrotes Blut den Lauf eines gemächlichen Flusses verseucht und die Kamera schließlich den Blick auf tote Soldaten freigibt, hat dieser Augen öffnende Film über den Versuch, Menschlichkeit im Angesicht des Wahnsinns zu wahren (nicht nur daher eng mit “Der schmale Grat” verwandt), zunächst Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden. Anders als bei dem letztlich weitaus effektiveren “Bullet in the Head” gestattet Woo seinen Hauptfiguren hier nur ein Minimum an Exposition, vermutlich um schneller am Schauplatz der Schlachten von Saipan und bei der Action anzukommen. Ganz offensichtlich sind dabei Szenen zwischen dem jungen Navajo Yahzee (Adam Beach) und seinem väterlichen Freund Nellie (Martin Henderson) im Monument Valley auf der einen und dem traumatisierten Marine Enders (Cage) und einer mitfühlenden Krankenschwester in einem Sanatorium der Schere zum Opfer gefallen. Natürlich erhöht Woo auf diese Weise das Tempo enorm, aber lange Zeit fehlt die nötige Bindung zu Yahzee und Enders, die mit ihrem Trupp gemeinsam durch die Hölle gehen, während um sie herum Amerikaner und Japaner sterben wie die Fliegen. Sam Fullers Credo vom filmischen Schlachtfeld lotet Woo bis an die Grenzen des Zeigbaren aus. Ganz im Sinne des traditionellen Kriegsfilms stellt er Enders und Yahzee einen Trupp von Kameraden zur Seite, der neben bisweilen ganz groß skizzierten Typen (am wichtigsten ist Noah Emmerich als unverbesserlicher Redneck) auch Nellie und dessen Beschützer Ox (Christian Slater) beinhaltet. Nach ein paar eher peinlichen Bondingszenen (mit Mundharmonika und Indianerflöte) geht es schließlich in einem Dörfchen zur Sache, als Ox es nicht übers Herz bringt, den in japanische Hände gefallenen Nellie zu töten. Der wortkarge Enders übernimmt den Job – vor Yahzees Augen, der Rache schwört. Von da an hält auch Nicolas Cages irritierende Trauerkloß-Vorstellung den entfesselten Film nicht mehr zurück: Der Zweikampf zwischen Enders, dank des bis dahin stets optimistischen Yahzee von neuem Lebensmut erfüllt, und Yahzee, nach den Erlebnissen auf Saipan seiner Unschuld beraubt, führt “Windtalkers” an ein zufrieden stellendes Ende. Die Hoffnung, dereinst den Film inklusive seiner kompletten Einleitung zu sehen, sollte man dennoch nicht aufgeben. ts.

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