Wie Brüder im Wind (2015)

Wie Brüder im Wind Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wie Brüder im Wind: Naturabenteuer um einen jungen Adler, der von einem Jungen aufgezogen und ausgewildert wird.

Der zwölfjährige Lukas (Manuel Camacho) lebt in den 60er Jahren mit seinem Vater Keller (Tobias Moretti) in den Südtiroler Alpen und hat keine besonders glückliche Kindheit. Nachdem seine Mutter vor Jahren ums Leben gekommen ist, als sie Lukas gerettet hat, ist Keller verbittert und begegnet seinem Sohn nunmehr schroff und abweisend. Seit dem tragischen Unglück hat der Junge noch kein Wort gesprochen und sucht Geborgenheit in der Natur. Nicht nur Menschen haben die Eigenart, denjenigen am meisten zu schaden, die ihnen eigentlich am nächsten stehen, auch im Tierreich lässt sich dieses Verhalten beobachten. In einem Adlerhorst ziehen die prächtigen Greifvögel stets zwei Jungtiere auf, bis eines davon stärker als das andere ist und den Schwächeren aus dem Nest wirft, um das eigene Überleben zu sichern. Wie es das Schicksal will, findet Lukas eines Tages ein solches verstoßenes Adlerjunges und beschließt es selbst großzuziehen. Seinem Vater verheimlicht er den neuen gefiederten Freund, denn um seine Schafe zu schützen, macht der erbittert Jagd auf die Vögel. Stattdessen wendet sich Lukas an den gutmütigen Förster Danzer (Jean Reno), der ihm zeigt, wie er den auf den Namen Abel getauften Adler richtig füttert und das Fliegen lehrt. Abel wird ein treuer Begleiter und gewährt Lukas die Zuneigung und Kameradschaft, die dem Jungen Zuhause immer verwehrt blieb. Die außergewöhnlichen Beziehung zwischen Mensch und Tier hilft Lukas sogar dabei, mit der Zeit seine Sprache wiederzuentdecken. Doch der Tag, an dem er Abel wohl oder übel zurück in die Freiheit der Natur entlassen muss, rückt immer näher.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Großartige Naturaufnahmen und spektakuläre Actionsequenzen dominieren dieses archaische Alpin-Abenteuer um die Freundschaft zwischen einem Tiroler Jungen und einem Steinadler.

    Wie schon bei den spektakulären Sportfilmen der Red Bull Company, wo die Grenzen des kameratechnisch Machbaren immer wieder ausgelotet werden, gehen auch die Macher dieses Naturabenteuers bis ans Limit. Die Regisseure Gerardo Alvares, der mit der Kaspar-Hauser-Geschichte “Wolfsbrüder” schon einmal Erstaunliches leistete, und Otmar Penker, berühmt für seine faszinierenden Dokumentationen über die alpine Fauna und Flora, haben sich für die Red-Bull-Tochter Terra Mater zusammengetan und entführen den Zuschauer mit “Wie Brüder im Wind” in die einsame Bergwelt der 1960er Jahre. Dort findet der zwölfjährige Lukas einen jungen Adler, der aus dem Nest gefallen ist, und zieht ihn groß. Während sein Vater, ein wortkarger Wilderer, mit dem Lukas seit dem tragischen Tod der Mutter kein Wort mehr spricht, die knospende Freundschaft zwischen Mensch und Tier argwöhnisch beobachtet, unterstützt der Förster Danzer den Jungen bei der Aufzucht des Greifvogels, den dieser Abel tauft – bis es eines Tages Abschied nehmen heißt.

    Um diese archaische Initiationsgeschichte herum installieren die beiden Filmemacher eine Vielzahl aufsehenerregender Bildkompositionen und Actionsequenzen, die extrem authentisch wirken. Ob das detailliert und in Großaufnahme gedrehte Schlüpfen aus dem Ei, rasante Sturzflüge, die aus der Sicht des Adlers gefilmt wurden, oder der bedrohlich inszenierte Niedergang einer Schneelawine – selten wurde die Schönheit der Alpen im Wechsel der Jahreszeiten imposanter eingefangen. Ähnlich wie bei Jean-Jacques Annauds Meisterwerk “Der Bär” ordnet sich auch hier der Mensch dem Tier, der Natur unter: Der Adler bei seinen ersten Flugübungen, der Adler im Kampf mit seinem Bruder (Kain), der Adler auf Beutefang.

    Nichtsdestotrotz wurden die drei menschlichen Rollen hervorragend besetzt. So gibt Tobias Moretti den knorrigen Jäger und traumatisierten Vater, die sympathische Neuntdeckung Manuel Camacho dessen Sohn und Jean Reno den klugen, besonnenen väterlichen Freund. Letzterer fungiert auch im Off als Erzähler, hier wäre allerdings weniger (Text) mehr gewesen, fehlt doch ein wenig das Vertrauen der Regisseure in die Kraft der eigenen Bilder. Und auch eine kleine Botschaft kann sich Penker, der neben Regie und Kamera auch die Story verantwortete, nicht verkneifen: “Loslassen heißt frei sein.” Im Gedächtnis haften bleiben indes andere Dinge, etwa wenn der plötzlich gar nicht mehr so majestätische Abel in der Steilwand versucht, eine stattliche Bergziege zu reißen. lasso.

Darsteller und Crew

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