Wehrlos - Die Tochter des Generals (1999)

Originaltitel: The General's Daughter
Wehrlos - Die Tochter des Generals Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wehrlos - Die Tochter des Generals: Actionreiche Bestselleradaption um eine militärische Morduntersuchung um den Tod einer Generalstochter mit pikantem Doppelleben.

Capt. Elisabeth Campell wird erwürgt und splitternackt auf dem Übungsgelände von Fort MacCallum aufgefunden. Die Generalstochter entpuppt sich als promiskuitive Domina, was fast sämtliche Männer in ihrem Umkreis zu Verdächtigen macht. Alsbald deuten alle Verdachtsmomente auf ihren Vorgesetzten Col. Moore, doch Ermittler Brenner läßt sich nicht so ohne weiteres zufriedenstellen.

Die Tochter eines hochdekorierten Generals, eine attraktive Blondine, wird tot aufgefunden. Da das Opfer – nackt und an Pflöcke gebunden – auf dem Kasernengelände liegt, fällt das Verbrechen zunächst in den Zuständigkeitsbereich des Militärs, was den Armeepolizisten Paul Brenner und dessen Kollegin Sarah Sunhill auf den Plan ruft. Warum die Dame, die sich posthum als zwanghafte Domina entpuppt, ein so spektakulärer Tod ereilte, ist von nun an die zentrale Frage, mit der sich die beiden Sonderermittler auseinanderzusetzen haben.

Armeepolizist Paul Brenner und seine Kollegin Sarah Sunhill sollen den Mord an der Tochter eines hochdekorierten Generals aufklären, die nackt und an Pflöcke gebunden auf dem Kasernengelände aufgefunden wurde. Spannender Thriller von Simon West (“Con Air”), der Nelson DeMilles Bestseller als klasisches Whodunit inszenierte.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "Wehrlos" mag zwar ein spannendes Krimi-Drama mit Anspruch sein, jedoch gelingt es Action-Regisseur Simon West ("Con Air") nicht, die zynische Romanvorlage von Nelson DeMille angemessen rüberzubringen. So wird das gerade für Amerika problematische Thema "Diskriminierung der Frau in der Armee" unzureichend und oberflächlich abgehandelt. West hat viel eher einen Action-Krimi gedreht, der mehr durch seine stilistischen Momente und seine großartigen Stars glänzt - was jedoch im Endeffekt auch von der eigentlichen Geschichte ablenkt: dem Machodenken in der Armee.

    Liz wird von den Soldaten vergewaltigt, weil sie als Frau intelligenter, stärker, schneller und besser ist als der übrige Trupp und die Soldaten denken, dass das ein Vergehen gegen ihre Ehre ist, weswegen sie Liz bestrafen müssen - egal ob sie die Tochter des Gernerals ist oder nicht. Ihr Vater vertuscht die Tat, denn er denkt nicht anders als die Vergewaltiger.

    Der tiefgehende emotionale Konflikt zwischen Vater und Tochter, der aus dem Vergehen des Vaters heraus entsteht, wird nur unzureichend vertieft. West ist kein Regisseur, der Charaktere lebendig werden lassen kann. Er kann lautes Krachen und Bummern grandios inszenieren, mehr nicht. Daran kränkelt der Film, er bleibt in den Konventionen des Genres und dadurch auch im Mittelmaß stecken.

    Überzeugen können jedoch John Travolta als unbestechlicher Ermittler mit einem vor staubtrockenen Zynismus nur so triefendem Humor und James Woods als ihm ebenbürtiger, aber leider schnell aus der Handlung wieder verschwindender Gegenüber. Madeline Stowe hingegen bleibt blass, Timothy Hutton erweist sich sogar als ziemliche Fehlbesetzung. Ein Film den man hauptsächlich wegen den Darstellern sehen kann.

    Fazit: Durchaus spannendes Krimi-Drama, das aber seine Hauptthemen nicht wirklich rüberbringen kann.
  • Achtung, fotogen männlich stillgestanden! Simon Wests (“Con Air”) Suspensethriller in klassischer Bruckheimer-Actiontradition kombiniert eine militärische Morduntersuchung im Stil von “Eine Frage der Ehre” mit den drastisch-expliziten Elementen von Joel Schumachers Sexkrimi “8MM”. Getragen wird das High-Testosteron-Spektakel von John Travoltas herausragender Darstellung. Als zäher Army Investigator im Loyalitätskonflikt zwischen seinen Prioritäten als Soldat und Polizist gibt er eine gewohnt souveräne Figur ab.

    Für das Drehbuch wurde der kinogerechte Bestsellerroman von Vietnam-Veteran Nelson DeMille adaptiert, der sich mit dem Thriller nach dem Golfkrieg seinem Unmut über die Behandlung von Frauen im Militär Luft machte. Für die Hauptrolle hatte sich DeMille zwar Bruce Willis vorgestellt, doch Travolta stellt die bessere Entscheidung dar, da er die Männerclub-Atmosphäre mit einer willkommenen Dosis sardonisch-selbstironischem Humors auflockert. Ein femininer Touch wird zudem von der gewohnt soliden Madeleine Stowe eingebracht, die Travolta als Kollegin und ehemalige Flamme zur Seite gestellt wird.

    Fort MacCullum in Georgia ist der Schauplatz des Mordes an Capt. Elisabeth Campell, deren erwürgte Leiche auf dem Übungsgelände splitternackt und an Zeltpflöcke gefesselt aufgefunden wird. Die Spezialistin für psychologische Kriegsführung war nicht nur die bildhübsche und hochintelligente Tochter des politisch ambitionierten General Campell (“Babe”-Farmer James Cromwell), sondern wie sich im Laufe der Untersuchung von Armee-Ermittler Paul Brenner und Vergewaltigungsexpertin Sarah Sunhill anhand kompromittierender Videos herausstellt, auch eine Domina, die quasi mit sämtlichen Männern in Reichweite ein sexuelles Verhältnis unterhielt. Damit erweist sich zwar fast jeder als möglicher Verdächtiger, doch am suspektesten erscheint zunächst Colonel Moore, der Campells Vorgesetzter und Liebhaber war und kein Alibi hat. Somit scheint der Fall schnell im Interesse der Oberen gelöst zu sein, doch Brenner läßt sich nicht so ohne weiteres zufriedenstellen.

    Regisseur Simon West arbeitet wie in seinem Debüt “Con Air” mit einer hochdekorierten Schauspielergarde (darunter auch Timothy Hutton und Clarence Williams III) und kann wieder effektiv einen Wettlauf gegen die Zeit inszenieren, da Brenner lediglich 36 Stunden Zeit für die Lösung des Falles hat, bevor das FBI eingeschaltet wird und für den General ein peinlicher Medienzirkus beginnen würde. Der Spannungsbogen ist relativ konventionell aufgezogen und ergibt sich neben dem Whodunnit aus der Suche nach der Antwort auf die reißerische Schlüsselfrage, was für das Opfer “schlimmer als Vergewaltigung” gewesen sein könnte. Produktionstechnisch diszipliniert, werden die sensationslüsternen Geschehnisse in Machomanier mit den üblichen graphischen Gewaltelementen versehen, die vom zerstückelten Kopf im Bootspropeller über blutige Selbstexekution hin zum scheußlichen Sexdelikt reichen. Es werden aber auch beeindruckende schauspielerische Duelle geliefert, vornehmlich die großartige Beschnupperungsszene, in der Travolta und Woods sofort die Schwächen des anderen aufspüren. Stowes eiskalte Abkanzelung eines arroganten Westpoint-Absolventen ist ebenfalls pures Kinovergnügen. Das amerikanische Publikum wußte dies zu schätzen und salutierte der explosiven Mischung aus Sex, Mord, Machtgier, Psychokrieg, Ehrenkodex, Tradition, Skandal und Vertuschung mit einem Einspiel von 47 Mio. Dollar nach nur zehn Tagen. ara.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Travoltas "Basic" Instinct

    Jonathan Krane arbeitet ab sofort nicht mehr für Hollywood-Legende John Travolta. Schon beim neuen Projekt “Basic” wird er nicht wie bisher im Abspann des Films auftauchen.

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