Wasser und Seife (2008)

Wasser und Seife Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Wasser und Seife: Dokumentarfilm um den harten Arbeitsalltag in einer Wäscherei.

In einer Hamburger Wäscherei schuften die resolute Tatjana, die zaghafte Gerti und ihre befreundete Kollegin Monika. Die Arbeit in dem angejahrten Betrieb ist schwer, der Verdienst mickrig. In extremer Hitze und Lärm schwitzen die drei Arbeiterinnen tagsüber und fallen abends vollkommen erschöpft ins Bett ihrer Sozialwohnungen. Zeit für Privatleben bleibt ihnen kaum. Wie viele andere an der Basis der Gesellschaft müssen sie täglich um ihre Existenz kämpfen.

Die Würde des Menschen im Zeitalter der Globalisierung ist ein dehnbarer Begriff, erläutert die Dokumentation von Susan Gluth, die drei Wäscherinnen als unbeachtete Helden der Arbeit porträtiert. Bewundernswert sind ihre Stärke und die stete Hoffnung, ihr Glück zu finden.

In aller Herrgottsfrüh beginnt der Schichtdienst in der Textilpflege Utecht, einer Wäscherei im Hamburger Stadtteil Flottbek. Die Arbeit ist hart, der Dampf treibt die Temperaturen hoch und Waschmaschinen und Mangler sind ungemein laut. Tatjana Beth, Gerta Franzen und Monika Schückher schuften hier als ungelernte Arbeiterinnen für einen minimalen Lohn. Chef Günter Utecht muss knallhart kalkulieren und investiert in einen Umbau, um die nächsten Jahre betrieblich zu sichern.

Im Schichtdienst einer Hamburger Wäscherei schuften ungelernte Arbeiterinnen für einen minimalen Lohn. Susan Gluths eindringlicher Dokumentarfilm zeigt Einblicke in deren Privatleben und großen Respekt vor ihrer Leistung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Hamburger Dokumentarfilmerin Susan Gluth hat in „Wasser und Seife“ drei Frauen auf liebevolle Weise porträtiert, die zu den Geringverdienern im Lande zählen und trotz schwerer Arbeit kaum über die Runden kommen. Sie bietet dabei Einblicke in den von Bescheidenheit geprägten Alltag der Frauen, die sich am Rand der Gesellschaft ihre eigenen Nischen einrichten konnten. Beim Blick auf diese vermeintlichen Ränder erweitert sich jedoch der Horizont.

    Monika ist die älteste der drei Frauen, deren Arbeit frühmorgens in der Wäscherei Utecht beginnt. Sie steht hier seit 20 Jahren und sortiert Wäsche, während andere ihrer Generation wohl schon den Ruhestand genießen können. Monika hat einen kleinen Hund, der so alt ist, dass er hustet und Tabletten braucht. Und sie hat Wellen- und Nymphensittiche in ihrer Wohnung. Gerda spart, damit sie im Alter was zum Leben hat. Tatjana ist verheiratet mit einem Konditor, der nachts zur Arbeit fahren muss.

    Gekonnt führt die Filmemacherin in kleinen, atmosphärisch gut gewählten Szenen in den Alltag der drei Frauen ein. Sie begleitet sie auf ihrem Weg in die Arbeit, zeigt die Abläufe in den engen Räumen der Wäscherei, die vom Besitzer gerade renoviert wird, damit sie die nächsten zehn Jahre bestehen kann. Die Arbeit im Stehen beim Sortieren der Wäsche, Ein- und Ausräumen der Maschinen und beim Mangeln ist anstrengend und die Hitze vor allem im Sommer belastend.

    Die Frauen sind alle stolz darauf, dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Wenn sie ihre Wohnungen zeigen, strahlen sie Zufriedenheit und Selbstbewusstsein aus, obwohl sie eisern rechnen müssen und sogar dringend benötigte Schuhe zum Problem werden können. Im Laufe des Films bekommen die Biografien immer mehr Farbe. Gerade Monika, die anfangs arm und einsam erschien, entpuppt sich als Frau mit vielen Interessen, die sich über eine selbst gesäte Sonnenblume am Fensterbrett begeistert und sich überhaupt als glücklichen Menschen bezeichnet. Ein solcher Film lehrt Bescheidenheit.

    Fazit: Sympathisches Porträt dreier Frauen, die in einer Hamburger Wäscherei arbeiten und mit wenig Geld auskommen müssen.
  • Drei Frauen malochen in einer Hamburger Wäscherei für kargen Lohn teils unter Sozialhilfeniveau. Susan Gluth dokumentiert zeitgenössische Leben mit Mindestlohn.

    In aller Herrgottsfrüh beginnt der Schichtdienst in der Textilpflege Utecht, einer in die Jahre gekommenen Wäscherei im Hamburger Stadtteil Flottbek. Die Arbeit ist hart, der Dampf treibt die Temperaturen hoch, das rhythmische Stampfen der Waschmaschinen und Mangler verursacht einen konstant unangenehmen Lärmpegel. Schwierige Bedingungen. Und doch wuchten vor allem Frauen wie Tatjana Beth, Gerta Franzen und Monika Schückher die nasse Wäsche hoch. Ergebnis eines Kräfte zehrenden Arbeitstages ist völlige Erschöpfung. Als ungelernte Arbeiterinnen mit wenig Bildung oder aus sozial schwachen Familien kommend, müssen sie schuften, um zu (über)leben. Erst recht in einer Gegenwart fortgeschrittener globaler Konkurrenz, die Löhne wie Erträge drückt. Auch Chef Günter Utecht muss knallhart kalkulieren und investiert in einen Umbau, um die Zukunft der nächsten Jahre betrieblich zu sichern.

    Susan Gluth betrachtet den Alltag der drei Frauen ohne vordringlichen Reportage-Gestus, zeigt erkennbar Respekt vor ihren – nicht nur körperlichen – Leistungen. Anstatt dem Staat auf der Tasche zu liegen, wollen sie auf eigenen Füßen stehen. Damit schleichen sich ganz unakademisch Begriffe wie Menschenwürde in das lebensnahe Porträt bar aller Berührungsängste ein. Mit heimeliger Musik von Nils Koppruch und dem einen oder anderen deutschen Rock- und Popsong ergibt sich ein Einblick ins Private der Menschen. Alle hoffen auf ihr kleines Glück, erzählen von schwierigen Trennungen und bescheidenen Träumen in ihren beengten Wohnungen, wo sie jeden Cent drei mal umdrehen. Ganz unheroisch und unglamourös sind sie, diese drei unbeachteten Heldinnen der Arbeit. tk.

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