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Wasser für die Elefanten (2011)

Originaltitel: Water for Elephants
Wasser für die Elefanten Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Wasser für die Elefanten: Magisch bebilderte Bestsellerverfilmung über eine Liebe, die in einem Zirkus der Dreißigerjahre das Leben einer Kunstreiterin und eines angehenden Tierarztes dramatisch verändert.

1931 befindet sich Amerika mitten in seiner größten Wirtschaftkrise und Jakob Jankowski am Tiefpunkt seines Lebens. Nach dem tragischen Unfalltod seiner Eltern bricht der angehende Tierarzt seine letzte Prüfung ab und mit einem Wanderzirkus in eine unsichere Zukunft auf. Auf den ersten Blick verliebt sich Jakob in diese unbekannte Welt und in deren bezauberndste Repräsentantin. Doch Kunstreiterin Marlena ist verheiratet – mit August Rosenbluth, dem charismatischen, aber auch explosiv gefährlichen Zirkusdirektor.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    USA zur Zeit der Großen Depression. Nach dem Unfalltod seiner Eltern schließt sich der junge Tiermediziner Jacob einem Zirkus an. Dort verliebt er sich in die Artistin Marlena, die seine Gefühle bald erwidert. Doch Marlena ist die Frau des sadistischen, jähzornigen Zirkusdirektors August Rosenbluth, an dessen übermächtiger Dominanz die junge Liebe zu scheitern droht - ein gefährlicher Balance-Akt beginnt. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Sara Gruen porträtiert Regisseur Francis Lawrence das Zirkusmilieu im historischen Kontext und inszeniert auf dieser Folie die Geschichte einer unsterblichen Liebe. Eine bildgewaltige Umsetzung, ein facettenreicher Blick hinter die Fassaden der Illusionsmaschinerie Zirkus und auf die Menschen darin. Die Raubkatzen gleiche Unberechenbarkeit des Antagonisten August (kongenial verkörpert von Christoph Waltz), Reese Witherspoon als die Frau, die den einen liebt und den anderen fürchtet, und eine reife darstellerische Leistung des Twilight-Stars Robert Pattinson machen WASSER FÜR DIE ELEFANTEN zu einem Melodram, dass sich mit Genregrößen wie TITANIC messen kann. Ein ausbalancierter, dramatischer und hochemotionaler Film voller Magie!

    Jurybegründung:

    Zirkus als eine Welt der Illusionen, und damit eng verwandt mit dem Kino, ist schon häufiger Thema von Filmen gewesen. In diesem Fall aber wird das Schlaglicht auf eine besondere Ära in der Geschichte des Zirkus gerichtet: Auf Amerika während der großen Wirtschaftskrise um 1930, in deren Sog auch viele Zirkusse gerieten und untergingen. Es war eine Zeit existenzieller Kämpfe unter den Rivalen um die wenigen noch verbliebenen Manegen. Sara Gruens Roman, auf dem die Verfilmung von Francis Lawrence basiert, zeigt diese magische Welt im Umbruch und blickt hinter die Kulisse des schönen Scheins von Artisten und Clowns, Dompteuren und Kunstreiterinnen. Vor allem Robert Pattinson und Christoph Waltz als sadistischer Zirkusdirektor stechen unter den großartigen Darstellern hervor. Die dichte Atmosphäre und die bis ins kleinste Detail stimmige Ausstattung werden durch die perfekte Kameraführung widergespiegelt. James Howard Newtons Musik, die durch zeitgenössische Songs ergänzt wird, verbindet sich mit der dramatischen Geschichte einer großen Liebe. Die von Gewalt geprägte Scheinwelt ist somit auch Spiegelbild der politischen und sozialen Strukturen. Vor allem die Elefantendame Rosie, die wie die männliche Hauptfigur Jacob polnisch "spricht" und fast wie sein Alter Ego in der Tierwelt erscheint, vermag im Zuschauer große Emotionen zu wecken. Das Schicksal von Rosie und Jacob, die beide vom Zirkusdirektor bedroht werden, ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der spannenden Geschichte um Liebe, Eifersucht, Verrat und Freundschaft. Das ist großes Kino und zudem eine vollauf gelungene Literaturverfilmung.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • „Wasser für die Elefanten“ von Regisseur Francis Lawrence ist ein bezaubernd inszeniertes Melodram. Vor der nostalgischen Kulisse eines Zirkus aus dem Jahr 1931, der in einem Dampfzug durch das von der Großen Depression gebeutelte Amerika fährt, entwickelt sich eine spannungsgeladene Liebes- und Eifersuchtsgeschichte. Die drei Hauptdarsteller Christoph Waltz, Reese Witherspoon und Robert Pattinson spielen leidenschaftlich und facettenreich und verleihen ihren Rollen Lebendigkeit und Glanz.

    Der erfahrene Hollywood-Drehbuchautor Richard LaGravenese, zu dessen Romanadaptionen „Die Brücken am Fluss“ und „Der Pferdeflüsterer“ zählen, hatte hier als Vorlage den gleichnamigen Roman von Sara Gruen aus dem Jahr 2006. Er fügte der romantischen Geschichte unter anderem eine Rahmenhandlung hinzu. So besucht am Anfang der alte, von Hal Holbrook gespielte Jacob Jankowski einen Zirkus und erzählt dem neugierigen Direktor, was vor dem jähen Ende des berühmten Benzini-Bros.-Zirkus im Jahr 1931 geschah.

    Jacobs Erzählstimme im Off begleitet die Retrospektive, die sich über beinahe die gesamte Filmlänge erstreckt. Kameramann Rodrigo Prieto findet atmosphärisch dichte Bilder für den Glanz und das Elend, die im Benzini-Bros.-Zirkus eng verwoben sind und er legt einen Lichtschleier darüber, der sowohl den Zauber, als auch die Unerreichbarkeit der vergangenen Zeit repräsentiert. Jacob wird im Zug von Arbeitern aufgenommen, die für den Aufbau des Zeltes, für die Tiere und alles weitere rund um die Vorstellung zuständig sind. Nach diesem Fußvolk, aus dem Kranke, Störenfriede oder Überzählige ab und zu in voller Fahrt aus dem Zug geworfen werden, kommen in der Zirkushierarchie die Artisten. An der Spitze, in seinen üppig ausgestatteten Privaträumen, tafelt der Direktor mit seiner Frau Marlena und seinem häufigen Gast Jacob.

    Christoph Waltz spielt den Zirkusdirektor als fesselnde, Faszination und Angst erzeugende Persönlichkeit. August hat zwei Gesichter, die sich unberechenbar abwechseln. Mühelos kann er Jacob seine Begeisterung für das Geschäft mit der Illusion vermitteln. Einmal, als Jacob beichtet, dass er kein fertig ausgebildeter Tierarzt ist, antwortet August belustigt, dass der Zirkus ohne Aufschneiderei, ohne Übertreibung gar nicht denkbar sei. Er bewundert Jacob für seine Bildung und weiht ihn in seine Pläne und seine finanziellen Nöte ein. Doch im nächsten Moment wird er gefährlich, verlangt Unterordnung, bedroht seine geliebte Frau und rächt sich brutal an der Elefantendame Rosie.

    Die Figur von Christoph Waltz ist der Mittelpunkt, um den sich Reese Witherspoon als Marlena und Robert Pattinson als Jacob oft stumm gruppieren, als Zuschauer, Begleiter, versteckt mit Blicken Kommunizierende. Pattinson, der über weite Strecken seine Liebe für Marlena und seine Wut auf August in seinem Inneren zügeln muss, knüpft dabei in gewisser Weise an seine Vampirrolle der „Twilight“-Filme an, lässt sie aber auch deutlich hinter sich. Witherspoon spielt die selbstbeherrschte, illusionslose junge Frau, die sich an den Glanz der Zirkuswelt klammert, sowohl spannungsgeladen, als auch reif und differenziert. In ihrem Zusammenspiel zu dritt schaffen diese Schauspieler großes Kino.

    Fazit: Vor einer Zirkuskulisse des Jahres 1931 brillieren Christoph Waltz, Reese Witherspoon und Robert Pattinson in einem spannungsreichen Liebesdrama.
  • Menschen, Tiere, Emotionen: Francis Lawrences romantisches Drama feiert die Liebe, eine vergangene Ära und die Welt des Zirkus.

    Der dritte Kinofilm des “I am Legend”-Regisseurs empfiehlt sich seinem weiblichen

    Zielpublikum mit multiplen Erfolgsattributen. Sara Gruens Romanvorlage war ein internationaler Bestseller, Drehbuchautor Richard LaGravenese besitzt Kernkompetenz in diesem Genre (“Die Brücken am Fluss”, “Der Pferdeflüsterer”), und “Twilight”-Star Robert Pattinson hat eine weltweite Fangemeinde im Rücken, die ihm Treue über den Tod hinaus geschworen hat. “Wasser für die Elefanten” begnügt sich mit einer lebenslangen Liebe, in die der alte Erzähler mit einem ausgedehnten Rückblick auf zwei entscheidende biografische Zäsuren einführt. Die erste ist ein tragischer Unfall, der Jacob (Pattinson) kurz vor Ende seines Tiermedizinstudiums eltern- und damit auch mittellos macht. Verarmt sein ist für ihn ein bisher unbekannter sozialer Aggregatszustand, doch im Amerika der frühen 1930er Jahre, mitten in der Großen Depression, fast schon Normalität. Die zweite Zäsur verändert sein Leben ebenso nachhaltig. Der Zufall bringt ihn zu einem Wanderzirkus und zu dessen Direktor Rosenbluth (Christoph Waltz), der das kleine Unternehmen genauso dominiert wie seine Frau, die Kunstreiterin Marlena (Reese Witherspoon) – im unberechenbaren Wechsel zwischen charismatisch, launisch und explosiv gefährlich. Als Rosenbluth als letzte Rettung für den angeschlagenen Zirkus einen Elefanten kauft, wird das als nicht dressierbar geltende Tier zum Katalysator der unvermeidlichen Annäherung von Jacob und Marlena, der Allianz von Sensibilität gegen die Dominanz von Macht und Gewalt. Ähnlich wie die Vorlage hat auch LaGraveneses Adaption größere dramaturgische Überraschungen nicht zu bieten, aber in Lawrence einen Regisseur gefunden, der stets die Balance der Gefühle hält und dieses romantische Epos besonders in der ersten Hälfte mit starken Bildern sehenswert auflädt. In der nostalgischen Darstellung einer vergangenen Ära greift die Arbeit von Kamera, Produktionsdesign und Visual-Effects-Team harmonisch ineinander, bleiben Sollstellen allenfalls in der komplizierten Finalsequenz erkennbar, in der die Befreiung der Liebenden durch die der Tiere möglich gemacht wird. Clever gelöst und eine perfekte Illusion sind alle Szenen mit dem Elefanten, die gefährlich für das Tier, aber auch für seine menschlichen Betreuer wirken. Und weil Christoph Waltz als nicht nur Tiere quälender Bösewicht anziehend und abstoßend erscheint, versteht man, was Witherspoon einst an ihm fand, jetzt aber zu Pattinson zieht. Die zentralen Punkte dieses romantischen Dreiecks sind gut besetzt, und wer über die Liebe hinaus Magie auch in den Bildern entdecken will, wird hier ebenfalls fündig.

    kob.

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