Was weg is, is weg (2012)

Was weg is, is weg Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Was weg is, is weg: Schwarzhumorige bayerische "Ökomödie", inspiriert von dem Roman "Bellboy" des Münchner Kabarettisten Jess Jochimsen.

Irgendwo im Niederbayern der Achtzigerjahre. Seit einem schweren Schicksalsschlag, der schon länger zurückliegt, haben sich drei Brüder nur noch wenig zu sagen. Während Hansi inzwischen als Versicherungsvertreter einen auf dicken Macker macht und Ökoaktivist Lukas am liebsten am anderen Ende der Welt Wale retten will, hat sich der dicke Paul völlig in sich zurückgezogen und redet nur noch wirres Zeug. Schließlich ist es ausgerechnet ein abgesägter Unterarm, der die drei Brüder auf dem Bauernhof der Eltern wieder zusammenführt.

Ausgerechnet ein abgesägter Unterarm führt drei Brüder auf dem Bauernhof der Eltern wieder zusammen. Schwarzhumorige bayerische “Ökomödie”, Regiedebüt von Christian Lerch, Co-Autor von “Wer früher stirbt, ist länger tot”.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit seiner 80er Jahre Komödie voller liebenswerter Figuren, makabrem Humor und bayrischem Lokalkolorit liefert “Wer früher stirbt, ist länger tot”-Koautor Christian Lerch ein vielversprechendes Regiedebüt ab.

    Bayern boomt, auf jeden Fall in Film und Fernsehen. Während auf dem kleinen Bildschirm weiß-blaue Krimis wie “Sau Nummer vier” oder “Föhnlage” Hochkonjunktur haben, sorgen drei Damen im Bayerischen Wald für “eine ganz heiße Nummer” und ein Millionenpublikum vor der Leinwand. Natürlich darf in diesem Zusammenhang auch der Name Marcus H. Rosenmüller nicht fehlen, der 2011 gleich mit zwei Filmen (“Sommer der Gaukler”, “Sommer in Orange”) in den Kinos vertreten war. Nun führt einer, der als Ko-Drehbuchautor maßgeblich an Rosis größtem Erfolg “Wer früher stirbt, ist länger tot” beteiligt war, diese neue bajuwarische (Heimat-)Film-Tradition fort: Christian Lerch, auch als Schauspieler durch seine Auftritte in den Fernsehserien von Franz Xaver Bogner (“München 7″, “Der Kaiser von Schexing”) bekannt, gibt nun mit “Was weg is, is weg” sein Regiedebüt. Und obwohl er sich sowohl vor der Kamera (die Brückner-Buben, Jürgen Tonkel) als auch dahinter (Kameramann Stefan Biebl, Szenenbilder Josef Sanktjohanser u.a.) mit Künstlern, die auch schon mehrfach für Rosenmüller gearbeitet haben, umgeben hat, ist eine eigene Handschrift erkennbar. Die in den 80er Jahren angesiedelte Komödie um drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können und sich wohl auch deshalb auseinander gelebt haben, gefällt durch ihren schwarzen, ja makabren Humor, den liebevollen, niemals denunzierenden Umgang mit den Hauptfiguren und einige tragikomische Momente, in denen bayerische Lebensanschauung und Mentalität besonders gut zur Geltung kommen. Diese Szenen gehören in erster Linie Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun als von einem Schicksalsschlag gezeichnetes Ehepaar, auf dessen Bauernhof schließlich alle Handlungsstränge zusammenlaufen. Diese besitzen nicht alle dieselbe Originalität. So ist die von einem gegen den Strich besetzten Maximilian Brückner als schmierigen Versicherungsvertreter getragene Odyssee eines abgeschnittenen Unterarms die amüsanteste und stärkste Geschichte, während die Love Story zwischen Brückners Bruder Florian und Neuntdeckung Marie Leuenberger (spielt im neuen Rosi “Wer’s glaubt, wird selig” die Hauptrolle) ebenso wie die Episode des dritten Bruders, den Musiker Mathias Kellner in seinem Schauspieldebüt als seltsamen Mix aus Autist, Dorfdeppen und Weissager angelegt hat, dagegen etwas abfallen. Nichtsdestotrotz ist “Was weg is, is weg” ein kleiner, im besten Sinne grober und grundehrlicher Film in deftiger bayrischer Mundart und mit hübschen Referenzen an die 80er Jahre, der sein (süddeutsches) und des Dialekt mächtigen Publikum finden wird. lasso.

Darsteller und Crew

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