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Was nützt die Liebe in Gedanken (2003)

Was nützt die Liebe in Gedanken Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Was nützt die Liebe in Gedanken: Berlin in den Goldenen Zwanzigern: Der Wochenendausflug von vier Jugendlichen führt zu einem tödlichen Ende.

Im Berlin der zwanziger Jahre träumen die Hochschulfreunde Günther (August Diehl) und Paul (Daniel Brühl) vom Leben in vollen Zügen. Dazu gehört natürlich auch ein Liebesleben ohne Kompromisse. Als Paul anlässlich einer Sommerparty im Absinthrausch seine tieferen Gefühle für Günthers attraktive Schwester Hilde (Anna Maria Mühe) entdeckt, ahnt er noch nicht, welch verhängnisvolle Ereigniskette er damit lostreten wird.

Basierend auf der historisch verbürgten “Steglitzer Schülertragödie” aus dem Jahr 1927 kredenzen “England!”-Regisseur Achim von Borries und “Liegen lernen”-Autor Hendrik Handloegten dieses fesselnde Drama um den Irrlauf der Gefühle und zeitlose Teenager-Rebellion.

Berlin in den zwanziger Jahren: Die Schulfreunde Günther und Paul wollen ein Leben ohne Kompromisse – und die bedingungslose Liebe. Bei einem ausschweifenden Fest im Sommerhaus der Eltern versucht Paul, Günthers Schwester Hilde seine Gefühle zu gestehen. Doch Hilde liebt viele – auch Günthers Ex-Freund Hans. Als der zu ihnen stößt, werden die Freunde im Rausch von Absinth in einen tödlichen Strudel gerissen.

Berlin zur Zeit der Weimarer Republik. Der introvertierte Paul und der bourgeoise Günther sind sich einig, was ihnen ihr Leben in punkto Liebe und Genuss bieten muss – und auch über Zeitpunkt und Art ihres Ablebens sind sie sich im Klaren. Als ein unbeschwertes Sommerfest zusammen mit Günthers Exfreund Hans und dessen Schwester Hilde sich allmählich zu einem exzessiven, gewalttätigen Beziehungsreigen steigert, kommt es bei den jungen Leuten im Absinthrausch zur Katastrophe, die als “Steglitzer Schülertragödie” in die Geschichte eingeht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf sein traurig-schönes und ausgezeichnetes Roadmovie “England!” lässt Achim von Borries gemeinsam mit Autor Hendrik Handloegten, der zuletzt – ebenfalls unter dem X-Filme-Banner – “Liegen Lernen” inszenierte, ein Drama folgen, mit dem sich der Regisseur erneut als Poet unter Deutschlands Nachwuchstalenten beweist: Basierend auf der wahren “Steglitzer Schülertragödie” aus dem Jahr 1927 und mit August Diehl und Daniel Brühl in den Hauptrollen hervorragend besetzt, erzählt von Borries von Liebe und Rebellion, der Suche nach Glück, der Verwirrung der Gefühle und der Frage, ob und wie es sich leben lässt, wenn die eine große Liebe unerwidert bleibt.

    Berlin in den zwanziger Jahren: Die Abiturienten Paul Krantz, introvertierter Arbeitersohn und Dichter, und Günther Scheller, selbstbewusster Draufgänger aus guten Verhältnissen, verbindet die Sehnsucht nach dem größten Glück, der größten Liebe, dem höchsten Punkt im Leben – und dem richtigen Moment, um dies zu beenden. An einem Wochenende beschließt man, den Sommer, die Jugend und sich selbst im Haus von Günthers Eltern im ländlichen Mahlow zu feiern. Im Lauf einer rauschhaften Nacht verfällt Paul dem koketten Charme von Günthers lebenshungriger Schwester Hilde (Anna Maria Mühe), die unter anderem eine Affäre mit Hans (Thure Lindhardt) hat, in den auch Paul verliebt ist. Und Hildes unschuldige Freundin Elli (Jana Pallaske) verguckt sich in Günther. Absinth und Musik tun ihr übriges, um in dem verwirrenden Gefühlsreigen Eifersucht und Begehren zu wecken, die auch am nächsten Morgen zurück in Berlin nicht gestillt sein wollen. Gemeinsam nehmen Paul und Günther ihr Schicksal selbst in die Hand.

    1927 sorgte die “Steglitzer Schülertragödie” und der von Jugendlichen gegründete Selbstmörderclub für Schlagzeilen in den Gazetten. Das Auflehnen der Teenager gegenüber der Gedankenwelt der Erwachsenen ist das zeitlose Thema des Dramas von von Borries, der dieses zwar der Vorlage gemäß in den Zwanzigern ansiedelt, aber von jeglichem Staub und Klischees der Epoche befreit. Sprache und Selbstverständnis der Jugendlichen sind unserem Hier und Jetzt angepasst – auf dem Grammophon wird gescratcht, über Emanzipation nicht nur diskutiert und sexuelle Orientierungen werden nicht in Frage gestellt. Wobei all dies stets glaubwürdig, nie prätentiös daherkommt, sondern von leichter Hand inszeniert ist, die über die von Kamerafrau Jutta Pohlmann (ebenfalls “England!”) in eine schaurig-schöne, neblige und geradezu hypnotische Spätsommer-Stimmung getauchten postkartengleichen Bilder streicht, die von einem Soundtrack mit Zwanziger-Jahre-Salonmusik zeitgemäß aufbereitet von Thomas Feiner ergänzt werden. Doch von Borries verharrt nicht an der Oberfläche seiner Aufnahmen, er taucht in die unergründlichen Tiefen der Seelen seiner Protagonisten, die vor allem mit August Diehl und Daniel Brühl fantastisch besetzt sind. Deren zerrissene Gefühlswelten und ihre Gegensätzlichkeit sind spannend und dramatisch und immer verständlich, lassen bisweilen einen Hauch von James Dean und “Denn sie wissen nicht, was sie tun” spüren und zeigen die stürmische und eindringliche die Zeit der Adoleszenz einmal anders – fernab konventioneller Teeniekomödien und amerikanischer Apfelkuchenträume. cm.

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