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Wanted (2008)

Wanted Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wanted: Furioses, grell überzeichnetes Actioninferno nach Comicvorlage von Timur Bekmambetov, in der James McAvoy vom Nobody zum weltbesten Auftragskiller avanciert.

Arbeitsdrohne Wesley (James McAvoy) fristet sein kafkaeskes Dasein in einem Großraumbüro, wo ihn die übergewichtige Vorgesetzte tagsüber unterdrückt und die Freundin ihn nach Feierabend weiter demütigt. Bis ihm die aufregende Killerin Fox (Angelina Jolie) eröffnet, der Sohn einer jüngst ermordeten Hitman-Legende zu sein. Sie führt ihn zur Bruderschaft von Sloan (Morgan Freeman), wo Wesley in die väterlichen Fußstapfen tritt, um Rache zu nehmen.

Nach den “Wächtern der Nacht” gilt der Russe Timur Bekmambetow als Wunderkind und entfesselt in seinem US-Debüt ein furioses Actioninferno, das “Mr. & Mrs. Smith” mit “Matrix” verbindet: Amazone Jolie führt eine Starbesetzung durch die super-coole wie brutale Comicadaption.

Wesley Gibson ist 25 Jahre alt und ein Niemand, wie er im Buche steht. Getriezt von seinem Boss, verlacht von seiner Freundin, versinkt sein Leben in Banalität. Dann lernt Wes nach dem Mord an seinem Vater eine atemberaubende Frau namens Fox kennen, die ihm eine neue Welt zeigt: die der Bruderschaft, eine Geheimgesellschaft, die Wes zur tödlichen Waffe mit blitzschnellen Reflexen und unfassbaren Fähigkeiten ausbildet, damit er den Tod seines Vaters sühnen kann. Doch dann stellt Wes fest, dass die Bruderschaft auch eine dunkle Seite hat.

Wesley Gibson ist 25 Jahre alt und ein Niemand, wie er im Buche steht. Sein Leben ist gekennzeichnet von Banalität. Dann wird Wes von einer atemberaubenden Frau namens Fox angesprochen, die ihm eine neue Welt zeigt: die der Bruderschaft, eine Geheimgesellschaft, die Wes zur tödlichen Waffe mit blitzschnellen Reflexen und unfassbaren Fähigkeiten ausbildet, damit er den Mord an seinem Vater sühnen kann. Doch dann stellt Wes fest, dass die Bruderschaft nicht mit offenen Karten spielt und ihn nur ausnutzt, um ihre Feinde auszuschalten.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Diese Comicverfilmung begeistert mit temporeichen Verfolgungsjagden, spektakulären Stunts, viel Spannung und ist zudem erstklassig besetzt. Der Büroangestellte Wesley wird sozusagen von Angelina Jolie aus seinem langweiligen Leben herausgerissen und zur menschlichen Waffe ausgebildet. Aus einem Nobody wird ein Killer, der seine Lehrer am Ende übertrifft. Timur Bekmanbetov feiert mit Wanted sein glänzendes und überaus gelungenes Hollywood-Debüt: eindrucksvoll auf ganzer Linie.

    Jurybegründung:

    Wanted ist das Hollywood-Debüt des kasachischen Regisseurs Timur Bekmambetov, der mit seinen beiden Filmen Wächter der Nacht - Nochnoy dozor und Wächter des Tages bereits zwei Fantasy-Blockbuster erfolgreich ins westliche Kino gebracht hat.

    Die Story basiert auf der gleichnamigen Comicbuch-Serie des schottischen Comic-Autors Mark Millar. Bekmambetov verwebt sie zu spektakulären Bildern und verwandelt die Gangstergeschichte mit Hilfe clever geführter Figuren in einen energiegeladenen Action-Thriller. Wenn das Hauptdarsteller-Trio, das fremder einander nicht sein kann, gleich zu Beginn des Films aufeinander rasselt, gerät die Geschichte in Fahrt und hält das Tempo bis zum Ende hin durch.

    Der 25-jährige Wes (James McAvoy) ist ein von Panikattacken gequälter Einzelgänger - ein "Nerd". Widerstandslos erträgt er seine trübsinnige Existenz. Sein bester Freund schläft mit seiner Freundin. Demütigungen und Langeweile beherrschen seinen Job-Alltag.

    Als er in eines Nachts in einer Apotheke Nachschub an Tranquilizern kaufen will, begegnet er der aufregenden Fox (Angelina Jolie) - eine schöne "böse" Heroine, die ihn für einen Geheimbund, eine Bruderschaft von Auftragskillern, anwerben möchte, der bereits sein Vater als Killerlegende angehört hatte. Ihre perfekte Gestalt ist über und über mit Tattoos und Inschriften übersät. Die Künstlichkeit ihres Körpers verweist auf ihre übermenschlichen Fähigkeiten und installiert sie als eine mit außergewöhnlichen Begabungen bewaffnete "Comic-Figur", der sich Wes mehr aus Notwehr und Verführung als aus freier Entscheidung anschließt.

    Ein irrer Kugelhagel und wilde Verfolgungsjagden geben dem erotischen Action-Abenteuer jede Menge "Drive" und führen Wes in das Epizentrum seiner Albträume. Um seinen nie kennen gelernten Vater zu rächen, lässt er sich in der Bruderschaft ausbilden und seine genetischen Anlagen zu einer perfekten Killermaschine formen. Seine Panikattacken, die unter erhöhter Adrenalinausschüttung die Wirklichkeit in Zeitlupe wahrnehmbar machen, werden zu einem Instrumentarium in seinem ganz persönlichen Waffenarsenal.

    Trainiert wird er von Sloan (Morgan Freeman), dem Kopf der Bruderschaft - einer "ZEN"- Gestalt mit ungeahnten Kräften, Reflexen und Schnelligkeit. Wes beginnt, seine neuen Kräfte und seine Macht zu genießen, doch merkt er bald, dass die Gruppe noch anderes mit ihm vor hat. Ein geheimnisvoller Webstuhl liefert verschlüsselte Botschaften für den nächsten Auftragsmord, gemäß der Parole: "Töte Einen, rette Hundert".

    Die Qualität des Films liegt vor allem in seinen visuellen Einfällen und Attraktionen, seinen spektakulären Stunts und erotischen Verweisen: High Heels und Hyroglyphen zwingen Widersacher in die Knie und die Kinobesucher gebannt in ihre Sessel. Slow Motion und schnelle Schnitte, 3D-Illusionen und phantastische Arrangements schaffen einen halluzinatorischen Raum für computergenerierte Kampfkunst.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Was für ein Film! Der „Wächter des Tages“-Regisseur Timur Bekmambetov bringt in seinem ersten Hollywood-Spielfilm die an Fantasie nicht arme Comicserie „Wanted“ von Mark Millar und J. G. Jones als rasante Action auf die Leinwand. Er hat ein „Must See“ geschaffen, sein kreatives Potenzial mit den technischen Möglichkeiten zu einer Quintessenz des modernen, die Realität transzendierenden Actionfilms verbunden. Das Staunen im hippen „Wanted“ erübrigt sozusagen den Besuch 20 anderer Genrewerke.

    Die Geschichte, die sich anfangs streng an die Comicvorlage hält und dann eigene Wege einschlägt, spielt im Chicago der Gegenwart. In einer burgähnlichen Fabrik aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts residiert ein Geheimbund von Webern. Ihr Anführer Sloan, gespielt von Morgan Freeman, bekommt vom Webstuhl des Schicksals Stoffe geliefert, die in einem Binärcode Namen enthalten. Es sind Namen von Personen, die bald Unheil in der Gesellschaft anrichten würden und deshalb von einem Mitglied der Bruderschaft eliminiert werden müssen. Die rechte Hand von Sloan ist Fox, gespielt von Angelina Jolie. Sie wird Wesleys Mentorin, die ihn mit ein paar Gehilfen trainiert. Wesley hat die außergewöhnlichen Anlagen seines Vaters geerbt, aber er muss noch viel lernen, wie das Schießen um die Kurve.

    In der alten Fabrik also schießt Wesley unter Aufsicht des von Common gespielten Gunsmith auf hängende Schweinehälften. Er wird zur Abhärtung vom Repairman zusammengeschlagen, und anschließend in eine Art Wachsbad zur schnellen Wundheilung gelegt. Schon diese in den Steinboden eingelassenen Gruben, die als Wannen dienen, sind auch ohne die zusätzlich herumlaufenden Ratten ein Beispiel für die stimmungsvolle Detailverliebtheit des Regisseurs. Mit eigentümlichem Witz streift er Abgründe, etwa wenn der Bankomat Wesley beschimpft.

    Das besondere Augenmerk des Regisseurs auf Bildästhetik wird auch in der modernen Stadtkulisse fündig: Angelina Jolie im weißen Kleidchen hängt sich schießend in voller Fahrt aus dem roten Sportwagen und wird zur stylishen Action-Ikone. Funken sprühen, Glas splittert, Autos fliegen durch die Luft, aber Fox bleibt gelassen. Eindruck machen auch die Szenen auf dem Dach der Chicagoer Hochbahn, aber fast noch besser sind diese kurzen Aufnahmen, in denen sich der Zug in Slow Motion wie eine träge Schlange durch die Häuserschluchten zwängt.

    Wesleys Fähigkeit, in Zeitlupe zu sehen, illustrieren entsprechende Aufnahmen von fliegenden Kugeln, die manchmal gezielt mit der Munition des Gegners in der Luft kollidieren. James McAvoy erweist sich als Idealbesetzung für Wesleys Wandlung vom unscheinbaren Loser zum reaktionsschnellen, harten Burschen. Thomas Kretschmann hat als Cross eine wortarme, aber attraktive Außenseiterrolle.

    Gegen Ende, wenn man wegen der vielen visuellen Geschenke Sättigung und fast ein schlechtes Gewissen verspürt, serviert „Wanted“ noch einen Höhepunkt. Ein Zug fährt in Osteuropa aus einem weißen Felsen auf eine Brücke, die über eine Schlucht zum nächsten Felsen führt, und entgleist. Spätestens hier zeigt sich, dass der moderne Actionfilm seine Höhenflüge teuer erkauft. Kugeln, die um die Kurve fliegen, Leute, die munter aus Wracks steigen oder sich in Trance den Weg freischießen, solche Coolness geht auf Kosten der Bodenhaftung.

    Fazit: Timur Bekmambetovs amerikanische Comic-Action ist eine Leistungsschau visueller Kreativität.
  • Timur Bekmambetov debütiert mit einer furiosen, grellbunten und knallharten Comic-Adaption in Hollywood – sein bester Effekt bleibt aber Angelina Jolie als Action-Amazone.

    “Wanted”. Das klingt nach Genre und Routine. Von beidem sind ordentliche Prisen vorhanden. Und dann ist da noch dieser “Matrix”-Touch, diese Augenblicke, in denen die Zeit einzufrieren scheint, ehe der Held explodiert und die Hölle in Gang setzt. Dann fliegen Fetzen und Kugeln wie einst bei “Mr. & Mrs. Smith”. Womit wir bei Angelina Jolie wären, diesem unglaublichen Spezialeffekt der Natur, die hier eine Auftragskillerin namens Fox gibt: katzenäugig, schmollmundig, biegsam – und mit Waffen versteht sie umzugehen wie Sarah Wiener mit ihrem Küchengerät. Aber halt. Eigentlich spielt Mrs. Pitt nur die zweite Geige. Held, besser kafkaesker Anti-Held, ist ein gewisser Wesley, dem der tief traurig dreinblickende James McAvoy, Leibarzt von Idi Amin in “Der letzte König von Schottland”, Gesicht und Stimme leiht.

    Tag für Tag hockt er in seinem spartanischen Verschlag inmitten eines riesigen Großraumbüros. Drohne einer Versicherungsgesellschaft, unterdrückt von der übergewichtigen Vorgesetzten, die jedem Hochsicherheitstrakt zur Zierde gereichen würde, betrogen von der ewig keifenden Freundin. Da taucht Fox auf und offenbart Wesley, dass er doch seine Talente besser einer Bruderschaft von Webern zur Verfügung stellen sollte. Weber? Na ja, weben tun die Herrschaften eigentlich nur Hobby-mäßig, ihr Hauptjob besteht im Beseitigen unliebsamer Zeitgenossen. Deren Namen finden sich in den Fäden des Webstuhls des Schicksals, die Ober-Weber Sloan zu lesen versteht. Morgan Freeman gibt mit Grandezza diese mysteriöse Gestalt – und nur ihm nimmt man sie auch ab. Im Falle moralischer Bedenken verweist er darauf, dass man mit einem Mord eventuell Tausende Leben zu retten vermag. Fragwürdig? Schon, aber der Film basiert auf der Comic-Serie von Mark Millar und J.G. Jones. Ende der Diskussion.

    Also durchläuft Wesley einen allumfassenden Schnelllehrgang in Sachen Mordmaschine, Hauptaugenmerk Kugeln ausweichen bzw. diese mit Gedanken umlenken. Dann geht’s richtig los. Mit der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Diese sabotiert ein gewisser Cross – Thomas Kretschmann setzt seine körperlichen Vorzüge gekonnt ein -, während der durchgeknallte Kasache Timur Bekmambetov bei seinem stilistisch sorgfältig durchkomponierten Hollywood-Debüt beweist, dass seine beiden höchst erfolgreichen “Wächter”-Filme quasi nur Fingerübung in Sachen Suspense und Thrill waren. So stürzen denn hier gleich ganze Zuggarnituren optisch überzeugend in die Schlucht, derweilen im Fallen noch aus allen Rohren geballert wird. Ruht mal kurz die Action, schwillt mal Danny Elfmans Pompös-Score für Momente ab, begeben sich die Verwundeten in wortwörtliche “Heilbäder”, denen sie wie neugeboren entsteigen – nur um sich gleich wieder ein paar Löcher in den Pelz brennen zu lassen. Besonders gerne von Ms. Jolie, der man nicht einmal eine Waffe in die Hand drücken muss – sie ist so schon Killer genug. geh.

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