W.E. (2011)

W.E. Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

W.E.: Romantisches Drama von Madonna, das die legendäre Lovestory von Wallis Simpson und King Edward mit der Ehekrise einer jungen Frau aus dem modernen Manhattan verknüpft.

Vernachlässigt, manchmal auch geschlagen von ihrem Mann, lebt Wally Winthrop im Manhattan des Jahres 1998. Aus ihrer bitteren Beziehungsrealität flüchtend, driftet die junge Frau in Gedanken immer wieder zu Wallis Simpson und King Edward III, zur größten Liebesgeschichte des 20. Jahrhunderts ab. Gerade als ihre romantische Verklärung dieser Lovestory durch eigene Recherchen ernüchtert wird, entdeckt Wally mit einem russischen Wachmann eine Liebe, die ebenfalls gesellschaftliche Schranken transzendiert.

Vom eigenen Leben enttäuscht, flüchtet sich eine junge Frau in Manhattan in eine Traumwelt, in deren Mittelpunkt Wallis Simpson und King Edward III. stehen. Romantisches Drama von Madonna, das die Lovestory von Wallis Simpson und King Edward mit der Ehekrise einer jungen Frau aus der Gegenwart verknüpft.

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Kritikerrezensionen

  • Das britische Drama "The King´s Speech" dürfte den meisten noch in reger Erinnerung sein. Bei der Oscarverleihung 2011 konnte nicht nur Hauptdarsteller Colin Firth die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen, das Drama wurde auch noch als bester Film ausgezeichnet. Damals lag das Augenmerk allerdings auf dem stotternden King George VI., der unverhofft das Amt antreten musste, nachdem sich sein Bruder Edward VII. für die große Liebe und gegen die Krone entschieden hatte.

    Jetzt widmet sich Madonna, die sich nach "Filth and Wisdom" (2008) zum zweiten Mal auf dem Regiestuhl befindet, genau dieser Geschichte. "W.E." steht für die Initialen von Wallis und Edward. Die Liebe zwischen König Edward VII. und der bürgerlichen und verheirateten Wallis Simpson ist sagenumwoben und wird oft idealisiert dargestellt. Wie groß muss eine Liebe sein, wenn dafür auf den Thron verzichtet wird? Hier sei allerdings bemerkt, dass Madonna sich keinesfalls auf historisch belegbare Fakten beruft um ihre Geschichte zu erzählen. Stattdessen wird das Leben der Wally Winthrop im modernen New York mit eingewoben, vermutlich um die Ereignisse für den Zuschauer greifbarer zu machen. Dies gelingt zwar nur bedingt, dennoch überzeugt der Film wenn auch nicht unbedingt mit Greifbarkeit, konsequent mit schönen Bildern.

    Was man Madonna lassen muss, ist, dass sie es versteht, ihre Aufnahmen gekonnt in Szene zu setzen. Da kommen dann auch mal flotte Musik und hippe Szenen zum Einsatz, die vielleicht erst unpassend oder befremdlich wirken. Hier ist eben die Queen of Pop am Werk. Trotzdem: die eher kühle Stimmung aus Wallys modernem New York, ihre Einsamkeit, Sehnsucht und Faszination mit dem Idol kommt genauso gut herüber wie der Glamour und die High Society der britischen Monarchie vor 60 Jahren. Die Sets und das Kostümdesign sind überzeugend und wunderschön. Auch die schauspielerische Leistung der drei Hauptdarsteller ist vollkommen solide.

    Wallys Verzweiflung im New York der 90er, ihre Einsamkeit in der unglücklichen Beziehung und ihre maßlose Faszination, die schon an Besessenheit grenzt, mit Wallis Simpson und Edward VII. wird zwar gut vermittelt, dennoch bleibt eine wahre Verbundenheit mit den Charakteren aus. Die Verknüpfung der gänzlich unterschiedlichen Epochen wirkt zuweilen ein bisschen erzwungen. Besonders schön sind dafür geschichtsträchtige Szenen wie die Abdankungsrede König Edwards VII. oder der glaubwürdig dargestellte Zwiespalt, indem sich Wallis befindet, als sie sich zwischen ihrem Mann und Edward VII. entscheiden muss. Schade ist, dass eine gewisse Distanz stets gewahrt wird. Es scheint dem Zuschauer nicht wirklich möglich, komplett in die Geschichte einzutauchen. Zu plötzlich sind dafür die Zeitsprünge zwischen den beiden Epochen.

    Dennoch hat Madonna einen Film erschaffen, den man sich durchaus ansehen kann. Auch wenn eine emotionale Verbindung mit den Figuren ausbleibt, sieht man doch einer gelungenen Inszenierung einer sagenumwobenen Geschichte zu. Allen voran überzeugen Abbie Cornish und Andrea Riseborough als Leading Ladies. Die männlichen Darsteller können da nicht ganz mithalten. Auch wenn "W.E." es nicht schafft, wahre Emotionen beim Zuschauer zu wecken, bleibt doch das angenehme Gefühl, gelungenem Schauspiel zuzusehen.

    Fazit: Madonna hat mit "W.E." einen Film erschaffen, der vor allem durch bildliche Qualitäten überzeugt. Aber auch die Schauspielerinnen Abbie Cornish und Andrea Riseborough haben eine enorme Leinwandpräsenz - jedoch bleibt eine emotionale Bindung zu den Charakteren leider aus.
  • Mit einem romantischen Drama über die spirituelle Verbindung zweier Frauen aus verschiedenen Generationen tritt Pop-Queen Madonna ein zweites Mal hinter die Kamera.

    Es mag im Wesen der Entertainmentbrache liegen, über kreative Territoriumsüberschreitung generell, besonders aber von Madonna zu spotten und die Qualität ihrer Regiekompetenz mit “Like a Virgin” einzustufen. Vielleicht ist der Nachfolger von “Filth and Wisdom” überambitioniert in der Konzeption, in der Realisierung aber die Revidierung eines Vorurteils wert. Der clevere Titel beschreibt die verknüpften Themen: Die Geschichte von Edward VIII und Wallis Simpson – und die Frage, ob das “Wir” (WE) in einer Liebe dem Druck der Beziehungsjahre standhält und nicht in “Sie” und “Er” auseinanderbricht. Das Drehbuch, das die Pop-Ikone mit Alek Keshishian, Regisseur von “Im Bett mit Madonna”, schrieb, surft verwegen zwischen zwei Kontinenten und Zeitaltern hin und her.

    Im Manhattan von 1998 fokussiert es sich auf Wally Winthrop (Abbie Cornish) und ihr Ehegefängnis mit einem gut situierten Mann, der ihren Kinderwunsch nicht erwidert und auf ihre wohl begründete Eifersucht auch schlagend reagiert. In diesem Klima von Gewalt und Vernachlässigung driften Wallys Gedanken in die 1930er und 1940er Jahre ab, zur Amerikanerin Wallis Simpson (Andrea Riseborough) und ihrer Beziehung zum englischen König, die Wally verklärt und als romantische Richtschnur für ihr eigenes Leben sieht. Die spirituelle Verbindung der Frauen macht Madonna auch gegenständlich, wenn der Klang eines 1948 angestoßenen Glases auch 1998 zu hören ist, wenn sich beide sogar begegnen und die Flucht in die Fantasie schließlich obsolet wird. Denn Wally findet die Liebe in der Beziehung zu einem russischen Wachmann, welche die gesellschaftliche Inkompatibilität der königlich-bürgerlichen ansatzweise spiegelt.

    Obwohl es dem Film manchmal an dramatischem Zug und Klischeekontrolle mangelt, wenn sich ein Wachmann nur Piano spielend und Rilke lesend als Lover für die Frau aus besseren Kreisen qualifiziert, obwohl man gerne auch mehr von den privaten Realitäten der “größten Romance des Jahrhunderts” gesehen hätte, gefällt “W.E.” dank Hagen Bogdanskis eleganter Kameraarbeit, dank Cornishs sinnlicher und Riseboroughs charismatischer Darstellung und einer Inszenierung, die sich in der Akzentuierung von Musik und Bildsprache an den Filmen von Terence Davies und Wong Kar-Wai zu orientieren scheint. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

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