Vorstadtkrokodile (2009)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Vorstadtkrokodile: Jugendbuchverfilmung über eine Bande von Jugendlichen und deren Abenteuer.

Für den zehnjährigen Hannes (Nick Romeo Reimann), der bei seiner jungen Mutter (Nora Tschirner) aufwächst, gibt es nur ein Ziel: Er will unbedingt zur coolsten Jugendbande des Ortes gehören – den Vorstadtkrokodilen. Bei der dafür notwendigen Mutprobe gerät er in Lebensgefahr und wird ausgerechnet von dem im Rollstuhl sitzenden und als “Spasti” verachteten Kai (Fabian Halbig) gerettet. Erst, als dieser einen Einbruch beobachtet, zeigt die Bande Interesse.

Seit 1977 begeistert Max von der Grüns Jugendbuch Generationen von Fans, die nun nicht mehr nur auf die WDR-Verfilmung, sondern auch auf ein waschechtes Kinoabenteuer zurückgreifen können: Das Team von “Die Welle” setzt auf phantasiereiche und anspruchsvolle Unterhaltung.

Um Mitglied bei den Vorstadtkrokodilen zu werden, soll der zehnjährige Hannes die rostige Leiter eines Fabrikgebäudes erklimmen. Doch das Unterfangen misslingt. Nur der Geistesgegenwart von Kai ist es zu verdanken, dass Hannes von der Feuerwehr gerade noch gerettet wird. Am Ende des Tages ist Hannes trotzdem Mitglied der “coolsten Bande der Welt”, nur Kai immer noch nicht, denn der sitzt im Rollstuhl und hat bei den “Krokodilen” nichts verloren. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als die Gang einen Einbruch aufklären will und dabei auf Kais Know-how angewiesen ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Christian Ditters originelle, actiongeladene Adaption des Jugendbuchklassikers macht gute Laune, ist hochspannend und auch ein bisschen lehrreich.

    Es wird Zeit für neue jugendliche Helden. Denn nach dem Abdanken der “Wilden Kerle” im letzten Jahr und dem Abschluss der “Wilden Hühner”-Trilogie in diesem Jahr muss unbedingt etwas gegen die “Banden-Armut” im Kino unternommen werden. Ein Glück, dass Christian Ditter, der vor kurzem mit dem Feelgood Movie “Französisch für Anfänger” ein recht ordentliches Regiedebüt hinlegte, nun “Vorstadtkrokodile” im wahrsten Sinne ausgegraben hat. Denn Max von der Grüns Jugendbuchbeststeller stammt bereits aus dem Jahre 1977. Das Alter der Vorlage, die immerhin 800.000 Mal verkauft wurde, ist dem Film allerdings in keiner Phase anzumerken. Und der beginnt nach einem schönen “Mauer”-Vorspann gleich fulminant, mit einer lebensgefährlichen Mutprobe: Um Mitglied bei den Vorstadtkrokodilen zu werden, soll der zehnjährige Hannes (Nick Romeo Reimann, der Nerv aus “DWK 3 bis 5″) nämlich die rostige Leiter eines schwindelerregend hohen Fabrikgebäudes erklimmen. Doch das Unterfangen misslingt gründlich. Nur der Geistesgegenwart von Kai (Fabian Halbig, Schlagzeuger der “Killerpilze”) ist es zu verdanken, dass Hannes von der Feuerwehr gerade noch gerettet wird. Am Ende des Tages ist Hannes trotzdem Mitglied der “coolsten Bande der Welt”, nur Kai immer noch nicht, denn der sitzt im Rollstuhl, und ein “Spasti” – wie er verächtlich genannt wird – hat bei den “Krokodilen” nichts verloren. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als die Gang einen gemeinen Einbruch aufklären will und dabei dringend auf Kais Know-how angewiesen ist.

    “Vorstadtkrokodile” besitzt alles, was ein ordentliches Gang Movie braucht: Eine Bande, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten, – vom etwas unterbelichteten Türken über ein furchtloses Mädchen bis hin zum gutmütigen Übergewichtigen – die aber trotzdem füreinander die Hand ins Feuer legen. Drei richtig fiese Proleten, darunter Axel Stein als debiler Schläger und Jacob Matschenz aus “Die Welle” als furchteinflößender Oberbösewicht, die den Kleinen richtig Feuer unterm Hintern machen. Und eine ganze Reihe von actiongeladenen Sequenzen – eine originelle Rififi-Nummer zum Schluss inklusive -, die zwar jugendfrei sind, aber mit Abenteuern für Erwachsene locker mithalten können. Apropos Erwachsene. Neben den durch die Bank überzeugend agierenden Nachwuchsdarstellern setzen “Keinohrhase” Nora Tschirner als leicht überforderte alleinerziehende Mutter und Fanta-4-Mitglied Smudo als Kais melancholischer Papa schauspielerische Duftmarken. Und schließlich gelingt es Ditter vortrefflich, das sensible Thema Querschnittlähmung ganz unverkrampft in seinen Film einzubauen (unter anderem erfährt man wie Rollstuhlfahrer eigentlich pinkeln). Damit das Komische das Tragische dominiert, darf Kai eine witzige Stuntshow in seinem Super-Rolli hinlegen. Fazit: Die Renaissance des deutschen Banden-Films geht weiter – demnächst dann auch wieder mit den einstigen “wilden Kerlen” Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht in Rainer Matsutanis “Gangs”. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Mit zehn von 13 möglichen Auszeichnungen ist Michael Hanekes "Das weiße Band" seiner Favoritenrolle beim Deutschen Filmpreis gerecht geworden.

  • Die Abenteuer der beliebten Jugendbande "Die Vorstadtkrokodile" kommen ins Kino. Mit dabei sind Esther Schweins und Martin Semmelrogge.

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