Voodoo - Die Kraft des Heilens (2009)

Voodoo - Die Kraft des Heilens Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Voodoo - Die Kraft des Heilens: Aufschlussreiche und vorurteilsfreie Dokumentation über den Voodoo-Kult.

Für das abendländische Publikum ist es eine unbekannte, rätselhafte und durch allerlei Fehlinformationen und effekthascherische Hollywood-Verwurstungen düstere Welt: die des Voodoo-Kults. Dabei handelt es sich bei Voodoo um keinen bösen Zauber, sondern um das Gegenteil: ein Heilmittel. Es sind Reinigungszeremonien, Initiationsriten, die Anrufung von Ahnen, Exorzismen und Orakelbefragungen. Der Glaube an die spirituellen Naturkräfte wacht als magisches Weltbild über soziale Normen und Moral, integriert, heilt, verbindet. Es ist eine für viele Strömungen offene Religion, die sich im steten Wandel befindet.

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Kritikerrezensionen

  • Othmar Schmiderers Reise ins westafrikanische Benin, dem Mutterland des Voodoo, stellt den verrufenen Kult als Kombination aus Heilmedizin und Religion vor.

    Der geheimnisvolle Voodoo-Kult übt auf Dokumentarfilmer eine ungebrochene Faszination aus und garantiert so einen steten Output. Setzten jüngere Werke wie “The White Darkness” auf mystische Bilder Haitis und schwang sich “Voodoo – Mounted by the Gods” auf, Vorurteile zu beseitigen, der Naturreligion aber ihr Geheimnis zu belassen, so geht der an zahlreichen Schauplätzen in Benin filmende Schmiderer noch einen Schritt weiter. Dank seines Koautors, dem Ethnologen und Fotojournalisten Henning Christoph, einem ausgewiesenen Experten in Sachen Voodoo, öffnet sich das Tor zu einer dem abendländischen Auge sonst verschlossenen Welt. Viele Zeremonien werden erstmals abgelichtet, fast alle finden am helllichten Tag unter freiem Himmel statt. Allein das entbehrt schon jeglichem mystischen Mumpitz, mit dem sich Horrorfilme so gerne aufladen. Voodoo ist kein böser Zauber – sondern das Gegenteil, ein Heilmittel. Das ist gut für Menschen, aber schlecht für Tiere: An den Opferzahlen allein von Hühnern in diesem Film werden Tierschützer ihre helle Freude haben.

    Schmiderer verzichtet auf jeden Kommentar, womit er eine postkolonialistische Perspektive vermeidet und sich einen ungezwungenen Zugang zu Heilern, Magiern und Priestern verschafft, die ihre Praktiken schrittweise erklären oder einfach ausführen. Den Rest erläutern Texttafeln. Es sind Reinigungszeremonien, Initiationsriten, Anrufung von Ahnen, Exorzismen und Befragungen des Fa-Orakels. Das ersetzt die medizinische Anamnese, bevor Kräuter und tote Tiere zu Arzneien vermengt werden. Der Glaube an die spirituellen Naturkräfte wacht als magisches Weltbild über soziale Normen und Moral, integriert, heilt, verbindet. Es ist eine für viele Strömungen offene Religion, die sich im steten Wandel befindet. Die Anteil nehmende, nie aufdringliche Kamera filmt auf Augenhöhe und hat konsequent jeder Effekthascherei abgeschworen. Dieser Verzicht auf alles Reißerische schafft Raum für Normalität und Würde. So darf man zahlreiche Riten und den extensiven Pantheon eines in den Alltag integrierten Kultes vorurteilsfrei und aufschlussreich wie selten zuvor erforschen. tk.

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