Vier Brüder (2005)

Originaltitel: Four Brothers
Vier Brüder Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vier Brüder: Lose, in die Gegenwart versetzte Adaption des John-Wayne-Klassiker "Die vier Söhne der Katie Elder" aus dem Jahr 1965.

In Downtown Detroit wird eine alte Dame scheinbar beim Einkaufen erschossen, als zwei unbekannte Männer den Laden stürmen und ohne Vorwarnung das Feuer auf die Anwesenden eröffnen. An ihrem Grab kommen nach langer Zeit vier Adoptivbrüder zusammen: Der erfolglose Hockeyspieler Bobby (Mark Wahlberg), der Ex-Soldat und Spieler Angel (Tyrese Gibson), der junge Musiker Jack (Garrett Hedlund) und der bürgerliche Familienvater Jeremiah (Andre Benjamin). Was sie trotz aller Unterschiede eint: Sie glauben nicht an Zufälle und wollen Muttis Tod rächen.

Mit grimmigem Humor und Sinn für Atmosphäre inszenierte John Singleton (“Boyz’n The Hood”) das actiongeladene Kriminalfilm-Remake des John-Wayne-Westernklassikers “Die vier Söhne der Katie Elder”.

Vier adoptierte, unterschiedliche Brüder finden sich nach Jahren anlässlich der Beerdigung der Frau zusammen, bei der sie aufgewachsen sind. Sie erfahren, dass sie keines natürlichen Todes gestorben ist und machen sich daran, den Mord aufzuklären – und zu rächen.

Nach dem Mord an der 62-jährigen Evelyn Mercer treffen sich ihre vier Adoptivsöhne, die sich inzwischen aus den Augen verloren haben, bei deren Beerdigung wieder. Wie in ihrer turbulenten Jugend haben alle außer Familienvater Jeremiah noch immer ihre Probleme mit dem Gesetz. Deshalb gibt es auch kein langes Zögern, als sie erfahren, dass der Tod der Mutter alles andere als ein unglücklicher Zufall gewesen sei. Mit gezogenen Waffen und der nötigen Härte machen sich die vier auf die Suche nach den Mördern von Mom.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 40 Jahre nach dem Western mit John Wayne, „Die vier Söhne der Katie Elder“, nimmt sich Regisseur John Singleton („2 Fast 2 Furios“) des Themas in einer modernen Großstadtversion an. Doch die Liebe zu der guten, verstorbenen Mutter ist hier nur Vorwand für einen harten Selbstjustizstreifen, der auf moralische Skrupel verzichtet.

    Am Tisch im Haus der ermordeten Mutter versammelt, verzehren die vier Kerle einen Thanksgiving-Truthahn und erinnern sich wehmütig daran, wie sie ihnen, die schwere Fälle der Jugendfürsorge waren, Zuneigung schenkte und Manieren beibrachte. Doch die Typen in Lederjacken machen nur spärlich Gebrauch von ihrer moralischen Erziehung, denn bald ziehen sie bewaffnet ins Schneetreiben um die Blöcke. Sie lassen einen Zeugen aus dem Fenster fallen, sie liefern sich eine funkensprühende Verfolgungsjagd im Auto mit den Ladenräubern, an deren Ende die Exekution der Täter steht.

    Der Schrecken aber geht noch weiter, denn der Gangsterboss will Rache. Er schickt maskierte Schützen zum Haus der Mercers, und was dann folgt, ist ausführlich brutal. Die Actionszenen sind hauptsächlich aus Nahaufnahmen und schnellen Schnitten komponiert, was Spannung garantiert. Doch es gibt Bilder, die vermuten lassen, der Regisseur habe die Messlatte für einen harten Actionfilm nur ja nicht zu niedrig anlegen wollen.

    Der älteste Mercer-Bruder, Bobby (Mark Wahlberg), ist im Grunde ein Psychopath, der, einmal in Fahrt, kaum mehr zu stoppen ist. Er ist die treibende Kraft hinter der Selbstjustiz, und man nimmt ihm die Tränen um seine Mutter oder den erschossenen Bruder nicht als echte Gefühlsregung ab. Dafür ist nicht nur sein Charakter zu eindimensional auf Gewalttätigkeit angelegt, und es fehlt der Geschichte völlig an Humor und Zwischentönen. Die Szenen mit Jeremiahs Frau oder Angels Freundin wirken grotesk aufgesetzt.

    Der westernähnliche Showdown findet dann auf einem gefrorenen See statt. Die Gangster kommen in Autos, Bobby nähert sich im offenen Mantel zu Fuß, und hat ein Kreuz vor der Brust baumeln. Er will sich mit dem Gangsterboss schlagen, aber dies ist kein Western, dies ist kein Film über christliche Werte, und nicht nur dem Bösen wird es gründlich kalt ums Herz.

    Am Ende bauen die drei übrig gebliebenen Brüder das zerschossene Haus der Mutter wieder auf. Bobby erscheint dabei die lächelnde, strickende Alte, die ihm sagt, wie gut es sei, ihn wieder in der Nähe zu haben. Makabrer geht es kaum, und daraus wird eine unfreiwillige Warnung vor der Rückkehr in archaische Gesellschaften.

    Fazit: Selbstjustizfilm, in dem Werte wie Familie und Gerechtigkeit nur dünner Vorwand für harte Actionszenen sind.
  • Vier Brüder – zwei weiß, zwei schwarz – treffen nach vielen Jahren wieder zusammen, um ihre ermordete Adoptivmutter zu beerdigen – und zu rächen. Auf einer klassischen Western-Prämisse basierend, formt Regisseur John Singleton ein packendes urbanes Rachemelodram mit realistischer Action im Old-School-Stil der siebziger Jahre. Der starke Kitt der mit roher Gewalt gespickten Story um vier Boys, die in der Hood von Detroit Rot sehen, ist das vom hier superben Mark Wahlberg angeführte Schauspieler-Quartett. Durch eine nuancierte Mischung von Machismo, Emotion und Humor vermitteln sie ein glaubhaftes Bruderband, wodurch selbst die absurderen Aspekte des schnörkellos realisierten Vigilantenfilms geglättet werden können.

    Ausgangspunkt ist der Mord an der 62-jährigen Evelyn Mercer (Fionnula Flanagan) während eines vermeintlich routinehaften Raubüberfalls in einem Eckladen. Bei ihrer Beerdigung werden ihre vier Adoptivsöhne Bobby (Wahlberg), Angel (Tyrese Gibson aus Singletons “Baby Boy”), Jeremiah (Andre Benjamin von Outkast nach “Be Cool” weiterhin viel versprechend) und Jack (Garrett Hedlund aus “Troja”) nach längerer Funkstille wieder vereint. Als Jugendliche waren sie alle hoffnungslose Fälle, die von der sozial engagierten Evelyn adoptiert worden waren. Mit Ausnahme des erfolgreichen Familienvaters Jeremiah sind die anderen immer noch regelmäßig in Schwierigkeiten mit dem Gesetz verwickelt. Vor allem Bobby ist ein hartgesottener Bursche mit einem Kofferraum voller Knarren, der sich jedoch nicht schämt, in seiner Trauer Tränen zu vergießen. Als die Brüder einen Tip bekommen, dass hinter dem Mord an ihrer Mutter mehr als ein gewöhnliches Gangshooting steckt, nehmen sie selbst die Fährte auf und die Justiz in die Hand. Dies führt zu einem bleihaltigen Whodunnit in der Neighborhood, bei dem häufiger zuerst geschossen wird und dann die Fragen gestellt werden.

    Singleton orientiert sich klar an klassischen Actionvorbildern, bei denen brutale Realität und facettenreiche Figuren, nicht hektische Videospiel-Ästethik und eindimensionale Actionmarionetten gefragt sind. Dieser nostalgische Touch macht sich auch beim Soundtrack bemerkbar, der statt der erwartungsgemäßen Hiphop-Beschallung gute alte Motown-Soulhits auffährt. Singleton hat auch keine Scheu, nach dem Raubüberfall des Prologs das Tempo zu drosseln und geradezu entspannt das Protagonisten-Kleeblatt durch seine brüderliche Interaktion und selbst kurze Rückblenden mit ihrer Mutter vorzustellen. Doch dann wird wohl dosiert das Action-Testosteron schubweise losgelassen: Wie bei einer mitreißenden Autoverfolgungsjagd im dichten Schneesturm oder einem “Assault on Precinct 13″ nachempfundenen Shootout im Mercer-Haus. Zwischendrin wird immer wieder gemenschelt: Sei es humorvoll bei einer gemeinsamen “Sitzung” im Badezimmer oder sentimental, als einer der Brüder im Gefecht fällt. Obwohl die schon oft befahrene Plotspur zu korrupten Cops und verschlagenen Gangstern führt, ist diese frische Neuinterpretation alter Actionmotive trotz ein paar (weniger) kitschiger Aussetzer nicht zuletzt dank der sympathischen Besetzung (darunter auch Terrence Howard aus “L.A. Crash”) good old fun. ara.

Darsteller und Crew

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