Verrückt nach Steve (2009)

Originaltitel: All About Steve
Verrückt nach Steve Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Verrückt nach Steve: Romantische Komödie über eine junge Frau, die ihrem Glück in der Liebe auf ungewöhnliche Weise nachhilft.

Die eigensinnige Kreuzworträtsel-Designerin Mary scheint für Beziehungen einfach nicht gemacht zu sein. Deshalb organisieren ihre Eltern völlig unvermittelt ein Blind Date mit dem Kameramann Steve. Mary verliebt sich Hals über Kopf in ihn und ist überzeugt davon, dass er das Knistern zwischen ihnen auch spürt. Steve ist berufsbedingt ständig unterwegs. So schließt sich Mary ihm kurzerhand an und begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Das geht nicht nur Steve zunehmend auf den Geist.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schräg ist das richtige Wort für diese Komödie, in der es öfters Gelegenheit gibt, laut aufzulachen, in der es von Slapstick nur so wimmelt und in der vor allem die Hauptfigur dermaßen schräg ist, dass einen schon ihr Anblick irgendwie unangenehm berührt. Sandra Bullock trägt zu ihrem unbeirrbaren Dauerlächeln eine blonde Ponyfrisur und rosa Lippenstift und wirkt damit wie schlecht verkleidet. Doch Mary Horowitz sorgt auch für Kopfzerbrechen, weil sie ständig redet und meistens nicht ganz begreift, wovon gerade die Rede ist. Diese Person verfolgt nun aus Liebe ein Team wirklich abgebrühter TV-Reporter auf einem Roadtrip der unwahrscheinlichsten, peinlichsten Ereignisse.

    Sandra Bullock gilt ja als aufgeschlossen für leichten Slapstick, doch was sie hier stemmt, übertrifft ihre bisherigen Rollen. Eine so unattraktive und linkische Figur wie Mary Horowitz würden wohl nicht viele Darstellerinnen spielen wollen, aber Sandra Bullock lässt die wandelnde Karikatur völlig ungehemmt ihren Charme entfalten, so dass man für das Entsetzen in Steves Gesicht stets Verständnis hat. Aus der Loserin Mary aber wird unterwegs keine von Rache getriebene Stalkerin, sondern auf erstaunliche Weise der rettende Engel für andere Loser. Sandra Bullock bekam für diese Rolle die Goldene Himbeere, doch dieser Schmähpreis ist ja manchmal geradezu eine Empfehlung für ein besonders auffälliges Werk.

    Thomas Haden Church ist als Reporter Hartman mit der blonden Löwenmähne und dem braungebrannten Gesicht der perfekte Frauenschwarm, ein Cowboy und Kapitän. Doch seine Vor-Ort-Berichte über ungewöhnliche Ereignisse gehen oft daneben und sein Chef sucht bereits einen Ersatz für ihn. Bradley Cooper als Kameramann Steve wirkt wie einer, der in Sachen Spaß nichts anbrennen lässt. Doch bei Mary versagt seine Lockerheit und er glaubt sogar, dass sie die Kartoffelchips vergiftet hat. Dieses Trio liefert zuverlässig komische Spannung, doch Regisseur Phil Traill hat noch mehr auf Lager.

    Hartman, Steve und ihr Kollege Angus fahren quer durch Amerika, vom Schauplatz eines Gerichtsprozesses um ein Kind mit drei Beinen zu einem Tornado samt Heuschreckeninvasion bis hin zu einem Unglück, bei dem taubstumme Schüler in ein altes Bergwerk fallen. Hier überbieten sich die konkurrierenden Reporterteams mit emotionalen Berichten und makabren Computersimulationen. Unter protestierenden Amputationsgegnern im Fall des Kindes mit drei Beinen findet Mary zwei Bewunderer. Die Frau mag ihre Lackstiefel und der Mann, ein Physiker, der menschliche Gesichter in Äpfel schnitzt, schätzt ihre Weltgewandtheit.

    Mary und ihre neuen Freunde sitzen nun während des Tornados in einem Kanalrohr und haben die Regenhauben auf, die Mary praktischerweise mit sich führt. Als auf ihrer Backe eine Zikade landet, preist Mary, die das Tier und seine Seltenheit kennt, das Glück des Augenblicks, und die anderen beiden freuen sich mit. Der überdrehte Charme dieser kleinen Komödie erweist sich als wendig, als intelligent in nebensächlichen Dingen, pfeift auf Sympathien und hat keine tiefere Bedeutung.

    Fazit: Sandra Bullock als tollpatschige, verliebte Stalkerin in einem skurrilen Roadmovie mit einigen gelungenen Slapstickeinlagen.
  • Romantische Komödie mit Sandra Bullock, in der sie eine exzentrische Kreuzworträtsel-Designerin mimt, die einen Kameramann mit ihren ungebetenen Avancen nervt.

    In Hinsicht von Selbstvertrauen und sozialem Schliff ist Bullocks Figur Mary Horowitz das genaue Gegenteil ihrer biestigen Boss-Lady aus der diesjährigen Hitkomödie “Selbst ist die Braut”. So lebt die leicht neurotische Mary (angeblich vorübergehend) bei ihren Eltern, trägt gerne knallrote Lackstiefel und übertüncht ihre Unbeholfenheit im Umgang mit anderen, indem sie ihren immensen Wortschatz ohne Punkt und Komma anwendet. Bei einem Blind Date lernt sie den feschen TV-Kameramann Steve (Bradley Cooper, dieses Jahr ebenfalls bereits äußerst erfolgreich mit “The Hangover”, bleibt eher unscheinbar) kennen. Die liebeshungrige Einzelgängerin ist gleich dermaßen hingerissen, dass sie ihn sofort auf dem Autositz vernaschen will. Panisch sucht er das Weite, doch Mary ist so verliebt, dass sie am nächsten Tag ein Kreuzworträtsel konstruiert, das sich ausschließlich um Steve dreht. Daraufhin verliert sie ihren Job bei der Zeitung und sie macht sich auf den Weg Steve aufzuspüren. Er ist mit seinem Kollegen, dem Reporter Hartman (Thomas Hayden Church aus “Sideways” amüsiert als sympathischer Schnösel) unterwegs, um über ein Kidnapping zu berichten. Steve kann seinen Unmut kaum verbergen, doch Hartmann stellt schnell fest, dass Mary ihm mit ihrem weitläufigen Wissen beruflich behilflich sein könnte. So steckt er ihr insgeheim jeweils die nächsten Anlaufpunkte (ein dreibeiniges Baby in Arizona, ein Twister in Oklahoma, ein eingestürzter Minenschacht voller Kinder in Colorado) zu. Darüber hinaus bestärkt er Mary in dem Glauben, dass Steve ihre Gefühle erwidert.

    Während sich Mary quer durchs Land vergeblich abstrampelt, um beim Objekt ihrer Begierde zu landen, schließt sie immerhin ein paar neue Freundschaften mit netten schrulligen Zeitgenossen, die ebenso wie sie soziale Außenseiter sind. So wird von Drehbuchautorin Kim Barker denn auch die Botschaft untergebracht, das “Normalität” immer noch im Auge des Betrachters liegt. Die romantische Komponente bleibt dabei aber etwas unausgegoren und auch mit überzeugenden Gags wird leider auf Sparflamme gekocht. Debütregisseur Phil Trail, der bislang fürs britische Fernsehen inszenierte, liegt mehr daran das Publikum über seine Protagonistin, die zudem als Produzentin fungierte, lachen zu lassen, als mit ihr. ara.

Darsteller und Crew

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