Verrückt nach dir (2010)

Originaltitel: Going the Distance
Verrückt nach dir Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Verrückt nach dir: Romantische Komödie über ein Paar, das allen Widerständen und räumlicher Distanz zum Trotz an seiner Beziehung festhält.

Eigentlich sollte es nur ein harmloser Sommerflirt werden: Die beiden Singles Erin und Garrett genießen ihre begrenzte gemeinsame Zeit in vollen Zügen, schließlich müssen sie schon bald wieder ihren Jobs nachgehen. Erin in San Francisco und Garrett in New York. Doch aus den charmanten Rendevous, den vielen Gemeinsamkeiten und der bloßen Zuneigung zueinander wird schon bald mehr. Bis die beiden feststellen, dass ihre Liebe auch über die Ferne hinweg und trotz des gut gemeinten Abratens ihres Umfelds bestehen will.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie Erin und Garrett miteinander umgehen, miteinander lachen, miteinander glücklich sind, sich necken und lieben: da stimmt die Chemie zwischen den Darstellern Drew Barrymore und Justin Long völlig, sie geben sich nicht nur ihren Rollen, sondern auch sich gegenseitig hin, und die Romanze ihrer großen Liebe geht stufenlos über in Komödie. Denn der trockene, ironische, fast sarkastische Humor der beiden – er etwas stoffelig, sie recht burschikos – ergänzt sich perfekt: pubertärer Klaumauk trifft liebevolle Zärtlichkeit, drastische, fast unflätige Sprache auf eine innig-intime Frivolität, die ihre Gemeinschaftlichkeit unterstreicht. Dazu kommen witzige Nebencharaktere und schön herausgespielte komische Situationen: der Zuschauer hat hier auf jeden Fall etwas zu lachen. Das hat wenig zu tun mit der glückseligen Märchenhaftigkeit von Romantic Comedy, Zielgruppe Frau; wahrscheinlich liegt das daran, dass Regisseurin Nanette Burstein zuvor Dokumentarfilme gedreht hat. Auch in ihrem Spielfilmdebüt lässt sie ein Gespür für wahrhaftiges Miteinander auf der Leinwand zu erkennen, so dass in den ersten zwanzig Minuten wirkliche emotionale Nähe zu den Protagonisten entsteht, mit denen man lacht, mit denen man liebt.

    Dass Barrymore und Long so gut miteinander können, ist kein Wunder: auch im wirklichen Leben sind die beiden miteinander liiert, nunja: mit einigen Trennungs-Unterbrechungen; und genau das sollte sie auch für den weiteren Verlauf des Films prädestinieren: in dem die beiden nach sechswöchiger stürmischer Liebe in New York getrennt sind durch einen ganzen Kontinent, weil Erin zurück nach San Francisco geht. Fernbeziehung: Das ist das Thema des Films, das sich nun herausschält, das für den dramatischen Konflikt herhalten muss, das sich als etwas schwach herausstellt. Ungewollt distanziert der Film den Zuschauer wieder, den er im eröffnenden Akt so nah an den Film, an die Figuren, an ihre Liebe herangeholt hat.

    Nun kommt Burstein zunehmend mit unoriginellen Standard-Komödienkonstruktionen daher. Erins Schwester wird zur Karikatur einer genervten, überforderten Hausfrau degradiert, Garretts Freunde, die im zu Anfang so schön Contra gegeben haben, die sich so schön die Dialogbälle zugeworfen haben, werden zu bloßen Beziehungsratgebern – deren Tipps denn auch zuverlässig zu irgendwelchen Fehlschlüssen oder Peinlichkeiten führen. Da werden dann mehrfach – zu oft – dünne Wände in der WG und die damit einhergehende Beteiligung von Außenstehenden an der Privatsphäre ausgelutscht, der Versuch von Telefonsex geht in die Hose, der Besuch eines Bräunungsstudios nimmt einen erwarteten Ausgang, beim ersten Wiedersehenssex werden Erin und Garrett entwürdigend entblößt... Das führt zwar zu Lachern, die gekonnt inszeniert und bewusst eingesetzt werden; aber mit den Figuren, mit ihrer Liebe, um die es ja im Kern geht, hat das nicht mehr allzuviel zu tun. Der Witz des Films ist nun immer noch lustig; aber eindeutig platter.

    Die Komik und Emotionalität des Anfangs kann der Film damit nicht aufrechterhalten, und so zerbröckelt der Spannungsbogen – nicht nur, dass die Dramaturgie nicht sonderlich überraschend wirkt, auch scheint Burstein irgendwie das Gefühl für die Figuren zu verlieren; zumindest hätte das glückliche Ende, das auf einer so einfachen Lösung basiert, auch eine halbe Stunde früher im Film kommen können, man fragt sich halt, warum die Liebenden nicht vorher darauf gekommen sind; oder sich stärker um eine solche Lösung bemüht haben.

    Vielleicht liegt das Problem des Films auch in den nun mal doch nicht so globalisierten Konflikten, die uns diese Hollywood-Romantik-Komödie vorlegt. Weil in Deutschland eben anders als im Drei-Zeitzonen-Amerika eine solche Problematik schlicht geographisch unmöglich ist: Auch eine Hamburg-München-Beziehung lässt problemlos wochenendliche Treffen zu, anders als die Strecke New York – San Francisco, bei der sich Garrett und Erin nur alle paar Monate mal sehen. Immerhin, hier schlägt wieder die Dokumentarfilmerin in Burstein durch ebenso wie die Tatsache, dass sich Barrymore und Long, nun ja, intim kennen: die Sehnsucht der beiden zueinander und ihre Geilheit aufeinander: das ist denn doch wieder sehr offen, sehr authentisch dargestellt.

    Fazit: Eine romantische Komödie, die zunächst unkonventionell daherkommt und mit drastischen Sprüchen und trockenem Witz nicht nur frauenaffin wirkt; die aber im weiteren Verlauf viel von dieser Kraft verliert.
  • Mit klassischen Mitteln erzählte Romantikkomödie über eine Fernbeziehung, in der Drew Barrymore und Justin Long ihre Genreerfahrungen voll ausspielen.

    Dass man sich auch aus der Distanz lieben kann, wissen wir bereits seit Tom Hanks und Meg Ryan, die sich 1993 in Nora Ephrons romantischer Komödie “Schlaflos in Seattle” übers Radio kennen lernten. Das Für und Wider von Fernbeziehungen loten nun auch Drew Barrymore und Justin Long auf ebenso romantisch-komödiantische Art und Weise in “Verrückt nach Dir” aus, im US-Original treffender “Going the Distance” betitelt. In dem Spielfilmdebüt der versierten Dokumentarfilmerin Nanette Burstein, die im Jahre 2000 für “On the Ropes” für einen Oscar nominiert wurde, lernen sich die beiden in einer New Yorker Kneipe kennen. Sie, Erin, Single und angehende Journalistin, hat gerade eines der begehrten Sommer-Praktika beim Sentinel ergattert, er, Garrett, Talent Scout in der Musikbranche, hat soeben von seiner Freundin den Laufpass bekommen. Obwohl sich beide auf Anhieb verstehen, den gleichen Humor, den gleichen Geschmack haben, kurz, auf einer Wellenlänge funken, wissen sie, dass ihr Flirt nur von kurzer Dauer sein kann. Denn in ein paar Wochen ist Erin wieder zu Hause in San Francisco und Garrett stürzt sich in New York in seine Arbeit. Doch allen Unkenrufen von Erins überfürsorglicher Schwester Corrine (Christine Applegate) sowie Garretts besten Kumpels Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) zum Trotz lieben sich die zwei auch dann noch weiter, als ein ganzer Kontinent zwischen ihnen liegt. Man schreibt sich tonnenweise (schlüpfrige) sms, telefoniert stundenlang (technisch wenig spektakulär durch klassische Split-Screen-Technik gelöst) und gibt ein Vermögen für sündhaft teuere Flüge aus, um sich wenigstens ab und zu mal zu sehen. Und irgendwann steht fest. Erin zieht nach New York, egal, ob sie dort nun einen Job findet oder nicht. Aber dann bekommt sie ein Angebot, das sie in Zeiten der Medienkrise eigentlich nicht ausschlagen darf, einen Redakteursposten beim renommierten San Francisco Chronicle.

    “Verrückt nach Dir” hat das Sub-Genre der Romantik-Komödie nicht unbedingt neu erfunden und auch die Gewissensfrage “Karriere oder Liebe” wurde schon zuweilen im Kino gestellt. Dennoch hat Bursteins Long-Distance-Spaß seine Momente, was an der guten Chemie zwischen Barrymore und Long liegt, die hier ihre (gemeinsamen) Genre-Erfahrungen (“Er steht einfach nicht auf dich”) souverän ausspielen und auch körperlich voll zur Sache gehen, etwa bei einer wilden und im Übrigen saukomischen Sex-Szene auf dem Esstisch im Hause von Erins Schwester, bei der vor allem Long seinen Astralleib zur Schau stellen darf. Für gute Laune sorgen auch die Sidekicks, Garretts WG-Kumpel, die in der hellhörigen Wohnung für die passende musikalische Untermalung sorgen, wenn ihr Mitbewohner mal wieder ein Girl abgeschleppt hat (wenn’s zärtlich wird, tönt z.B. Berlins “Top Gun”-Hit “You Take My Breath Away” aus den Boxen). Neben einem eingängigen Soundtrack mit vielen Ohrwurm-Songs gibt’s als Dreingabe noch ein bisschen was Philosophisches über Männer, die weinen können, und die Antwort auf die Frage, welche Frauen heutzutage noch auf Schnauzbärte abfahren. Und schließlich wird in dem Film, der ansonsten hauptsächlich auf Humor und Heiterkeit setzt, lang und breit darüber räsoniert, ob man(n) in einer Fernehe überhaupt treu sein kann. Und Erins Mann kann. lasso.

Darsteller und Crew

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