Van Helsing (2004)

Van Helsing Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Van Helsing: Kinetisches Effektspektakel, in dem Monsterjäger Van Helsing in Transsilvanien fette Beute macht.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts reist der abenteuerlustige Okkultismus-Akademiker Dr. Van Helsing (Hugh Jackman aus “X-Men”) in den wilden Osten Europas, um legendäre Unholde wie den Grafen Dracula, den Wolfsmann oder Frankensteins Ungeheuer sozusagen auf deren Home Turf in irdische Schranken zu weisen. An seiner Seite mit in die Schlacht zieht die junge Anna (Kate “Underworld” Beckinsale), Abkömmling einer Familie mit langer Monstererfahrung.

Turbulente Horrorunterhaltung mit wildromantischer Note nach bewährtem Sommer-Blockbusterprinzip verspricht und hält die neueste Effekt-Extravaganz von “Die Mumie”-Macher Stephen Sommers.

Als Monsterjäger ist Van Helsing erfolgreich, obwohl als Killer nicht wirklich beliebt. Im Geheimauftrag bekämpft er in Transsilvanien die düsteren Pläne des Grafen Dracula, der seiner Spezies mit Nachwuchsplanung die Zukunft sichern will. Dieser mächtige Feind, der mit anderen Höllenkreaturen paktiert, treibt den Jäger in die Enge und in die dunkelsten Ecken seiner Vergangenheit.

Der geheimnisvolle Monsterjäger Van Helsing macht als Auftragskiller kurzen Prozess mit Bestien verschiedenster Couleur. Da bekommt er den geheimen Auftrag, in Transsylvanien die gefürchtete Blutsauger-Brut rund um Graf Dracula auszurotten. Der umgibt sich mit Werwölfen und dem missratenen Frankenstein-Monster, um mit deren Hilfe endgültig die Weltherrschaft zu übernehmen. Nur gut, dass dem schmucken Mattenträger Van Helsing mit der kecken Aristokratin Anna eine kampferfahrene Gefährtin zur Seite steht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gute Schauspieler präsentieren uns dieses Spektakel. Hugh Jackman ist uns als Wolverine gut bekannt aus x-Men und x-Men 2, wir durften dort schon seine Schnelligkeit und Mimik bewundern. Auch Kate Beckinsale ist kein unbeschriebenes Blatt, ihr englischer vollendet geformter Körper und ihr aussagekräftiges Minenspiel hat in Filmen wie "Viel Lärm um nichts" und "Pearl Harbor" schon auf sie aufmerksam gemacht. Aber ist in "Van Helsing" wirklich schauspielerisches Talent gefragt oder kommt es hier eher auf den korrekten Umgang mit der Technikmasse an ?

    Eine schöne und reine Bildkomposition hat Stephen Sommers auf die Leinwand gebracht. Leider bekommt man es als Zuschauer ab und an doch etwas mit der Angst zu tun. Diese "Spielsachen" und Bauten sehen alle so teuer aus ! Was mag das wohl gekostet haben ? Wo früher Kulissenbauer und Maler gefragt waren wird heute der Computer aktiv. "Van Helsing" ist ein Paradebeispiel für diese immer vollkommenere Technik. Genauer hinschauen macht dann doch eher wirr und müde.

    Es ist aber auch nicht wirklich gewollt, dass man in die Mannigfaltigkeit der Bauten eintaucht - dies Gefühl bekommt man sehr schnell, denn die Bildabfolge ist unglaublich rasant. Doch leider eher leidenschaftslos auf Action programmiert. Schöne Bilder, technisch perfektioniert, aber keine Zeit für Genuss. Das ist sehr schade, denn eigentlich eignet sich die Idee, die Stephen Sommers - der übrigens auch das Drehbuch geschrieben hat - versucht zu verwirklichen sehr um sich dem Genuss hinzugeben. Die Zusammenkunft aller Fabel- und Romanwesen, die jedes fantasiebegabte Kind und jeden Rollenspieler faszinieren. Wo gibt es einen besseren Ausgangspunkt um eine tolle Geschichte zu schaffen, als im Kino mit diesem großen Potential an Technik ? Die Rollenspielmystik und die Lust auf Abenteuer gehen aber schnell unter in einem Durcheinander. Wo in alten Zeiten Regisseure Zusammenkünfte herbeiführten - dies ist ja kein neues Thema - trafen nicht alle "Monster" auf einmal in einem Film aufeinander, da wurde dann doch eine Auswahl getroffen. Bei "Van Helsing" ist es dann doch etwas zuviel des Guten!

    Und mit der Wiederbelebung einer "Monstermasse" bleibt ein ganz wichtiger Faktor dieser Wesen auf der Strecke, der in Filmen wie "Bram Stoker's Dracula" von Francis Ford Coppola oder "Frankenstein" von Kenneth Branagh zum Tragen kommt: die "Menschlichkeit" dieser Wesen. Man bringt Mitefühl auf für das Monster von Dr. Frankenstein, doch hier in "Van Helsing" springen dem Zuschauer Drähte und Schläuche und Technik entgegen, das spricht doch eher den Computer daheim an, als die Gefühle des Zuschauers.

    Fazit: Gute, saubere und bestimmt teure Technik, daher fast perfekte Action, ein bischen auf die neueren James Bond Filme getrimmt - diese darüber hinaus mit einem sauberen und bestimmt teueren Pierce Brosnan - aber nicht gefühlsecht!
  • Die Rocky Horror Picture Show 2004 hat eröffnet. Transsilvanien lädt ein zum Monstertourismus, Wolfsmenschen tummeln sich mondsüchtig in freier Wildbahn, Dr. Frankenstein verarbeitet wieder menschliche Bauteile und Graf Dracula trägt Zopf, Ohrring und die beeindruckendste Zahnreihe seit “Blade 2″. Stephen Sommers’ Gruppentreffen der legendären Universal-Monster ist prototypische amerikanische Sommerkonfektion, ist hyperkinetisches Überwältigungskino, das mit Effekten die Augen bombardiert, in der Hoffnung, akustische und emotionale Rezeptoren abzulenken. Obwohl dieses Konzept nicht ganz aufgeht, ist die Jagdsaison der Blockbuster mit diesem Mega-Comic kommerziell viel versprechend eingeleitet.

    Sommers ist seit “Die Mumie” und deren Fortsetzung Universals Ausgrabungs- und Reanimierungsspezialist und damit prädestiniert, weitere Ikonen des Studios für die Kids wiederzubeleben. Wie stark Universal an diesen CGI-Recycler glaubt, zeigen das enorme Budget (vermutete 150 Mio. Dollar), das bereits vorbereitete TV-Spin-off “Transsilvania” und auch die Maßnahme, dass die Geldgeber das aufwändige Set in Prag nicht zerstören ließen. Ausstattung und Architektur, die menschliches Handwerk mit digitaler Deko kreuzt, sind häufig eindrucksvoll, auch wenn die Harmonie von künstlich und natürlich, wie sie exemplarisch etwa in der “Ring”-Trilogie verwirklicht wurde, nicht erreicht wird. Dem tragischen Grundton der Vorbilder, gequälte Wandler zwischen Leben und Tod, Mensch und Bestie, erweist der Film Reverenz, doch kein Herz klopft wirklich in dieser nicht nur milieubedingt seelenlosen Geschichte, die das Horrormuseum mit einem Sturm vom Staub befreien will.

    Mit einer schönen Überblendung von der brennenden Universalkugel zur Fackel des transsilvanischen Mobs, der Frankenstein und seine Kreatur auslöschen will, schlägt der Film die Brücke zwischen Verbeugung und Veränderung. Neu ist der Held, der nur dem Namen nach an Bram Stokers Seniorenmodell erinnert. Van Helsing, gespielt von “X-Man” Hugh Jackman, ist eine in schwarzes Leder gepresste Kampfmaschine, die in Paris amüsant eingeführt wird, als sie den notorischen Persönlichkeitsspalter Mr. Hyde zur Erstnatur zurückführt. Im Auftrag einer katholischen Geheimorganisation in Rom und in Begleitung eines Mönchs, der als comic relief für atmosphärische Entspannung zuständig ist, reist Van Helsing nach Transsilvanien. Dort plant Graf Dracula eine dramatische Machterweiterung durch elektrisierende Reanimierung seiner untoten Nachwuchsbrut, bei der ihm Werwölfe und Frankensteins Monster als Elektrizitätsleiter dienen sollen. Aus nicht nur anatomischen Gründen versucht er auch beharrlich, eine rebellische Zigeuneraristokratin (Kate Beckinsale) in sein Schloss zu entführen, die sich mit Van Helsing verbündet hat.

    Während manche Dialoge, Nachdenklichkeitspausen und ein himmlisches Finale durchaus Heiterkeit in die osteuropäische Milieu-Tristesse bringen, stürzen sich beide Parteien nahezu pausenlos in die Schlacht um Transsilvanien, in der Draculas übermütige Bräute als fliegende, nahezu unzerstörbare Kampfeinheit eine zentrale Rolle spielen. Erwartet werden dürfen mehrere spektakuläre Luftattacken auf ein Dorf, diverse Konfrontationen mit Werwölfen, eine Kutschenjagd vor drohendem Abgrund, eine opulente Ballszene mit Trapezeinlage und einige theatralische Auftritte des frustrierten Grafen, der stinksauer schon einmal die Wände hochgeht. Es wird entführt, attackiert, mutiert, krepiert, zitiert und kopiert, bis Action den Platzbedarf von Anspruch überflüssig gemacht hat. Wer sich mitreißen lässt, vergnügt sich, ohne einen Gedanken opfern zu müssen. Wer sich dagegen stemmt, muss sich zumindest eingestehen, dass mit einem “Monster” zwar Respekt, mit vielen aber ein Vermögen verdient werden kann. kob.

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