Unknown Identity (2011)

Originaltitel: Unknown
Unknown Identity Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Unknown Identity: In Berlin gedrehter Thriller über einen Wissenschaftler, der das Rätsel lösen muss, warum ein anderer seine Identität angenommen hat und er selbst sterben soll.

Auf einem Kongress in Berlin will sich US-Biologe Dr. Martin Harris mit Kollegen aus dem Ausland treffen. Doch nach einem Unfall und einem mehrtägigen Koma ist sein Leben auf den Kopf gestellt. Seine Frau behauptet, ihn nicht zu kennen, ein anderer Mann hat seine Identität und den Platz an ihrer Seite eingenommen, und mysteriöse Killer machen Jagd auf ihn. Auf der Flucht durch Berlin versucht Harris, das Rätsel zu lösen und mit Hilfe einer Taxifahrerin und eines Ex-Stasi-Mannes sein kollabiertes Leben zu behalten.

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Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seit jeher gehören Gedächtnisverlust und Identitätskrise zu den beliebtesten Sujets des Detektiv- und Agentengenres, denn beim Entschleiern einer bedrohlichen Vergangenheit treten regelmäßig unangenehme Geheimnisse ans Tageslicht, die besser im Dunkeln geblieben wären. Von Noir-Klassikern wie „Der Herr der Unterwelt“, „Street of Chance“ nach Cornell Woolrich oder „Dangerous Crossing“ bis zu den Adaptionen des ersten „Bourne“-Romans („Agent ohne Erinnerung“) reicht die Palette der cineastischen Wahrheitsrecherche. Nun plagt die rätselhafte Umordnung der eigenen Vita ebenfalls einen Wissenschaftler in Berlin, der fassungslos Bruchstücke seiner Biografie zusammen klauben muss, um seine Situation innerhalb einer weitreichenden Verschwörung entschlüsseln zu können. Ein von allen Seiten Gejagter, der zunächst niemanden trauten kann und anhand von Puzzelteilen versucht, ein disparates Gesamtbild zusammen zu setzen, bietet eine viel versprechende Ausgangssituation. Doch bei Jaume Collet-Serras Actionthriller nach einem Roman von Didier van Cauwelaert handelt es sich im Grunde nur um ein aufwändig produziertes, wenn auch nicht unspannendes B-Picture.

    Offensichtlich fand der amerikanische Actionproduzent Joel Silver Gefallen am Drehort Babelsberg, so dass er nach „V for Vendetta“ und „Ninja Assassin“ jetzt für „Unknown“ nach Berlin zurückkehrte, obgleich die Vorlage ursprünglich in Paris spielt. Allerdings besitzt Jaume Collet-Sera nicht James McTeigues Talent, der die beiden Berlin-Vorläufer inszenierte. Dass sich der Spanier vom grottigen „House of Wax“ zum akzeptablen „Orphan – Das Waisenkind“ steigerte, ist gleichfalls auf das Drehbuch zurück zu führen. Gegen die rasanten Actioneinlagen der vergleichbaren „Bourne“-Reihe oder „Ninja Assassin“ bietet „Unkonwn“ lediglich vertraute Genremuster. Immerhin hält die nur anfangs mysteriöse Story den Betrachter stets im Atem und verzichtet auf Längen.

    Zudem kommen die Berliner Locations bestens zur Geltung, bis am Ende das Hotel Adlon in Teilen digital in die Luft gejagt wird. Bei der Berlinale-Pressekonferenz, wo „Unknown“ außer Konkurrenz im Wettbewerb seine Weltpremiere feierte, machte sich ein ausländischer Journalist schon Gedanken, welche berühmten Sehenswürdigkeiten man im eventuellen Sequel filmisch zerstören könnte. Da das Babelsberg-Studio als Co-Produzent beteiligt war, besetzte man die Nebenrollen mit deutschsprachiger Prominenz wie Sebastian Koch als Dr. Harris Kollege, Karl Markovics und Eva Löbau als Krankenhauspersonal oder Stipe Erceg als Killer, der mit weiteren Finsterlingen unvermittelt Jagd auf den ahnungs- und orientierungslosen Gelehrten macht.

    Als resolute osteuropäische Taxifahrerin wirkt Diane Kruger zu glamourös und eher fehlbesetzt, obwohl sie ihre Rolle ansatzweise mit Tiefe ausstattet. Für Bruno Ganz als Ex-Stasiagent hält das Drehbuch einige bissige Dialoge bereit, doch sein Part als versoffener Privatdetektiv, der erfolglos gegen die Schatten seiner Vergangenheit ankämpft, wirkt zu stereotyp, als dass sich der Schweizer Altstar gegen die Plotklischees behaupten könnte. Übrig bleibt eine dynamische Autoverfolgungsjagd durch die Friedrichstraße und manche bedrohliche Situation für den Protagonisten auf der Kippe ins Jenseits, aber letztlich bieten die Plottwists nichts, was man nicht schon bestens aus früheren Varianten der Ausgangssituation kennt.

    Fazit: Wie Liam Neeson seiner Identität durch ein feindliches Berlin hinterher hetzt, so laufen die Macher dieses routinierten Actionthrillers den großen Vorbildern hinterher.
  • In Jaume Collet-Serras Mystery-Thriller ist Liam Neeson im Fokus eines skrupellos umgesetzten Frightplans von Killern, die ihm nicht nur seine Identität nehmen wollen.

    Berlin im Winter ist ein hartes Pflaster für amerikanische Besucher. In “Flight Plan” wurde Jodie Fosters Mann dort ermordet – und geht es nach den wortkargen Hitmen in dieser Verfilmung von Didier van Cauwelaerts Roman “Hors de moi” droht Neeson ein ähnliches Ende. Die Gründe kennen anfangs weder er noch der Zuschauer, der sich von der nicht zu kompliziert verknoteten Geschichte bereitwillig einfangen lässt, weil sie kompetente Unterhaltung ohne Implausibilitätsexzesse bietet.

    Als renommierter Biologe Dr. Harris hat Neeson eine attraktive Ehefrau vom Typ Frostblondine bei sich und ein Kongresstreffen mit Kollegen und einem orientalischen Fürsten vor sich. Doch gleich nach der Ankunft in Berlin, muss er seine Frau allein ins Hotel einziehen lassen und gerät auf der Suche nach seinem vergessenen Koffer mit seinem Taxi in einen schweren Unfall. Als er nach einigen Tagen aus dem Koma erwacht, ist seine Lebensretterin, die Taxifahrerin (Diane Kruger), verschwunden und er selbst in Aufruhr. Denn im Hotel behauptet seine Frau, ihn nicht zu kennen und hat den Beweis schon an ihrer Seite: einen anderen Mann, der sich im Unterschied zu Neesons Figur auch als Dr. Harris ausweisen kann. Nur kurzfristig zweifelt der Biologe an seinem Verstand, der Zuschauer allerdings nie, da er von Beginn weiß, wer Original und Fälschung ist. Gesucht wird fortan das Motiv für die offensichtliche Verschwörung und ein Beweis, der Neesons Geschichte im Film bestätigen könnte.

    Damit nun weder Zuschauer noch Protagonist zuviel Zeit zum Nachdenken bekommen, schaltet der von Joel Silvers Company und Studio Babelsberg mitproduzierte Thriller atemlos in den Actionmodus – mit mehreren Verfolgungsjagden, knackigen Nahkämpfen, Kollisionen und Explosionen. Regisseur Collet-Serra inszeniert temporeich, hält die Spannung, experimentiert mit Unschärfen und dem Ton, zeigt inszenatorisch die Originalität, die ein solcher Thriller aufgrund der langen Geschichte des Genres nur noch bedingt haben kann. Dass Neeson eine Rolle wie diese mühelos tragen kann, ist keine Überraschung, wohl aber die Etablierung einer illegalen Migrantin und eines Ex-Stasi-Mannes als heimliche Helden einer am Ende mit einem Twist aufgelösten Geschichte. In deren Entwicklung macht der Film vieles richtig, nicht zuletzt, alles aus Neesons Perspektive zu erzählen und die Brücke zu Bourne zu schlagen. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

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