Underworld: Aufstand der Lykaner (2009)

Originaltitel: Underworld: Rise of the Lycans
Underworld: Aufstand der Lykaner Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Underworld: Aufstand der Lykaner: Drittes Abenteuer aus der Vampir-Werwolf-Saga, das zum Ursprung des blutigen Artenkriegs zurückführt.

Im finsteren Mittelalter hielten sich die aristokratischen Vampire, genannt Death Dealer, die barbarischen Lykan-Werwölfe als Sklaven – der Beginn einer erbitterten Feindschaft. Der junge Lykaner Lucian (Michael Sheen) will die grausame Unterdrückung seiner Rasse beenden und startet eine Revolution gegen Vampirkönig Viktor (Bill Nighy), der die Lykaner seit Jahrhunderten brutal verfolgt. Lucians heimliche Vampir-Geliebte, Sonja (Rhona Mitra), unterstützt ihn.

Die Vorgeschichte der schnittigen Finster-Saga um die Blutfehde zwischen Vampiren und Werwölfen klärt über den Ursprung der Feindschaft auf. Der renommierte Creature-Designer Patrick Tatopoulos, bisher verantwortlich für die Spezialeffekte, führt den düsteren Actionhorror stylish fort.

Weil er Sklaven für den Ausbau der Vampirfestung benötigt, erschafft Viktor, der Anführer der Unsterblichen, aus dem Blut des ersten Werwolfs, der ein menschliches Erscheinungsbild annehmen kann, eine neue Rasse: die Lykaner. Doch als sich Ur-Lykaner Lucian viele Jahre später in Viktors Tochter Sonja verliebt, ist dies die Keimzelle einer Rebellion, bei der sich Lykaner und Werwölfe gegen die Vampire verbünden.

Weil er Sklaven für den Ausbau der Vampirfestung benötigt, erschafft Viktor, der Anführer der Unsterblichen, aus dem Blut des ersten Werwolfs, der ein menschliches Erscheinungsbild annehmen kann, eine neue Rasse: die Lykaner. Als sich Ur-Lykaner Lucian viele Jahre später in Viktors Tochter Sonja verliebt, bestraft Victor ihn mit Schmerz und Kerker. Doch an die Leine legen lässt sich dieser Lykaner nicht. Er forciert den Aufstand der Sklaven und will als später Spartakus die Befreiung seiner Art durchsetzen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Überraschung: Underworld 3 ist erfrischend anders - und wohl gerade deshalb mindestens so unterhaltsam wie die Vorgänger.
  • In die Anfänge des Artenduells zwischen Werwölfen und Vampiren führt der dritte Teil der düsteren Unsterblichen-Saga. Ohne Len Wiseman und Kate Beckinsale, Regisseur und Star der erfolgreichen Vorgängerfilme, wird das dritte Kapitel aufgeschlagen. Im Drehbuch von Danny McBride und dem Autorenduo Howard McCain und Dirk Blackman, das demnächst “Conan” reanimieren soll, wird ein in “Underworld” gezeigter Rückblick zu einer eigenständigen Geschichte ausgebaut. Wie das Verhältnis von Vampirfürst Viktor (erneut Bill Nighy) zu Tochter Sonja (“Doomsday”-Star Rhona Mitra) in der Rebellion der Werwölfe endet, erzählt Regiedebütant Patrick Tatopoulos, Creature-Designer vieler Action- und Effektfilme, im düsteren Katakombenlook, in dem sich Cyanblau, Schwarz und Messingtöne ansehnlich mischen. In wenigen Szenen ist die Entwicklung des ersten Werwolfs etabliert, der ein menschliches Erscheinungsbild annehmen kann und Urvater der von den Vampiren als Sklaven gehaltenen Lykaner wird. Lucian (Michael Sheen), den Viktor zum Fighter ausbildete, wird wie seine Artgenossen durch ein Halsband kontrolliert, damit er nicht mutiert. Seine evolutionären Vorfahren, instinktgetriebene Werwölfe ohne Intelligenz und menschlichen Zug, beherrschen die Wälder vor der Vampir-Festung, drohen übermächtig zu werden. In diesem Stadium eines Umbruchs in der Artenhierarchie wirkt die tabuisierte Liebe zwischen Lucian und Sonja, Lykaner und Vampir, als Katastrophenbeschleuniger. Als Viktor davon erfährt, bestraft er Lucian mit Schmerz und Kerker. Doch an die Leine legen lässt sich dieser Lykaner nicht. Er forciert den Aufstand der Sklaven, darunter auch Menschen, will als später Spartakus die Befreiung seiner Art durchsetzen und dafür auch seine verhassten animalischen Brüder in den Wäldern mobilisieren. Natürlich sieht man diesem in Neuseeland gedrehten Prequel in manchen Effekten das Ungleichgewicht zwischen Budget und Anspruch an. Doch dieses in Ausstattung und Atmosphäre durchaus überzeugende Trilogiefinale ist sichtbar bemüht, epische Ambitionen trotz aller Beschränkungen zu verwirklichen. Der Action-Opener, eine rasante Werwolfjagd durch mondbeleuchtete Wälder und Wiesen, zeigt interessante Perspektiven und die Lust am Spektakel, die nach weiteren Duellen mit Schwert und Gebiss in einer kollektiven Werwolf-Attacke, beseelt von Peter Jacksons “Ring”-Trilogie, gipfelt. Verkriechen in die Unterwelt muss sich dieses Prequel also nicht, denn aus seinen Möglichkeiten macht es wirklich das Beste. kob.
  • Nach Star Wars, James Bond, Batman, dem kommenden Star-Treck-Film ist auch „Underworld: Aufstand der Lykaner“ ein Prequel. Der dritte Teil der „Underworld“-Reihe erzählt als – nun ja – „Historienfilm“, die Vorgeschichte des originellen Kosmos’ Rund um den Krieg Vampire gegen Werwölfe: jene „Legende“, auf der die ersten beiden Teile aufbauen und die sie weitererzählen. Dabei hält sich „Aufstand der Lykaner“ streng an den eigenen Mythos, inklusiven tragischem Ende. Und wie auch bei anderen Prequel-Ideen ist es ein wenig merkwürdig, einen der Schurken des ersten Teils, Lucian (Martin Sheen, nach „Frost/Nixon“ kaum wieder zu erkennen) nun als Heldenfigur zu erleben.

    Die Story selbst ist schon eine kleine Überraschung: Würde man Vampire und Werwölfe wegnehmen (und tatsächlich würde das erstaunlich gut funktionieren), hätte man einen erstklassigen Stoff für ein Shakespeare-Drama – mehr noch, als es der zweite Teil bot. Viktor (der große Bill Nighy) als der finstre Fürst in Bedrängnis, Lucian als sein Diener, Ziehsohn und „artfremder“ schicksalhafter Feind und zwischen ihnen die Herrschertochter Sonja, die sich und die beiden Männer aneinanderkettet, hin- und herschwanken lässt. Ihr ergeht es schließlich auch, wie es in einer echten großen und gänzlich humorfreien Tragödie ergehen muss, und zum Schluss ist zwar nicht jeder tot, aber eine gebrochene Figur. Das Königreich liegt in Trümmern, das Schicksal hat gewütet.

    Okay, das mag für manchen weniger von Bedeutung sein als die Frage nach dem Wesentlichen – sprich: Kate Beckinsale. Sie als „Selene“, die lacklederne Vampir-Amazone mit dem grimmigen Blick im edlen bleichen Gesicht, war ja der wahre Grund, weshalb es die beiden ersten unterkühlt gefilmten Horror-Actionfilme anzuschauen galt. In „Underworld: Aufstand der Lykaner“ spielt sie nun nicht mehr mit – lohnt sich also die ganze Chose noch, große Gruseltragik hin oder her?

    Ja, und nein. Denn für Beckinsale ist die atemberaubende Rhona Mitra eingesprungen. Diese ist schon in „Doomsday“ als gestrenge, wehrhafte und höchst sexy Heroine angenehm aufgefallen und hätte mit ihrem markanten Gesicht und ihrer Physis als Einzige mehr als nur die Lücke füllen können – Lara-Croft-Angelina-Jolie hin, „Resident Evil“-Alice/“Ultraviolett“-Milla Jovovich her.

    Allein, Frau Mitra kommt nicht recht zum Zug. Ein wenig kämpfen darf sie, aber ansonsten gerät sie als große verbotene Liebe des Rebellen sowie des Fürsten Tochter zwischen den Hauptfiguren zu sehr an den Rand, als dass man die volle Freude an ihr hätte. Der Film gibt einem kaum die Chance, sich an ihr nicht satt sehen zu können.

    So gesehen gerät das klassisch Tragödische also zum Nachteil, das im Übrigen gerne etwas Epischer hätte daherkommen können, sowohl im Sinne des Auserzählens, wie auch hinsichtlich des Visuellen. Wo doch schon in des „Herrn der Ringes“ Neuseeland gefilmt wurde…

    Die Bilder sind schmutzig grün-grau-schwarz, dazu finster, und selbst, als es einmal Tag wird, sieht alles aus wie angeschimmelt. Das passt zu dem kaltblauen Look der ersten beiden „Underworld“-Filme, zumal hier zur „Geschichte aus alter Zeit“ die entsprechende „Patina“ geboten wird. Doch auf diese Weise kann man auch nicht recht einschätzen, wie gelungen Viktors „Konvent“ geraten, in dem sich fast alles abspielt. Auch inszenatorisch, speziell in den Kampfszenen, wurde man schon mal besser, eindrucksvoller bedient, und mit dem eigentlich großartige Sturm der Lykaner-Wölfe auf die Burg (hier ist man ebenfalls schon „Herr der Ringe“-verwöhnt) verhält es sich im Grunde wie mit Rhona Mitra – mehr wäre tatsächlich einfach mal … mehr gewesen.

    Regie hat hier freilich auch nicht wie bei den ersten beiden Malen Len Wiseman („Die Hard 4.0“) geführt, sondern der Special-Effects-Mann Patrick Tatopoulos. Und was F/X-Leute als Regisseure so anrichten können, hat man bei den Gebrüdern Strause und ihrem „Alien vs. Predator 2“ leidvoll erfahren dürfen. In diesem Sinne haben wir mit „Underworld – Aufstand der Lycaner“ nicht nur Glück gehabt, sondern eine geglückte Fort-/ bzw. „Nachsetzung“ bekommen.

    Fazit: Das Prequel der beiden ersten „Underworld“-Filme als „Historienfilm“ – diesmal ohne Kate Beckinsdale, dafür mit (einer leider nicht ganz zu ihrem Recht kommenden) Rhona Mitra: Ein gelungener B-Film im Gewand einer echten humorfreien Tragödie; nur eben mit Vampiren und Werwölfen.
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