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Überflieger: Kleine Vögel - großes Geklapper (2017) Film merken

Originaltitel: Richard, der Storch
Überflieger: Kleine Vögel - großes Geklapper Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Überflieger: Kleine Vögel - großes Geklapper: Animationsfilm aus Europa für die ganze Familie, in dem der kleine Sperling Richard sich für einen großen Storch hält und nach Afrika fliegen will.

Der Teenager-Vogel Richard will sich nicht weiß machen lassen, dass er ein Sperling sein soll. Als Waisenkind wurde er von einer Storchenfamilie aufgezogen und fühlt sich gänzlich Teil mit dieser verbunden. Als die Zeit gekommen ist, um in den Süden zu fliegen, müssen ihn seine Adoptiveltern von der Wahrheit überzeugen, dass er tatsächlich kein Storch ist. Sperlinge sind keine Zugvögel und Richard würde den anstrengenden Flug nach Afrika nicht überleben. Das lässt der gekränkte Richard jedoch nicht auf sich sitzen: Als seine Familie los fliegt und ihn zurücklässt, unternimmt er die gefährliche Reise auf eigene Faust. Mit Hilfe der exzentrischen Eule Olga und dem narzisstischen Kanarienvogel Kiki, der seinen Käfig nie verlässt und Höhenangst hat, will er sein Ziel erreichen. Richard muss der Vogel-Community beweisen, dass er sehr wohl ein Storch ist! Olgas imaginärer Freund Oleg ist auch mit von der Partie und zusammen erleben sie ein großes Abenteuer, das Richard beibringen könnte, sich selbst zu akzeptieren.

Hintergründe

Die Koproduktion aus Luxemburg, Belgien, Deutschland, Norwegen und den USA ist ein Animationsspaß für die ganze Familie und versucht Kindern auf spielerische Weise den Unterschied zwischen Übermut und Selbstvertrauen beizubringen. Reza Memari zeichnet für das Drehbuch, die Regie und den Schnitt des Animationsfilms verantwortlich. Der Zuschauer begleitet Richard und seine sympathisch-durchgeknallten Freunde um die Welt, durch Stürme, auf hohe See und zwischen die Menschen. Überall erklärt man ihr Vorhaben für unmöglich – doch der Zusammenhalt der Clique und Richards Motivation, bei seiner Familie zu bleiben, ist stärker.

Die öffentliche Weltpremiere von “Richard the Stork” fand auf der Berlinale 2017 im Kinderfilm-Programm “Berlinale Generation K-plus” stattfinden. Der Film erhielt bereits auf dem International Animation Film Festival Stuttgart eine Nominierung für das Beste Deutsche Animations-Drehbuch. Die Musik zum Film wurde in Brüssel vom Philharmonischen Orchester aufgenommen.

Kritiken und Bewertungen

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    Der kleine Richard ist gerade dabei, aus dem Ei zu schlüpfen, da verschwinden seine Eltern spurlos. Als die Storchendame Aurora den kleinen Vogel findet, kann sie gar nicht anders, als ihn in ihr Nest aufzunehmen. Ihr strenger Storchenehemann ist gar nicht begeistert, denn schließlich ist Richard ein kleiner Spatz und kein stolzer Storch. Doch Aurora besteht darauf, sich um Richard zu kümmern. Und auch Max, der Storchensohn, freut sich über seinen neuen kleinen Bruder, mit dem er viel Spaß hat. Als es jedoch Herbst wird und die Störche ihre Reise ins warme Afrika antreten wollen, beschließt der Storchenchef, dass Richard nicht mitkommen kann. Der aber denkt gar nicht daran, seine Familie alleine losziehen zu lassen. Denn immerhin ist er ein stolzer Nachwuchsstorch. Oder zumindest fühlt er sich wie einer. Und so macht sich Richard auf eine große Reise. Und ein noch größeres Abenteuer. Die europäische Koproduktion unter der Regie von Toby Genkel und Reza Memari beweist, dass sich der hiesige Animationsfilm nicht hinter amerikanischen Produktionen verstecken muss. Die Animation ist auf der technischen Höhe der Zeit, die Landschaften sind farbenfroh und mit großer Liebe zum Detail gestaltet und die Figuren sind liebevoll und mit tollen Charaktereigenschaften gezeichnet. Der kleine Richard ist gerade für kleine Kinofans eine wunderbare Figur und ein eher ungewöhnlicher Held, dem man gerne durch die gesamte Geschichte folgt. Richard ist zwar nicht der Stärkste, doch er ist pfiffig, schnell, einfallsreich und lässt sich niemals unterkriegen. Und er hat Freunde, die dem Spatzen auf seinem Weg helfen. Diese Nebenfiguren wie etwa eine Eule mit gespaltener Persönlichkeit oder ein Wellensittich mit Star- Allüren sorgen für eine große Portion Witz und viele nette Unterhaltungsmomente. Über allem steht jedoch auch die warmherzige und positive Botschaft, dass man immer das Beste aus sich machen kann, egal, zu welcher "Art" man gehört. ÜBERFLIEGER - KLEINE VÖGEL, GROSSES GEKLAPPER ist beste Kinderunterhaltung mit gutem Erzähltempo, witzigen Figuren und einer mitreißenden Geschichte.

    Jurybegründung:

    Da legt die Storchenmutter ihrem Storchenmann ein richtiges Kuckuckskind ins Storchennest. Aber das soeben von einer bösen Katze der Eltern beraubte Spatzenkind Richard ist doch so hilflos und lieb zugleich. Kann man da als Mutter wegschauen, wo doch auch der eigene Sohn so gerne diesen Spielkameraden behalten möchte? Vater Storchs Machtwort zum Trotz wird das Spatzenkind integriert, aber zum jährlichen Flug in das Sommerquartier in Afrika kann ein Spatz doch nicht mit.
    Und jetzt beginnt die abenteuerliche Geschichte um den kleinen Spatz Richard, der mit Hilfe seiner beiden Freunde, der Eule Olga und dem Papagei Kiki, das Unglaubliche wagen will.
    Eine wunderbare Geschichte um Freundschaft, bedingungslose Hilfsbereitschaft, auch unter Einsatz des eigenen Lebens, und ein Plädoyer für ein vorurteilsfreies Miteinander, was eine globale Welt unabdingbar fordert. Stark kann man werden, wenn die Stärke, die jeder hat, in der Gemeinschaft gebündelt wird. Und: Träume deine Träume und versuche sie in Erfüllung zu bringen, sonst ist das Leben nicht lebenswert! All dies Werte, die der Film sehr glaubhaft und nicht emotional überhöht zu vermitteln vermag. Etwas, was ihn stark und positiv von vergleichbaren Hollywood-Produkten zu unterscheiden vermag.
    Dramaturgisch sehr treffend und an drei Positionen im Film auf den Punkt eingebracht, weisen die Tauben als "weltweit vernetzte" Alleswisser den richtigen Weg. Eine schöne Verbindung des Films zum so medienaffinen jungen Zielpublikum.
    Der Film ist handwerklich in allen Belangen perfekt gemacht und braucht internationale Konkurrenz nicht zu fürchten. Er besitzt augenzwinkernden Charme und Reichtum an Gags und wird Publikum in allen Altersklassen Freude bereiten.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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