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Das Ende von "Two and a Half Men": Dieses absurde Finale müsst ihr gesehen haben

Ein Serienende gleicht seit jeher einem Pulverfass. Die Fans erwarten natürlich einen gelungenen Abschied, den sich aber jeder anders vorstellt, weswegen Enttäuschungen zwangsläufig eintreten. Es gibt Finales, die einen Großteil zufriedenstellen, es gibt solche, denen das nur bei einem kleinen Teil der Anhängerschaft gelingt. Und dann gibt es da noch “Two and a Half Men”. 

Jahrelange erfreute sich “Two and a Half Men” großer Beliebtheit. Charlie Sheen und Jon Cryer begeisterten als ungleiches Bruderpaar Millionen und auch die Nebencharaktere wie Rose (Melanie Lynskey) oder Berta (Conchata Ferrell) sorgten für so manche witzige Situation. Nachdem Charlie Sheen jedoch mit Serien-Schöpfer Chuck Lorre aneinander geriet und “Two and a Half Men” verließ, kehrten ebenfalls viele Zuschauer der Serie den Rücken zu.

Ab der neunten Staffel wurde er durch Ashton Kutcher ersetzt, die Serie lief weiterhin erfolgreich, wobei nicht derart überwältigend wie zuvor. Nahezu jeder bemerkte zusätzlich den Qualitätsabfall der Geschichten und des Humors, doch was uns dann im Finale der 12. Staffel geboten wurde… damit hatte wohl niemand gerechnet. Uns wurde ein Ende präsentiert, das derart merkwürdig ist, dass man es einfach gesehen haben muss, da es auf eine komische Art schon wieder unterhaltsam ist.

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Wir fassen das Ende zunächst zusammen, wenn ihr es euch aber im Vorfeld noch einmal in seiner Gänze ansehen wollt, könnt ihr dies bei , und tun.

Das Finale von “Two and a Half Men” – Zusammenfassung

Es stellt sich zunächst heraus, dass Charlie Harper (Charlie Sheen) gar nicht gestorben ist, wie bislang vermutet wurde. In einem Animationsfilm wird uns gezeigt, was wirklich in Paris geschah, wo Charlie mit seiner Freundin Rose war. Diese erwischte ihn beim Fremdgehen mit einer anderen Frau, einem Pantomimen und einer Ziege. Rose stößt Charlie aus Wut über seinen Betrug vor einen Zug, doch die Ziege, die sich in Charlie verliebt hat, warf sich für ihn auf die Gleise. Charlie überlebte den Vorfall und die Überreste des Tiers wurden für den verstorbenen Charlie Harper gehalten und anschließend beerdigt.

Rose wiederum hielt Charlie in der Folge in einem Loch in ihrem Keller fest und fütterte ihn mit einem Eimer – ganz wie in “Das Schweigen der Lämmer“. Charlie gelingt jedoch die Flucht und er kündigt an, sich nun an Alan (Jon Cryer) und Walden Schmidt (Ashton Kutcher) zu rächen. In ihrer Not wenden sich beide an die Polizei und erzählen Lieutenant Wagner (Arnold Schwarzenegger) ihre Geschichte. Dieser meldet sich kurz darauf telefonisch bei ihnen und berichtet, dass man einen Mann geschnappt habe, auf den die Beschreibung von Charlie passe. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um Christian Slater, was Walden und Alan allerdings nicht wissen.

 

Während sie sich in trügerischer Sicherheit wiegen, machen es sich Walden, Alan und Berta auf der Terrasse des Strandhauses gemütlich. Aus der Ferne sehen sie, wie ein Helikopter mit einem Klavier auf sie zufliegt. Zeitgleich klingelt Charlie – der jedoch von einem Double gespielt wird – an der Eingangstür, kurz bevor er von dem Klavier erschlagen wird. Die Kamera zoomt raus und wir sehen Chuck Lorre auf einem Regiestuhl sitzen, der sich zur Kamera dreht und “winning” sagt. Anschließend wird auch er von einem Klavier erschlagen.

Wie man das Ende einer Serie vor die Wand fährt

Falls jemand das Finale nicht gesehen und nur diesen Text gelesen hat, lasst euch garantieren: Es ist alles genau so passiert, wobei sogar einige merkwürdige Passagen weggelassen wurden. Wo soll man jetzt am besten anfangen?

Vielleicht bei dem bizarren Animationsfilm und der Ziege? Wurde eigentlich schon erwähnt, dass diese Passage in “Looney Tunes“-Art von einem pervertierten Schweinchen Babe in Reizwäsche beendet wurde? Die ganzen Einfälle dieser Szene sind derart abgehoben, dass es tatsächlich wieder bewundernswert ist.

Weniger bewundernswert ist allerdings, was die Macher letztlich aus Rose gemacht haben. Sie war zwar eine Stalkerin, die die Privatsphäre anderer Leute massiv verletzt hat, aber dennoch versprühte sie dabei einen gewissen Charme und trotz so mancher Psychosen konnte man sie durchaus liebgewinnen. Beim Serienende wurde aus ihr jedoch eine Wahnsinnige gemacht, die mit dem Serienmörder aus “Das Schweigen der Lämmer” gleichgesetzt wurde. Außerdem stellt sich die Frage, warum sich Charlie ausgerechnet an Walden und Alan rächen will, obwohl die noch nicht einmal wussten, dass er lebt.

Positiv erwähnen könnte man hingegen den selbstironischen Blick, den die Macher in der letzten Episode bewiesen haben. Konsequent haben sie sich darüber lustig gemacht, dass beispielsweise Ashton Kutcher nie so bleibt wie Charlie Sheen war. Wäre es dabei geblieben, hätte man es tatsächlich loben können. Doch die Selbstironie fällt derart plump aus, dass sie nicht nur gezwungen wirkt, sie ist sogar eine Beleidigung für alle Fans. Ständig wird einem beim Serienende vorgehalten, wie dumm die Geschichte von “Two and a Half Men” sei, wie dumm die Witze seien und wie unglaublich es ist, damit so viel Geld zu verdienen. Wer die Serie wirklich mochte, kann sich bei solchen Aussagen nur vor den Kopf gestoßen fühlen.

Von dem peinlichen Ende der Fehde zwischen Chuck Lorre und Charlie Sheen wollen wir lieber gar nicht erst anfangen, sondern einfach die Bilder für sich sprechen lassen.

 

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