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Tucker & Dale vs. Evil (2010)

Originaltitel: Tucker & Dale vs Evil
Tucker & Dale vs. Evil Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tucker & Dale vs. Evil: Gelungene Splatterkomödie, die das Stereotyp vom mörderischen Hinterwäldler umdreht. Hier werden die von hysterischen Collegekids gejagt.

Die Freunde Tucker und Dale wollen eigentlich nur ein gemütliches Wochenende in einer Holzhütte im Wald verbringen. Doch am See nebenan macht eine Horde College-Kids wilde Party. Als Tucker und Dale das Mädel Allie vor dem Ertrinken retten, interpretieren die anderen Studenten dies als Entführung durch zwei Psychokiller und blasen zum Angriff. Der führt zu einigen todbringenden Unfällen, die die Schülerschaft dezimiert. Trotz Überlebenskampf bleibt Zeit zum Spinnen romantischer Bande zwischen Allie und Dale.

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Kritikerrezensionen

  • Seit dem Erfolg des „The Texas Chainsaw Massacre“-Remakes oder dessen Variante “Wrong Turm” gewann das “Backwood Slasher”-Genre wieder an Zugkraft. In der Regel werden nichts ahnende Touristen oder Party wütige Teenager Opfer von debil-degenerierten Rednecks, die Fremdenhass, perverse Triebe und sadistische Mordlust an nichts ahnenden Eindringlingen in ihrem Revier ausleben. Setzten die ersten Werke neben drastischen Schockeinlagen noch auf den ausgeklügelten Nervenkitzel eines sinistren Katz-und-Maus-Spiels, ging es bei vielen Nachziehern im „Hostel“-Fahrwasser lediglich um eine endlose Reihung ekliger Gore-Einlagen.

    In ihrem Debüt „Tucker & Dale vs. Evil“ stellen Debütfilmer Eli Craig und sein Coautor Morgan Jurgenson diese Prämisse schlichtweg auf den Kopf. Man könnte auch sagen, dass ihre derbe Komödie auf lediglich einem Einfall beruht: Hier erweisen sich scheinbar finstere Killer als gutmütig-einfältige Zeitgenossen, während die bornierten Collegekids taub für Argumente sind, gedankenlos in jede tödliche Gefahrensituation tappen oder allmählich dunkle Seiten erkennen lassen. Einerseits erfüllen Craig und Jurgenson alle Publikumserwartungen nach leicht bekleideten Bikini-Schönheiten, bedrohlichen Situationen mit letalem Ausgang und harten Schockeinlagen, andererseits unterlaufen sie diese, indem Genrestereotypen schlicht umgekehrt werden.

    Die Komik entwickelt sich aus dem tapsig-unbeholfenen Verhalten der Hillbillies, besonders gegenüber dem anderen Geschlecht, und den Vorurteilen der arroganten Clique gegen Einheimische, welche durch „Backwood“-Slasher-Konsum genährt wurden. Hinzu kommt eine Verkettung unglücklicher Umstände unter Zweckentfremdung diverser Werkzeuge wie das seit Stummfilmtagen etablierte Sägewerk oder eine defekte Wohnungseinrichtung, und schon stapeln sich verstümmelte Leichen in allen Ecken. Dass Tucker und Dale am Ende nicht als Massenmörder dastehen, gehört zu den weniger plausiblen Handlungswendungen, aber Splatterfilme darf man ohnehin kaum nach ihrer Glaubwürdigkeit abklopfen. Entscheidender wirkt sich der Umstand aus, dass Craig und Jugenson einen aberwitzigen Plot mit reichlich absurdem Humor verbanden.

    Leider hält das Drehbuch die Pointendichte der ersten Hälfte nicht ganz durch. Wenn längst deutlich wird, nach welchem Prinzip die Autoren ihre makabere Situationskomik konzipierten, verlassen sie sich in Folge zu stark auf eine konventionelle Thrillerdramaturgie. Dennoch erweist sich die Terrorgroteske, bei der man nicht unbedingt von einer Parodie sprechen sollte, vielen „Deliverance“-Epigonen als überlegen, da Laufzeit und Tempo bei kurzweiligen 89 Minuten stimmen. Beim Fantasy Filmfest entpuppte sich „Tucker & Dale vs. Evil“ dank entsprechender Mundpropaganda als Publikumshit, wobei die digitale Projektion im schwarzen Kasten nicht gerade optimal wirkte. Im Kino wird das blutig-schräge Hinterwälder vs. Camper-Duell zumindest teilweise noch auf Zelluloid ausgewertet, wobei die FSK mit einer 16er-Freigabe überraschenden Sinn für schwarzen Humor bewies.

    Fazit: Überdrehte, originelle Splatterkomödie, der gegen Ende etwas die Gags ausgehen. Trotzdem ein empfehlenswerter Partyfilm für Horrorfans.
  • Gelungene Splatterkomödie, die das Stereotyp vom mörderischen Hinterwäldler schlau umdreht und sich auf Genre-Festivals zum kultverdächtigen Publikumsliebling mauserte.

    Die Parodie auf Werke wie “Texas Chainsaw Massacre” begnügt sich nicht mit schräger Persiflage, sondern entwickelt selbstbewusst ein eigenes, originelles Szenario, das zwei im Horrorgenre sonst als Bösewichte verschrieene Hillbillies als harmlose Protagonisten entlarvt, die in einen denkwürdigen Horrortrip schlittern.

    Das Debüt von Eli Craig und seinem Kreativpartner Morgan Jurgenson ist die launige Geschichte eines Missverständnisses – und vieler weiterer: Tucker (Alan Tudyk, der Navigator aus “Serenity”) und Dale (Tyler Labine aus “Breaker High”) sind zwei befreundete Naturburschen aus dem amerikanischen Hinterland und auf dem Weg zum Wochenende in einer Holzhütte im tiefen Tann West Virginias. An den See nebenan hat es auch eine Horde beschränkter College-Kids verschlagen, die einen drauf machen wollen und sich gegenseitig erschrecken, bis sie vor Hysterie platzen. Deshalb glauben sie auch im ungelenken und von Berührungsängsten geprägten Auftritt Dales Anzeichen finsterer Mordlust zu entdecken und als das bodenständige Duo Alli (Katrina Bowden, die “30 Rock”-Cerie) vor dem Ertrinken rettet, interpretieren die panischen Studenten dies als Entführung durch zwei Psychokiller. Ausgerechnet der gelackte Asthmatiker Chad (Jesse Moss aus “Final Destination 3″) hetzt die anderen auf: Der Schnösel schaltet in den “Deliverance”-Modus als ultimativen Männlichkeitsbeweis. Dass sich Alli von der Friedfertigkeit der rustikalen Genossen überzeugen kann, hilft wenig, weil während ihrer Bewusstlosigkeit eine grandiose Komödie um die schlimmstmöglichen Wendungen anhebt.

    Zeitweilig gleichen Tucker und Dale Pechvögeln eines “Laurel & Hardy”-Abenteuers, auf die es angriffslustige Kids abgesehen haben, deren blinde Wut zu einer Serie von tödlichen Unfällen führt, bei dem sich die Maskenbildner nach Belieben austoben dürfen. Zwar geht dem Spaß zum Ende hin die Luft aus, aber davor werden sattsam bekannte Slasher-Standards endlich einmal gekonnt auf den Kopf gestellt. So viel frischer Wind wehte länger nicht mehr durch den Hinterwald. Neben der Allegorie auf ein paranoides Amerika, das alles Fremde als das pure Böse verdammt und mit Stumpf und Stiel ausrotten will, funktioniert der partytaugliche Spoof auch als kitschverdächtige Liebesgeschichte zwischen Dale und der süßen Psychologiestudentin Alli. Selten wurden Vorurteile so pointiert gekillt.

    tk.

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