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Toni Goldwascher (2007)

Toni Goldwascher Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Toni Goldwascher: Bayerisches Jungen-Abenteuer mit viel "Rama Dama"-Kolorit.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in einem kleinen Dorf am Inn: Der 12-jährige Toni (Lorenz Strasser), genannt “Toni Goldwascher”, ist Außenseiter. Er lebt mit seiner Mutter Maria (Maria Brendel) in einem verrufenen Haus außerhalb der Gemeinde am Fluss. Großbauernsohn Hans Beil (Florian Schlegl) schikaniert ihn, weil er es auf die Goldbucht abgesehen hat. Zwar sind Herbert (Luis Huber), die stumme Elfie (Annemarie Lechner) und der Kaplan (Leopold Hornung) auf seiner Seite, doch als Toni tatsächlich Gold findet, spitzt sich die Lage zu.

Liebenswertes wie spannendes Kinderabenteuer aus der Provinz um einen bayrischen Tom Sawyer. Nach dem erfolgreichen Kinderbuch von Josef Einwanger entstand eine archaische Kunde um alte Feindschaften und Rivalitäten, die ein kleiner Bub ausbaden muss.

1952 in einem kleinen niederbayerischen Dorf am Inn: Die privilegierte “Unterdörfler”-Bande um Großbauernsohn Hans hat es auf die Kinder aus dem Waisenhaus und auf Außenseiter Toni abgesehen. Er und sein Hund Strupp können sich aber ganz gut wehren. Wie sein Großvater will er sein Glück machen und Gold aus dem Inn waschen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    So langsam und behutsam wird im Kino heutzutage eigentlich nicht mehr erzählt. Dieser mit geringsten Mitteln entstandene Kinderfilm traut sich, traut sich auch in die bayerische Provinz der frühen 50er Jahre, findet ausdrucksstarke Gesichter und Darsteller und eine interessante Außenseiter-Geschichte: Tom Sawyer am Inn. Wieder einmal ein Film aus Bayern, der Kraft und Wirkung aus einer Bodenständigkeit schöpft, der wunderbar altmodisch, handfest und dazu mit wunderschönen Bildern erzählt.

    Jurybegründung:

    Dieser Film ist ein Anachronismus: So langsam und behutsam kann man heute eigentlich im Kino gar nicht mehr erzählen - aber genau dieses liebevoll Behäbige macht den Charme von "Toni Goldwascher" aus. Für die Kinder von heute ist eine Geschichte aus den bayrischen Wäldern der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso exotisch wie eine Saga aus Mittelerde oder Fantasien, und weil hier archaische Themen wie Freundschaft, Liebe, Verlust und Außenseitertum in einer elementaren Geschichte behandelt werden, dürfte der Film ein junges Publikum durchaus gefangen nehmen.

    Der zwölfjährige Toni ist ein rebellischer Held, mit dem sich Kinder schnell identifizieren können. Tom Sawyer steht hier nicht nur wegen der Floßfahrt Pate. Mit der Mutter, dem treuen Freund, dem stummen Mädchen, das in Toni verliebt ist, dem Kaplan, der den abwesenden Vater ersetzt, und dem Großbauernsohn als starkem Gegner gibt es einen übersichtlicher Figurenkreis, dessen Handlungen und Motive immer eindeutig sind, wodurch die Geschichte auf eine sehr einfache Art und Weise effektiv erzählt wird.

    Und obwohl die Filmfiguren eher Typen als Persönlichkeiten sind, gelingt es dem Regisseur Norbert Lechner durch eine geschickte Schauspielerführung, sie erstaunlich lebendig und glaubwürdig wirken zu lassen. Besonders die jungen Darsteller agieren immer natürlich und sympathisch, und selbst dem unsympathischen Großbauernsohn Hans gönnt die Geschichte ja eine Läuterung.

    Beeindruckend sind auch die Kameraarbeit mit den schönen Aufnahmen von Wald, Fluss und Wiese sowie die Ausstattung. Da fällt kein Maggi-Schild und kein Hosenknopf aus der Zeit. Besonders auch die Gesichter des Films sind beeindruckend. Norbert Lechner ist es gelungen, einen Kinderfilm zu machen, der in allem so wirkt, als wäre er aus den frühen 50er Jahren. Wieder einmal ein Film aus Bayern, der aus seiner Regionalität seine Kraft und Wirkung schöpft.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Als bayerisches Jungen-Abenteuer mit viel “Rama Dama”-Kolorit hat Low-Budget-Filmemacher Norbert Lechner das Kinderbuch von Josef Einwanger adaptiert.

    Filme wie “Hierankl” oder “Die Scheinheiligen”, vor allem aber Marcus H. Rosenmüllers “Wer früher stirbt ist länger tot” haben so etwas wie eine Renaissance des bayerischen Heimatfilms eingeläutet. Und während Rosenmüller bereits mit “Beste Zeit” nachgelegt hat, ist jetzt Norbert Lechner dran. Der Regisseur und Produzent, der 1991 mit “Wounded Faces” seinen ersten Kinofilm realisierte, präsentiert nun nach dem Kinderbuch von Josef Einwanger ein mit viel Zeit- und Lokalkolorit angereichertes Abenteuer für den Nachwuchs.

    Mit “Toni Goldwascher” begibt er sich zurück ins Jahr 1952, in ein kleines niederbayerisches Dorf am Inn. Während sich die Erwachsenen allmählich von den Wirren des Zweiten Weltkriegs erholen, zeigen sich die Kinder vom Frieden eher unbeeindruckt. So hat es die privilegierte “Unterdörfler”-Bande um den Großbauernsohn Beil Hans (bemüht grimmig dreinblickend: Florian Schlegl) ständig auf die Kinder aus dem Waisenhaus und auf den Toni abgesehen, der außerhalb des Dorfes im Goldwascherhaus ein Außenseiterdasein fristet. Doch der eigenbrötlerische Toni kann sich ganz gut wehren, er hat ja seinen treuen Hund Strupp (der heimliche Star des Films) und außerdem will er – wie schon sein Großvater – im Inn nach Gold suchen und er ist sich auch sicher, dort fündig zu werden. Und zwar allein – ohne die stumme Elfie und den Epileptiker Herbert, die beide den Toni gut leiden können, genau wie der junge Kaplan, der den Goldsucher gerne als Ministrant gewinnen möchte. Aber dann kommt alles ganz anders. Toni findet tatsächlich Edelmetall, der vor Neid erblassende Hans einen alten Karabiner und plötzlich ist der Toni mit seinem selbstgebastelten Floß auf dem reißenden Inn verschwunden.

    Eher ein “Rama Dama” für Kinder als einen bayerischen Tom Sawyer hat Lechner hier in Szene gesetzt. Der harmlos dahinplätschernde Inn hat so gar nichts mit dem mächtigen Mississippi gemein und auch Lorenz Strassers Figur des Toni gibt sich nicht so verschmitzt-gerissen wie in Mark Twains berühmter Vorlage. Auch wenn sich die jungen Darsteller bei der Charakterzeichnung zuweilen etwas schwer tun, die Dialoge hölzern und die Schlägereien inszeniert rüberkommen, darf man sich auf eine liebenswerte Geschichte freuen, die zudem einen schönen, authentischen und detaillierten Blick auf die 1950er Jahre zulässt. Allerdings hätte dem Plot ein wenig mehr Humor und die eine oder andere Tempoverschärfung nicht geschadet. lasso.

Darsteller und Crew

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