Toast (2010)

Toast Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Toast: Launig erzählte Jugend des späteren Spitzenkochs und Foodjournalist Nigel Slater.

Mrs Potter ist Reinigungsfrau bei den Slaters. Sie becirct den Hausherrn nach dem Tod seiner Frau mit üppigen Gerichten und darf bald an dessen Seite den Aufstieg in die Mittelschicht genießen – sehr zum Leidwesen von Sohnemann Nigel, der seine Mutter betrauert und die Stiefmutter hasst, jede Gelegenheit nutzt, sie in der Gesellschaft zu kompromittieren. Bald konkurrieren Stiefsohn und Stiefmutter erbittert um Aufmerksamkeit und Zuneigung des Pater Familias, gegen Buttercremetorte setzt Nigel Spaghetti Bolognese. Der Kampf kumuliert zum Küchen- Showdown bei der Herstellung von Zitronenbaiser.

Eifersüchtiger Sohn konkurriert mit kochender Stiefmutter um Aufmerksamkeit und Zuneigung des Vaters. Kulinarische Komödie um die Jugend des britischen Spitzenkochs Nigel Slater, gut besetzt u.a. mit Helena Bonham Carter.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Toast“ ist die Verfilmung der Autobiografie von Nigel Slater, einem in Großbritannien renommierten TV-Koch und Restaurantkritiker. In seinen in Deutschland unter dem Titel „Halbe Portion. Wie ich lernte, die englische Küche zu lieben“ erschienenen Kindheitserinnerungen verknüpft Slater sein erwachendes Interesse für die Kochkunst mit eher traurigen Erlebnissen in seinem Elternhaus. Drehbuchautor Lee Hall und die TV-Regisseurin SJ Clarkson fabrizieren daraus ein nostalgisches, zartes Drama einer Kindheit in Moll, welches tief in die sechziger und siebziger Jahre in England zurückführt.

    Das Kind Nigel wächst in Wolverhampton auf und geht mit der Mutter oft zum Einkaufen in den Lebensmittelladen. Nigel ist fasziniert von den vielen herrlichen Sachen zum Essen, die es dort gibt, aber auf den Tisch kommt nur Altbekanntes aus den immergleichen Konserven. Einmal überredet der Neunjährige die Mutter, eine Dose Bolognesesauce zu kaufen und dazu selbst Spagetti zu kochen. Bei Tisch rollt Nigel sofort fachkundig die langen Nudeln mit der Gabel auf einem Löffel auf, doch die Eltern verweigern sich, der Vater entsetzt, die Mutter mit einem Asthmaanfall.

    Dennoch hängt Nigel sehr an seiner Mutter und liebt sogar die mit Butter bestrichenen Toastscheiben, die er ihr verdankt. Weil er denkt, der Gärtner habe sich Nigel unsittlich genähert, entlässt ihn der Vater und Nigel verliert einen wichtigen Vertrauten, der ihm die Schönheiten des Gartens und der Natur erklärte. Dann stirbt die Mutter, und Nigel bleibt mit dem abweisenden Vater zurück.

    Der Junge Nigel wird von Oscar Kennedy als aufgewecktes und sensibles Kind dargestellt, der Jugendliche wird von Freddie Highmore gespielt. Beide Darsteller tragen entscheidend zum Charme des Films bei, indem sie die innere Heimatlosigkeit und die unermüdliche Suche Nigels nach etwas Eigenem, nach Erfüllung ausdrücken. Der schroffe und selbstbezogene Vater wird von Ken Stott gespielt, die berechnende Joan Potter bekommt von ihrer Darstellerin Helena Bonham Carter auch weiche und attraktive Züge. Ihr jahrelanger Kampf gegen Nigel, der den Vater nicht bekochen darf, wirkt dabei umso befremdlicher.

    Der Film taucht die Erinnerungen Nigels in nostalgische Brauntöne. Nigels kurze Augenblicke des Glücks im Kontakt mit dem jungen Gärtner und später dem Sohn eines Restaurantbesitzers, oder wenn er einen Kuchen bäckt und stolz dem Vater präsentieren will, schaffen beinahe schmerzliche Kontrapunkte zu der Freudlosigkeit seines Alltags. Bittersüß wie diese Geschichte kann auch der Geschmack von Schokolade sein oder das Erwachen aus einem schönen Traum. Der Film lässt sich allerdings etwas zu stark von dem inneren Konflikten der Hauptfigur vereinnahmen, so dass man sich manchmal, für einen Außenstehenden mit begrenztem Einfühlungsvermögen, zu sehr in privates Erleben hineingezogen fühlt.

    Fazit: Bittersüßer Rückblick des britischen Food-Autors Nigel Slater auf eine schwierige Kindheit.
  • Kulinarische Komödie um Kindheit und Jugend des berühmten britischen Spitzenkochs und Foodjournalisten Nigel Slater.

    Liebe geht durch den Magen, eine alte Weisheit, die Mütter ihren Töchtern mit auf den Weg in die Ehe gaben und in den 1960er Jahren noch galt. Diesen Leitspruch beherzigt auch die Reinigungsfrau mit dem schönen Namen Mrs. Potter, sie becirct den Hausherrn nach dem Tod seiner Frau mit üppigen Gerichten und darf bald an dessen Seite den Aufstieg in die Mittelschicht genießen. Sehr zum Leidwesen von Sohnemann Nigel, der seine Mutter betrauert und die Stiefmutter hasst, jede Gelegenheit nutzt, sie in der Gesellschaft zu kompromittieren. Aber gegen ihre sauren Saucen und sexy Rundungen hat der Junge keine Chance.

    Die autobiografischen Erinnerungen des in England berühmten TV-Kochs Nigel Slater spielen in einer Zeit, als trockener Toast, Konservenfutter, Fritten und fetter Fisch den Tisch zierten, derbe Kost ohne jegliche Rafinesse. Bald konkurrieren Stiefsohn und Stiefmutter erbittert um Aufmerksamkeit und Zuneigung des Pater Familias, gegen schwere Buttercremetorte setzt Nigel die auch nicht ganz leichten Spaghetti Bolognese und die Veredelung ganz normaler Speisen mit “exotischen” Gewürzen wie Thymian. Der Kampf kumuliert zum Küchen-Showdown bei der Herstellung von Zitronen-Baiser. Gegen das durchtriebene Vollweib hat der Filius keine Chancen. Die von der BBC 2010 ausgestrahlte Fernsehproduktion und etwas antiquiert wirkende “wahre” Geschichte, wohl zuallererst für Koch-Show-Adepten konzipiert, lebt von den Darstellern. Die sinnliche Helena Bonham Carter in passendem 60er Jahre-Outfit begeistert in ihrem Wandel von Berechnung und Begehren und erfüllt nicht nur das böse Klischee der Stiefmama. Sehr differenziert spielt Oscar Kennedy den jungen Nigel in seiner Wut und Einsamkeit, der später (dann gespielt von Freddie Highmore) bei der Anstellung im örtlichen Pub seine Homosexualität entdeckt. Wenn der Außenseiter nach dem Tod seines Vaters in einem Londoner Hotelrestaurant seine Bestimmung findet, lässt Regisseurin S.J. Clarkson die eher drögen Verwicklungen enden. Die Opulenz von Kuchen und Pasteten sucht man bei den (Fernseh)Bildern leider vergeblich. mk.

Darsteller und Crew

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