Tinkerbell und die Piratenfee (2014)

Originaltitel: The Pirate Fairy
Tinkerbell und die Piratenfee Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Tinkerbell und die Piratenfee: Amüsanter und kunterbunter Fabel-Spaß, in dem Peter Pans Feenfreundinnen die Hauptrolle spielen.

Zarina (Christina Hendricks) ist eine neugierige, schlaue Fee und fasziniert von allem, was mit Magie und Zauberei zu tun hat. Sie möchte unbedingt hinter das Geheimnis des mächtigen Feenstaubs kommen, der den Bewohnern von Nimmerland das Fliegen ermöglicht und herausfinden, was der blaue Feenglanz noch alles kann. Bei ihren geheimen Experimenten kommt es jedoch zu einem folgenschweren Unfall, weswegen Zarina das Tal der Feen schweren Herzens verlassen muss. Ein Jahr später wird im Feental das Fest der vier Jahreszeiten gefeiert. Während der Show, bei dem die Feen aller Jahreszeiten einen eigenen Auftritt haben, bemerken Tinker Bell (Mae Whitman), Silvermist (Lucy Liu), Iridessa (Raven-Symoné), Rosetta (Megan Hilty), Fawn (Angela Bartys) und Vidia (Pamela Adlon), dass sich auch Zarina im Publikum befindet und alle Zuschauer mit einem merkwürdigen Feenstaub zum Einschlafen bringt – alle außer Tinker Bell und ihre Freunde, die sich rechtzeitig verstecken konnten. Sie bemerken, dass Zarina den wertvollen blauen Feenstaub gestohlen hat, den die Feen unbedingt brauchen, um den gelben Feenstaub herzustellen, der das Fliegen ermöglicht. Tinker Bell und ihre Feenfreundinnen müssen den magischen Staub unbedingt wieder zurückbekommen und an seinen rechtmäßigen Platz zurückbringen, denn ohne den kostbaren Stoff ist die Zukunft des Feentals ungewiss. Die Aufgabe gestaltet sich jedoch deutlich schwieriger als gedacht, denn Zarina hat sich ausgerechnet mit den fiesen Piraten vom Schädelfelsen verbündet, die vom bösartigen Captain Hook (Tom Hiddleston) angeführt werden und mit dem blauen Staub nichts Gutes im Schilde führen können. Und es kommt noch schlimmer: Plötzlich sind die jeweiligen Talente von Tinker Bell und ihren Freunde vertauscht und die Welt scheint Kopf zu stehen...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf die beliebte Fee Tinkerbell aus dem "Peter Pan"-Universum wartet ein kämpferisches Abenteuer, für das sie mit ihren Freundinnen das Tal der Feen verlässt. Die Hauptfigur des Disney-Animationsfilms "TinkerBell und die Piratenfee" aber ist die abtrünnige Zarina: Obwohl nur 15 Zentimeter groß, wird sie von den Piraten vom Schädelfelsen als "der Käptn" akzeptiert. Einer von ihnen ist der junge James, der später in "Peter Pan" als Captain Hook berühmt werden wird. Die originelle Idee, die Welt der Feen und der Seeräuber zu kombinieren, sorgt für viel Action in der Inszenierung von Peggy Holmes ("Das Geheimnis der Feenflügel"). Aber die Geschichte ist auch mit Witz und mädchenhaftem Charme gewürzt.

    Tinkerbells Universum hat einen ganz speziellen Zauber, mit seiner paradiesischen Naturlandschaft, in der geflügelte Wesen, die an Barbiepuppen erinnern, schalten und walten. Sie verkörpern den Model-Traum junger Mädchen: langbeinig, sexy gekleidet, hübsch frisiert und tänzerisch elegant in den Bewegungen. Die Garderobe der wilden Zarina wurde vom Modedesigner Christian Siriano entworfen, den auch Victoria Beckham und Lady Gaga schätzen. Ebenso wichtig wie das gute Aussehen sind für die Feen Köpfchen und Geschicklichkeit. Für kindgerechten Slapstick sorgt der unfreiwillige Tausch ihrer individuellen Begabungen: So wird etwa aus Tinkerbell eine ungeschickte Wasserfee und die Gartenfee Rosetta ist plötzlich für die Tiere zuständig. Ein frisch geschlüpftes Krokodil weicht ihr nicht mehr von der Seite und sorgt wiederholt für Heiterkeit.

    Die munteren Dialoge der Feen und ihr Erfindungsreichtum stellen der Welt der Piraten mädchenhafte Elemente entgegen. Im Kampf auf dem Schiff, der trotz des gewaltigen Größenunterschieds nicht nur mit Finten, sondern auch mit dem Degen geführt wird, wendet sich häufig das Blatt. Das 3D-Abenteuer führt sogar über die Wolken, aber fast am schönsten ist es, wenn der goldene Glitzerstaub rieselt. Zusammen mit den fröhlichen Feen lässt er das Unterhaltungsrezept der Tinkerbell-Geschichten mit ihrer heilen, nur kurz in Aufruhr geratenden Fantasywelt erneut aufgehen.

    Fazit: Die Disney-Animation "TinkerBell und die Piratenfee" verknüpft Seeräuberaction und mädchenhaft eingefärbte Fantasy zu einem fröhlichen, flotten Abenteuer.
  • Wenn es darum geht, eine etablierte Marke erfolgreich auszuschlachten, gehört Disney zu den erfahrensten Machern. Das Animationsabenteuer, das sich von J.M. Barries berühmtem, bereits 110 Jahre altem Theaterstück “Peter Pan” inspirieren ließ, nutzt gleich zwei Erzählweisen. So ist “Tinkerbell und die Piratenfee” zum einen Prequel, erzählt also so etwas wie die Vorgeschichte der kleinen Fee Tinkerbell sowie des berüchtigten Käpt’n Hook, der hier James heißt und als Pirat noch in den Kinderschuhen steckt, obwohl seine Boshaftigkeit schon deutlich zu erkennen ist. Zum anderen ist der Film auch ein Spin-off, weil er mit Tinkerbell eine der beliebten Charaktere aus dem Nimmerland-Universum herauslöst und wie bereits in mehreren Produktionen geschehen zur Hauptfigur macht.

    In dem putzigen CGI-Märchen dreht sich zuerst allerdings alles um die freche Fee Zarina. Denn sie wagt es eines Tages, den blauen Feenglanz, der den niedlichen Fabelwesen das Fliegen ermöglicht, aus Nimmerland zu entführen und der Piratenschar vom Schädelfelsen zuzuspielen. Zu spät merkt Zarina, dass die finsteren Seeräuber nur Schindluder mit dem blauen Staub treiben wollen. Und so ist es eine glückliche Fügung, dass Tinkerbell mit ihren modebewussten Freundinnen Silberhauch, Vidia, Klara, Rosetta und Emily alsbald heranrauscht, den Piraten zeigt, was eine Harke ist, und die fehlgeleitete Zarina zurück in den Schoß der Feenfamilie führt.

    “Tinkerbell und die Piratenfee” wurde von Regisseurin Peggy Holmes (“Das Geheimnis der Feenflügel”) und Pixar-Legende John Lasseter (“Toy Story”, “Cars”), der Story und ausführende Produktion verantwortete, vor allem auf ein sehr junges weibliches Publikum zugeschnitten. Die Story funktioniert eigenständig, man benötigt keine Vorkenntnisse zu Peter Pan. Dennoch finden sich einige witzige Querverweise für Insider – etwa wenn sich der junge James den roten Käpt’n-Hook-Mantel überwirft oder am Ende von einem Baby-Krokodil durch die Weltmeere gejagt wird. Ansonsten regiert rosarote bis kunterbunte Feenherrlichkeit, durchsetzt von dem einen oder anderen Laune machenden Song. Auch die 3D-Technik wird hervorragend eingesetzt – nahezu pausenlos fliegen winzige Elfen, golden glitzernde Feensternchen oder gar mächtige Piratenschiffe durch den Kinosaal. Inhaltlich bedient man sich durchaus auch klassischer Vorbilder wie “Dornröschen”, wenn etwa die gesamte Nimmerland-Gesellschaft in einen komatösen Tiefschlaf fällt, oder wird an “Hans und die Bohnenranke” erinnert, wenn die experimentierfreudige Zarina versehentlich eine im Eiltempo wachsende Grünpflanze züchtet. Alles in allem also ein harmlos-amüsanter Fabel-Spaß, der alle Ingredienzien enthält, die man von einem Produkt aus dem Hause Disney erwarten darf. lasso.

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